6009
Mindinger.
*N>indinger (Peter). Die beyden im Lex.erwähnten Blumenstücke von ihm, werden im neuenKatalog von Gchleishelm nicht mehr genannt.Ob sie zu unbedeutend erfunden worden, oder in«ine der bayrischen Kunst-Kolonien wanderten, istuns unbekannt. ^5c.
wendisch (B.) Königlicher Condukteur undLandmesser zu Kreutzburg in Schlesien 1778 undnoch 179s. Hchiefische Instantien-Aotttz.
— — (Christian)
— — (Friedrich)
Drechsler. S.den folgenden- Ioh. Georg- - (Ich. Christ. Gottlieb)) windisch.
s
— — ( Johann Georg). In des F. F r i-sius Ceremonie! d. Drechsler. Leipzig 17058°S. 235 heißt es, »daß (damals 1702) zu Al-tenburg im Sächsischen die Familie Windischin allerhand artigen Jiwentiones von Pappen-Werken und künstlichen Drehwerken es so hochgebracht, daß nicht allein der älteste Bruder Jo-hann Georg (w-) aus einem Pfefferkorn 200Becher, sondern auch allerhand Münzen und er-hobene Bilder so groß als ein Thaler oder auchin kleinerer Form gedreht." Sein jüngerer Bru-der gab ihm an Geschickiichkeit nichts nach, undbeyde unterrichteten viel vornehme Kunstliebhaberim Drechsftln, und wurden wohl belohnt vondenselben. Der altere hatte einen ebenfalls inAltenburg seßhaften Sohn, der auch schon in desVaters Kunst sich berühmt gemacht hatte. — Indem: 'Jetzt lebenden Alten bürg 1703 Jena170 j 12°. S> Hv, nennt man unsern JohannGeorg als Hofdrechsler, dann einen JohannGeorg den jünger» (wohl der Sohn) und einenFriedrich (wohl der Bruder) als Kunstdrechsler.Beyde erstere lebten noch 1712, wo Friedrichober schon verstorben gewesen scheint. — Aus denInnungsregisiern der Drechsler zu Dres-den , ersehen wir, daß dort als Gesellen in Ar-beit standen: Ein Christian (W) von Altenburg 1677; dieser ist uns weiter nicht vorgekommen.Johann Georg (W.) von Pirna (Allenburg?)16ÜZ. Friedrich (w.) von Altenburg 1686. —Weiter erscheint ein Johann Gottfried (W-)als Hofdrecböler zu Altcnburg 1740; und einJohann Christian Gortlieb (w.), vielleicht desvorigen Sohn, wurde dort um 1787 zum Hof-drechsler ernannt, und war noch 1801 am Leben.'
— — (Johann Gottfried), ein Drechsler,s. vorstehnden Johann Georg windisch.
— — (Leopold), Bauinspektor zu Posen i8iZ,damals Z> I. alt. Verzeichnis der zu dendrey Weltkugeln gehörigen Bruder - Frey-maurer für i8lZ. Berlin gr. 8°. S. 1I9.
— — (Madame). So erscheint bey Men-sel III. zumi erstenmal, eine reisende deutsche Ma-lerin, deren damaliger Aufenthalt (1809.) so wieihre Herkunft ihm unbekannt waren. Nach StorchRußland unter Alexander dem I (Lief. XV.G. 182.) sah man 1804 bey ihrem Aufenthalt zuSt. Petersburg , auf der damaligen Ausstellung,neben Miniaturbildnissen, auch ein großes Ge-mälde: Liegendes Frauenzimmer in einer Höhle(wokl irgend eine Magdalena?) nach Füger; wasuns auf einen frühern Aufenthalt dieser Künstle-rin zu Wien schließen läßt. .
— — — — kaum die Vorstehnde, erscheintschon im Almanach stes 6esux-Arts 180Z. un-ter den damals zu Paris lebenden 8culpteurs enWamses et eo oroemens, und ebenso noch 1808
Winger. 6009
kurz unter der Rubrike der Bildhauer; lm Alma-nach stu Ovmmsrcs ste karis 1801 hingegennicht mehr.
*windler (Johann Wilhelm). Von ihmnennt ein Verzeichniß meines sei. Vaters an dievierzig Bildnisse wackerer, aber immerhin dun-keler Herren und Damen (wahrscheinlich meist vonNürnberg ) nach P. Decker, G. Müller u. s. f.Einer unserer Freunde hält diesen wmdler, derim Lex. bloß mit den Anfangsbuchstaben seinesTaufnamens (I.w- Wmdler) erscheint, für eineirrige Benennung des unten folgenden JohannWilhelm winrer.
* — — s. auch im Lex. und unten winrer.
winetti, s. oben vinetti.
Wing (Carl), So nennt der einzige Wink-lersche Catalog einen Geschichtsmaler des Chur-fürsten von Bayern , auch Kupferetzer, und führtvon ihm ein Blatt: Himmelfahrt der H. Jung-frau (schöne und reiche Composttion) einzig mitV. IV. bezeichnet, an; unten aber sey von Handgeschrieben: f. stictor aulicus
Nooachli.
* w«' ngard, s. wyngaerde im Lex. und unten.
* winge s. winghen im Lex. und unten.
* wingendorp (I.). Wir kennen von ihmzu dem Werke: Nusei IVormiani klistoria.Hu§st. Dstav. ex Ossicma LIsevingna. kol.ein sehr mittelmäßig radirtes Titelkupfer, wasgedachtes Museum darstellt; dann nach C. vanMander, das in Med. Fol. gut gestochene Bild-niß des Arztes Olaus Worm 1664 ^t. 66. Undferner wieder ein mittelmäßiges Litelkupfer zu:6es. Hörnst Vissertationes üigtoricse et yost-ticre. stufst. statav. et stotterst. 1668. 12°.
wingens f. unten Wymgys.
winger, bisweilen auch weniger (B.)s. unten Paul Winger.
— — (Carl), wird in einer Flugschrift von1769 als Verschneider bey der Hofstückgießerep zuDresden angeführt. S. auch unten Ioh. Carl W.
— — (Carl David) Zeichen - und Schreib-meister der Landschule Pforte, wohnhaft zu Raum»bürg, wo er auch — Stadtwachtmeister ist Der-selbe wurde um 1780 geboren, stand anfänglichbey dem chursächsischen Militär und lebte noch1809. Afxc.
— —. (Christian Friedrich) geboren zu Dres-den , der älteste Sohn des folgenden paul's, beydem er als Silberschmied von 1712 bis 1717lernte, sich 1720 als Meister dort niederließ, undnoch 1762 lebte. A/n.
— — (Georg), lebte zu Dresden in der Mittedes XVI. Jahrhunderts, als Hosgärkner bey demGarten im Festungszwinger, und Inspektor nochandrer churfürstlicher Lust - und kandgarten. Chur-fürst August von Sachsen hatte eigenhändig die-sen geschickten Mann von Amberg aus der Pfalz zu sich verschrieben. S die Leichenpredigr d.Bürgermeisters Georg wiegners von S B.Carpzov 1689. Dresden Fol. Ohne Zweifelwar er der Stammvater der hier aufgezähltenFamilie, die sich als Metallverichneider, Gold-und Silberschmiede zu Dresden in guten Ruf ge-bracht hakte.
7. '
.