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Wink,
<i 8 og.) irrig noch unter die Lebenden zahlt, thu?noch hinzu: Einen Engelsturz und den sterbendenJoseph, für die Stiftskirche zu Weisensteig; ei»Vesperbild zu Seebach in Bayern ; die Erschaffungdes Menschen, für das Gotteshaus Münchrothin Schwaben , und ein Abendmal für die Kapu-ziner zu München . In Mensel'« Mus.X. Z70.heißt er ein im Feuer der Erfindung ganz außer-ordentliches Genie, und wird dort besonders seinletzterwähntes Abendmal, welches die Fronleich-nams -Oktav hindurch auf dem Choraltar ausge-setzt war, für die vortreffliche Beleuchtung ge-priesen *). Einem unserer Kunstfreunde zufolgehat er auch Einiges geetzt; wie z.B. die H. Jung-frau wird in den Himmel aufgenommen, untendie zuschauenden Apostel großer, reicher Entwurfzu einem Altarblatt, verkehrt mir Vl/. (bezeichnet);die vier Stuffen des menschlichen Alters sinnreichgeordnet, mit L. VVl signirt, und, als Pendant:Die sieben Planeten, als Götter und Göttinnenvorgestellt (diese beyden Blatter in kl. quer Fol.)und mit 177» datirt. Auch der Katalog vonwmkler nennt diese zwey letztem, und nochdaneben: Apollo auf dem Parnaß mit den Mu-sen, und die Wissenschaften und Künste unterdem Schutze der Pallas (1768.) alle viere, alsvon Kennern sehr geschätzt. Wieder anderswowird von ihm ein gut geetzkes O.uartblatk genannt,in dessen Mitte sich die Muse der Malerei an einerStaffelei zeigt. — von Männlich bemerkt noch(1805 ), daß seine Familie, ungeachtet des Ver-dienstes ihres Vaters und Gatten, in dürftigenUmständen lebe. Seine beyden genannten Bilderin der Galerie zu München sind von ganz klei-nem Maaße (vielleicht Scizzen zu größern). Da-gegen befinden sich von ihm in der BayerschenGalerie zu Lustheim die vier Jahrszeiten (io^hoch, 9' 8" br.) in schwach lebensgroßen Fi-guren. Noch an einem Orte lesen wir: »Manhat auf diesen Künstler eine Medaille von 1794.deren Avers (mit seinen Brustbilde) von F. A.Schega, und der Revers (ein Lorbeerkranz, darindie Jnnschrift: Vivltur Ingenia) von I. M.Bückle geschnitten ist. Nach ihm hat M. Hark-wagner eine Allegorie zu Ehren des ChurfürstenMaximilian IH. von Baiern geetzt.
wink (Johann). Von einem solchen (wahr-scheinlich mit obigem Amand vderJohann Amandderselbe) besitzt die Baiersche Gallerie zu Lusthennein 2' hohes und 2^ 2" 6"/ br. Bild: Todter Fasan,der an einem Baume hängt.
— — (Johann Amand), s. oben Amandund Johann W.
*— — (Joseph Gregor). Von ihm kenntMensel!. (1778.), wo er noch lebte: Die Fa-cade des Opernhauses zu Braunschweig ; denSaal in dem Gartenhaus« des Erbprinzen allda;«inen andern in dem Schliestädtischen Hause, eben-
daselbst; die Kirche des ehemaligen Jesukterorden-zu Büren im Paderbornischen, die Kupel des Rit-tersaals zu Hildesheim , die Decke der Kapelle deckFürstl . Hildesheimischen Lustschlosses Ruthe; dieDecke der Kirche zu Liebenburg ; die Kirche zuAldum; den Saal in dem Kloster Riechenberg;den Saal im Kloster Dorstadt, den Saal in denrBrabeckischen Hause zu Soeder. Bey Mensel II.(1789.) findet er sich nicht mehr. Und Eben»ders. lll. (2,) S. 180. sagt in 1814 kurz: Er seygestorben.
wink (P.). Ein solcher steht, als Erfinder,auf einem Gedächtnißthaler wegen Befreyung derStadt Wien i68Z. Sammt, der Medailleur»N°. 157 .
— s. auch die beyden obigenlsbristianlundJoseph Gregor (W) im Lex. s. v. winck.
Winkel (Theresia, Fräulein von), Malerinund Virtuosin auf der Harfe, zu Leipzig ; geb. inSachsen *"). Schon auf der Kunstausstellung zuDresden sah man von ihr Kopiern in Oel :Einer H. Familie nach A. Carracci , und einesApostelkopfes nach I. Pipi, in denen eine freye,seelenvvlle Fantasie nicht zu verkennen war. ImFrühjahr 1809 dann veranstaltete sie eine eigeneAusstellung von 35 . ihrer Arbeiten, und unterdenselben von iZ. die sie während ihres nicht vielmehr als zweyjahrigen Aufenthalts zu Paris gemalthatte, und freylich aus bloßen, aber wackernKopiern nach den Werken alter und neuer berühm-ter Künstler bestanden; nämlich: Des Tags,nach Correggio ; des Bildnisses Raphaels in sei-ner Jugend; Johanns des Evangelisten und einerSt. Catharina, nach Ebendemselben; der PredigtJohannis in der Wüste, nach Zampieri; dreyerSilentien, nach M. Angelo, Ravhacl u. H. Carracci ;einer H. Familie, nach da Vinci; der Heilandnimmt seine Mutter in der ewigen Glorie auf,nach I. Stell«. Dann nach Neuern: Die Ko-piern eines Bildnisses des K. Napoleon, nach R.le Fevre, und der Hälfte des berühmten Brutus,nach David; was denn Alles in dem Blatte des'Freymüthigen 1809. N°. 22. sehr gerühmt, undbloß an Einigen etwas Flüchtigkeit bemerkt wurde,was ab,er bey solcher Eile leicht zu entschuldigensey; wo er hingegen, z.B. von der H.Familienach da Vinci, bey welcher die Künstlerin mitbesonderer Liebe verweilt zu haben scheint, aus-drücklich bemerkt, daß solche mit der größten Sorg-falt, und fast mignaturähnlich gemalt sey ***).
wl'nkelbofer( ), ein Landkartenzeichnerzu Anfang dieses Jahrhunderts. Bey Schneiderzu Nürnberg , erschien von ihm das FürstenthumSalzburg und Berchtosgoden, nebst dem Jnn-viertel, auf Einem Blakte.
winkelmann (GotthelfFriedrich, gewöhn-lich Friedrich). Sohn des folgenden Kaufmann sJohann Friedrich (W-), geb. zu Hannover um
Note bey Meufel (über w. Erschaffung des Menschen zu Münchroth): »Das erstemal, daß ich st-einen lehrreichen Gedanken zn einem Altar malen sah; so ganz ausser dem Gebiete des allgemeinen Kloster-Geschmacks, welcher die groreskesten Bilder verfertigen läßt, wohin man auch eine Menge Pfarrherre«rechnen darf, und andere Kirchcnvvrsteher, welche mit ihren Kaprizen die Künste nothzüchtigen."
«») Einer unserer Freunde nennt diese Künstlerin (als richtiger: aus dem Winkel, Tochter eines Chur -sächsischen Offiziers, geb. zu Dresden um 1780 und nicht, wie es bey Meusel heiße, zu Leipzig wohnhaft.
Oben erwähntet unser Freund nennt unsre Künstlerin theils überhaupt »ein sehr gebildetes und interessan-tes Frauenzimmer," und rühmt dann noch besonders, neben ihrem schonen Harfeospiel, ihre gute Dekla-mation uud Sprachenkunde- Von ihren Kopieen nach großen Meistern sagt er: Daß diejenigen nach Co»reggio vorzüglich gelungen seyen. Hiernächst, daß sie, oach ihrer Rückkehr ins Vaterland, wo sie -zognoch lebte, sich hauptsächlich Gerhard von Kügelchen zu ihrem Vorbilde gewählt, und dessen Werke viel-mals kopirt habe. Endlich, daß sich im Cvuversativns-Lerikvn mehrere Aufsätze von ihr über die bildendeKunst befänden.