Winklet.
Winklet.
661S
Winkler (F. G.), soll ein Blatt in Fol.gestochen haben, was die Grausamkeit der Ko-saken in dem Kriege mit Preußen 1759, darstelle.
— — oder wincler (FranzJoseph). So
nennt der einzige Gantkatalog von lDinkler,einen Geschichts- und Bildnißmaler, auch Kupfer-etzer in malerschemGeschmacke, zuAugsburg, undführt von ihm einen Pilger von St. Jakob, zuden Füßen von St. Joseph an, der ihm St. Annaund die H. Jungfrau in den — Lüften zeigt. DiesBlatt, in Kl. Fol. ist mit A. s. 1712
bezeichnet.
— — (Georg), ein Goldschmied und deskleineren Rathes zu Nürnberg . Panzer führtsein in 8°. gestochenes Bildniß an; dasselbe istohne Künstlerbezeichnung und mit 1629 datirt.
* — — — — der Baumeister. Mit sei-nem ganzen Titel: Erd- Lehn- und G"ichts-herr auf Dölitz, Stintz und Staarstedel, Eomcspalat. cäs- 7 des Schöppenstuhls zu Leipzig Assessorund Burgemeister, wie auch Vorsteher der neuen(nach seinen Rissen erbauten) Kirche daselbst,Königl, Pohlnischer und Chnrsächsischcr Rath *),geb. zu Leipzig rd 5 o Er studirte die Rechte inseiner Vaterstadt und in Harlem , erlangte dabeyschöne Kenntniß in der Literatur und der Bankunst,lernte darauf die Handlung zu Augsburg und be-reiste endlich Italien , die Schwel, und einengroßen Theil Teutschlands. Nach seiner Zurück-kunft etablirte er sich als Kaufmann zu Leipzig ,und erhielt nach einander obgedachte Ehrenstellen,in denen er sich mit Klugheit und Treue benahm,bis er dort in 1712 starb. Der Rath zu Leipzig machte häufigen Gebrauch von seiner Gcschicklich-keir in der Baukunst, welche er übrigens nurzu seinen Vergnügen und als Dilettante betrieb.
— — (Georg Friedrich), der ältere, s.oben den Art. Heiße.
— — — — der jüngere, Kön. SächsischerHofmaschinen- Theater - und Hofzimmermeister zuDresden » geb. daselbst 1736. Sein gleich vor-hin erwähnter Vater war Rathszimmermeister.Der Unsrige bildete sich vorzüglich zu Kopenhagen in der dortigen Akademie, und kam hierauf nachDresden zurück. Im I. 1792 erhielt er die er-wähnten Stellen, und seit dieser Zeit Gelegenheit,seine praktischen Kenntnisse zu zeigen, und das zuleisten, was man von ihm erwartete- Mensel lll.(-809), wo er noch unter den Lebenden erscheint.Nach spätere Berichten st. er, als Obcrältesterder Zimmermeister zu Dresden , 1814.
— — — — ein Sohn des vorstehnden,geb. zu Dresden 1772. Er lernte in seiner Vater-stadt, bey dem Hostheatermaler Theil, die Thea-ter- und Frescomalerey, besuchte darauf Wien und wurde 1800, zugleich mit Joh. Gotkfr. Jentzsch,als Hostheatermaler in Dresden (wo er noch i8ihlebte) angestellt. Sein Fach ist die architeckkoni-sche Malerei); auch fertigt er schöne mit Figurenverzierte Zeichnungen solcher Art. In 18-4 wurdeer nach Berlin berufen um die Dekorationenfürs Theater und sonstigen Feierlichkeiten, diebey Zurückkunft des Königs statt finden sollten,fertigen zu helfen. In Oel arbeitete er nicht.Nach neuern Berichten lebte er wieder zu Dres-den , noch 1819. illsc.
*— — (Georg Gottfried). Derselbe war einAugsburger und blühete um 177h, oder lebte we-
nigstens zu Augsburg « und arbeitete für die dor-tigen Kunsthändler I. G. Hertel, I. D. Herz,I. G. Merz, Probst u. s. f. in der ersten Hälftedes XVlll. Jahrh, und noch 177h allerlei schlech-tes Zeug. So z. B. für März ein Heft neu in-ventirter Springbrunnen, nach F. Boucher, fürHertel einen St. Sebastian nach M. Gienter,kl. Fol.; für Probst geringe Prospekte. Auch führtein Verzeichniß meines sei. Vaters von ihm über6n Dl. an (wie wir vermuthen meist Kopien),nach A. Balestra, I. W. Baumgartner, Boucher,C. le Brun, A. de Dien, C Fern, I. D- Herz,I. Jouvenet, Lionardi, Merlan und Perelle (nachdiesem gemeinschaftlich mit I. P. Thelot), R.Sanzio, F. Sigrist, I. Spilberger, E. van deVelde, Dernet, Waterloo und D. Zampieri,meist Geistliches, wahrscheinlich für ein zusam-mengestöppeltes Bibelwerk; nach Baumgartnerund Siegrist für die Lncomia Eoklituuni, waswir Alles im Detail nicht nacherzählen wollen.
Minkl er (Gottfried), der durch seine kostbareGemälde- und Kupferstichsammlung überall be-kannte Kaufmann und Baumeister zu Leipzig , st.daselbst HZ I. alt 1797. Seine Gemälde-Galleriehat Kreuchauf (8°. Leipz. 1768 ), die Kupferstich-sammlung M. Huber vorkreflich beschrieben. Derdiesfällige Gantkatalog (V.'kom. 8. Vol. zus — 1».)wohl eine der reichsten, und sicher eine der reinstenQuellen dieses Zweiges der Kunstgeschichte. Beyihm sah'Heinecke (blos 127.) mit von den schön-sten Drucken der Blätter von M. A. Raimondi;dann (I. e. Z97.) ein Exemplar von der zweytenAusgabe der seltenen: Ars msmoranUi, nota-
bilis per si^uras LvaNAellstarum, auch Uerno-
r'islo guatuor LvanZelistarnm genannt, da sol-ches die brodlose Kunst lehren sollte, dir vierEvangelisten auswendig zu lernen.
— — (Hans), ein Gießer zu Meiningen ,wo er i 58 o, unnatürlicher Verbrechen wegen, hin-gerichtet wurde I. S. Güthe Beschreib, derStadt Meiningen. Gotha -676. 4 °. S. 177.
— — (Jeremias). Von ihm kennen wir einschlecht in Fol. gestochenes Bildniß des Königsvon Pohlen Johann III.; anderwerts beißt esnoch, eine Himmelfahrt Maria in Gegenwart derApostel, nach Zimbal in gr.Fol.
— — (Johann), war 1762 des Grafen vonMontfort Münzmeister zu Lettnang. I. I. SchollAdreßkal. desSchrvabischen-Rreises auf 1762.8". Ein gleichnamiger (sein Sohn?) wurde 17Y0als Epecial-Münzwardein des gedachten Grafenverpflichtet. Hirsch reursches MünzarchivVIII. 007.
— — (Johann Anton), ein Maler zu Zi'illi-chau, einer Stadt in der Neumark , um 1752.I. <t. wilcke 's Ehronick v. Züllichau . Das.175Z. 40. S. 220.
— — (Johann Beneblet), stach zu I. A.Gesner's IVIateria mestica, die 1771 zu Stutt-gart in Fol. erschien, nach der Zeichnung vonGuntrum eine schlechte Vignette; dann Kopienfranzösischer Blätter die er vielleicht ein ih Safirefrüher fertigte) z.B. nach D.Tenier: I^e Kalis«:rustigue ilamANkl qn. Fol. Sonder Zweifel lebteer zu Augsburg.
— — tJohann Christoph), ein Kupferstecher,der, einer uns zugekommenen Nachricht zufolge,in Regensburg 1701 geb. wurde, bey JosephCpaet zu München lernte und dann sich zu Wien setzte. Hier erhielt er das Privilegium, die The-
*) LIsuüire vunc rivo».