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,700 und blühend um 1726. Sein Vater, dernachfolgende Heinrich w. der wahrscheinlich«inen Bildnißmaler aus ihm bilden wollte, thatihn zu G- Kneller in die Lehre, wo er die Amfangsgründe der Zeichenkunst erlernte. Als Kneller«inst von einer langen Reise in Italien nach Eng-land zurückkam, fand er, daß sein Schüler sichganz aufs Kupferstechen gelegt habe. Die 20. Bl.von ihm, nach Gemälden im Kabinet Derby zuKnowsley in der.Grafschaft Lancaster, deren dasLex. gedenkt, datiren sich von d.J. 1721 ».1780,und sind leicht geetzt, aber immerhin sehr schätz-bar, da sie nicht bloß die Eomposilion sondernauch den Geschmack der Zeichnung mehrerer ita-lienischer und niederländischer Meister vom er-sten — und zweyten Range gut ausdrücken. Essind:
1. Nach I. Arpinas der Sabl'ner-Raub.
2. „ P-Laliart die Gemahlin des Pilatus, welche
für Christum bittet
Z. Lastjglione Jakobs Reise nach Cgypten.
4. » Ebendems. Zwey Schaafe.
2. „ 'P. von Lortona ein Bacchanal.
6. „ van Dpck. Christus giebt Petern dieSchlüßel
7- » Ebendems. Die Liebe zu den Wissenschaften.
8- » L. Giordano Flucht nach Egvpteu.
9- » C. Maratti Anbetung der Hirten.
io. » I-da Pont« Abreise Jacobs.
n. ^ P. Rembrnndt Sitzender Alter die Handauf einem Tvdtenkopf.
12. s G- Reni Adam und Eva aus dem Paradiesvertrieben.
-3- » I. Ribera Marter von St. Bartholomä .
,4. » Ebendems. Der Philosoph im Nachdenken.
>5. » S. Rosa Agar und Jsmael.
16. » Ebendems. Glaucus und Scylla.
»7. » Ebendems. Die Räuber.
-8. » Rubens Jagd der jungen wilden Schweine(von ihm der Jäger, das Gewild vonSnyders, und die Landschaft von dritterHand).
,g. » Tintorett Christi Besuch bey Nicodemus.
sc>. Titian H. Familie.
Dann überdies: Eine Folge nach I. Tornhill'sKupole in der St. Pauls-Kirche. Endlich vonBildnissen: I. Ribera'«, nach demselben. Nachdem Unsrigen hingegen (als Maler) kennen wirnur sein eigenes und seiner Gattin Bildnisse,beyde von I. Faber geschabt.
Seit der Redaktion dieses Art. nennt nocheiner unserer Freunde nach dem Unsrigen ff. Bild-nisse. Ebenfalls von I. Faber den Bischof vonEhester, Sam. Peplon; dann Edm. Waddington,und endlich eine Dame, die in der Linken einZeichenbuch hält (vielleicht eben des Künstlersschon genannte Gattin); von A. van Haaken denArchiteckt Franz Smith; und von A. DannermannHamler's eigenes (historirtes) Bildniß, wie erden Kupferstecher N. Dorigny malt.
VVin stanley (Heinrich), seßhaft zu Littleburyin der Grafschaft Essex , bezeigte frühzeitig großeLiebe zu den mathematischen Wissenschaften, unddie mancherlei Versuche, die er in seinem Hausemachte, zogen bald das Aug der Nachbarn,
Wtnstanley.
und endlich das der ganzen Nation auf sich;denn es fanden sich dort Wunder in Menge.Trat man auf eine gewisse Stelle, so sprang einGespenst aus der Erde hervor; setzte man sichauf einen gewissen Stuhl so zeigten sich von allenSeiten Waffen, die dem Sitzenden, bey demersten Versuche zu entschlüpfen, den Tod drohe-ten; nahm man Platz in einem hohlen Baumam Kanal im Garten, so fand man sich voneiner geheimen Kraft flugs ins Wasser geworfen rc.Mehr aber noch als diese Spielereien ervegten dieWasserwerke, die er zu London um Geld sehenließ, die Aufmerksamkeit der Zeitgenossen. Ini6gd wagte der kühne Mann, seinem Vaterlandsdas Anerbieten zu machen, einen Leuchtthurm zuEdystone bey Plymouth zu erbauen; ein Unter-nehmen, was man bis dahin auf dieser hartenMasse von Granitfelsen für unmöglich gehaltenhatte. Kämpfend mit allen möglichen Hinder-nissen, war er doch in vier Jahren damit zuStande. Dicke eiserne Stangen, die in demFelsen eingelassen waren, machten das Funda-ment dieses hölzernen Gebäudes von -so- Höhe;was auch den gewöhlichen Stürmen Widerstandleistete. Ueberzeugt von der Ausdauer seines Wer-kes wünschte und suchte w oft, bey großemStürmen, selbst auf dem Leuchtthurme gegen-wärtig zu seyn, um ihn unter seinen Augen dieFeuerprobe bestehen zu lassen. Sein Wunschwurde ihm erfüllt; der fürchterliche Orkan deri7«Z wüthete, vernichtete den Thurm, und be-grub ihn und alle sonst darauf befindliche Perso-nen in den Wellen. Die Königin Anna befahl1706, die Wiedererbauung dieses Leuchtthurms.In i7»8 hatte solchen (wiederum von Holz) decBaumeister Johann Rudyerd vollendet. Er wareinfach und schnucklos, jedoch ganz seinem Zweckeentsprechend; wurde aber 1755 von Feuer ver-zehrt. Den dritten und letzten (von Stein) errich-tete endlich Johann Smearon in den Jahren1766 bis 1709. Mit der ausdauerndsten Anstren-gung, ließ er sowohl den Felsen selbst höchstkünstlich bearbeiten, als jeden einzelnen Stein,der zum Baue nöthig war, von allen Seitenher, in den andern einfügen. Dieser ungeheureGegendruck, machte denn auch, daß selbst dieheftigsten Orkane nichts gegen das Gebäude ver-mochten. S. T. A. Hirsch mann (d. i. <sarlLang) Tempel der Narur und Lunst B. I.zweyte Auflage. 8°. S. 82. ff. Gründlicherund weitläuftiger liest man das Obige in demPrachtwerke: ^ varrattive ok tke builciin^ --vk tks Lci^stone Ist^tbouse ^Vitkskone. OzsAoü» Oivil LnZineer K. 8. Iks
seoonst eültion correctes. honllon 179Z ßr. toi.,wo sich auch viele Kupfer nebst Abbildungen derverschiedenen Thürme vorfinden. Besonders rei-zend ist hier das von M. Dixon gezeichnete und vonA. Dirrel 1789 gestochene kleine Litelkupfer. Eszeigt das Gebäude des Smeaton, wo heftigeOrkane bey der Nacht eine ungeheure Welleemporspritzen, die, nachdem sie den ganzenschlanken Thurm (hoch über ihn zusammenkreisend)in ihre Mitte gefaßt hat, dann erst ihre tausendStrahlen wieder sinken läßt, während dem dieLaterne des Thurms von innen heraus den ganzenWasserbüschel durchleuchtet. Dieses und eine An-sicht solchen Thurmes bey ruhigem Stande der See,hat Lang in seinem Buche eigenhändig ziemlichschlecht mit der Nadel kopirt. — Dock wir keh-ren zu unserm A)inftanley zurück. Uffenbach(s. dessen Reisen II. 482.602.) sah 1710 noch dasvon ihm gefertigte artige Theater zu London , auf