Band 
Zweyter Theil [5].
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6018
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dem allerhand Wasserkunststücke dargestellt wurden;so wie dann auch sein Haus zu Littlebury, was,wie Uffenbacb sagt, meist mit schlechten Gemäl-den von wlnstanley's eigner Hand behängenwäre. Dieser Schriftsteller will auch die dortigenmechanischen Kunstwerke und Künsteleien nicht be-sonders loben. Der Unsere hat auch fernermehrere Platten gut radirt, obwohl in einer et-was rohen Manier; spätre Abdrücke davon triftman IN: 8upplement clu nouveau Ilieatre eis1a 6ran6e Ureta^ne ä Konäres 1728 ^r- sol.Es sind solches Prospekte (und Grundrisse) vonWimbledon ; Tythrop mit 1680 batikt (hier hater sich selbst ins Kleine, den Garten abzeichnend,vorgestellt); das alte dem Herzog von Suffolkzustehnde Schloß Audlyend in einigen 20 mit1676 datirten Blättern, auf denen er sich benennt:Olarke ok big N»)sstiss workos tüere; seineignes Landhaus zu Littlebury; endlich sein abge-dachter Leuchtthurm, ein vorzüglich bemerkungs-werthes sehr großes Blatt von 1699, dem maneine Erzählung der Geschichte und des Untergangsdesselben aufgestochen hat.

* Winter (Adrian de), ein Kupferstecher,Kunstverleger, vermuthlich auch Zeichner, derzu Amsterdam in der letzten Hälfte und zu Endedes XVII. Jahrhunderts lebte, und fleißig fürBuch- und Kunsthändler arbeitete. Wir kennenvon ihm Landkarten, Titel- und andre Kupfer(diese fast immer ohne den Namen eines Zeich-ners. l)e rnsuxve llolianäscke 8ckeep8bouvv»t'^rn8terä. bz? van Keulen 1680. st"; KosDeliee8 äe la klollanäs. Ginsters. r 685 - 12";6re^. KetiTIiestro kelgicc». H.M5ter<l. 1690 kol.).Dann zu der späteren Auflage der Reisebeschreibun-gen des A. Olearius mit dazu gehörigen Anhän-gen, Hamburg 1696. Fol. (hier 3 Karten und 2geschichtliche nach Rundt radirte Blätter). Besseraber geriethen ihm 6 nummerirte, leicht radirte Bl.mit verschiedenen Vorstellungen von Narren, imVerlage des C. Danckerts. Auf allem diesembezeichnet er sich theils -F. Keimte,theils

tie Anderwerts, wo er ausdrücklich

Adrian heißt, legt man ihm ferner bey: DasBildniß des Gottesgelehrten Friedr. Swetgius;eine Folge von 6 Landschaften nach Zaftleeven,qu.st". exc. *). 6ee-

^ißkeeäen bestaanäe in UeZeerin^» Kon 8 tenen Umdachten ns orlle van liet/^, 6 , L, inUonsert stsrnron üec. cioor -z. I. 1695. ^M 8 ter-elam b^ st"; 6 elloroneercie en

Uoor-een^ekloAte Xam-Ietteren ok 8ie6'ers13 Bl. kl. qu.Fol.; Verscbe^cle ItaliseN8e enFranse Kofvverkeu il Dl. rc.

* -- (Aegidius), s. gleich nachstehudEgidius (w.).

* (Egidius de). Daß er die Natur sel-ten zu Rathe zog, bemerkt man denn doch in sei-nen artigsten Gemälden, welche zwar mit Geistetoccirt, aber durchaus manicrirt sind. Er warsehr gefreundt mit Greffier Vater und Sohn, undwohnte bey diesem letztern. Zu Amsterdam findetman besonders viele von seinen Werken. /)er-ca»r/,L lII. 29Zgst.

(Franz Anton), s. oben Wmder.

* oder wind er (Franz Joseph, oderFranz), Maler zu München und Schüler desKaspar Sing, dessen Base Benigna er in der

Folge geheurathet hatte. Von ihm sind in derehemaligen Klarissinen-Nonnenkirche daselbst dieAltarblätter: Die unbefleckte Empfängniß, derHeil. Jakob und der Heil. Franz Seraph, gemalt.

Er war auch ein vortrefflicher Bildnißmaler, undder ehemalige Landschafts-Verordnete Denn» v»Barth, so wie auch die Seemüllersche Familiein München besitzt mehrere Bildnisse von ihm.

Auch sind noch folgende Altarblätter von ihmrZu Landshut in der Martinspfarrkirche: Joh v.Nepomuck; zu Regensburg in der ehemaligenJefuitenkirche: Der am Kreuze sterbende Christus;zu Andechs : Der Heil. Eusiach; zu Polring in derehemaligen Klosterkirche: Christus am Oeiberge;und zu Ettal : Die Familie Christi. Lipowsky.Ebenders. S. 27h. setzt noch, als Nachtrag,hinzu: Man habe ihn (wahrscheinlich zum Unter-schied von den noch mit ihm zu München leben-den Johann Georg und Joseph Georg seinesGeschlechts) den alren Winter geheißen. Von17)2st 5 . habe er zu Augsburg gearbeitet, seyalsdann als Hofmaler in Churbayersche Dienstegekommen, und habe um 1758 noch geblüher.

Das ihn:, im alten Katalog von Schleisheiinzugeschriebene Bild der Gemahlin K. Carl V il- imJagdkleide ( 5 ^ 6" hoch, st< 5 " br.) findet sich indem neuen Katalog wie wir glauben nicht mehr,und gehört übrigens nicht ihm, sondern demNachfolgenden Joh. Georg zu.Er hat auch"(meldet uns so eben einer unserer Kunstfreunde)

ein mit: ^.A. fee. 1712 bezeichnetes Blatt

in st", zwar mit leichter Nadel, aber ohne An-nehmlichkeit radirt. Es enthalt den H. Jacob,der einem Pilgrim (den H. Rochus) die H. Familiezeigt. Nach ihm sollen Bildnisse gestochen haben:

I- I. Haid; G. Kilian; I. Mibel (das KaiserCarl VII. Fol.); I. G. Rugendas (Mazimil. JosephChurfürst von Baiern ); I. Wangner." Mrc.

Winrer (Heinrich von). Ein solcher, wahr-scheinlich Kunstdilettante, gab 1767 (8". Amster-dam ) einen Holländisch geschriebenen Katalog al-ler von N. Berghem selbst gestochenen Blätter, ^so wie solche sich in der Sammlung des H.van Leyden vollständig befanden. Heinecke läesk- r89-

(Heinrich), zweyter Sohn des untenff. Joseph Georg«, geb. zu München 1788,lernte bey M. Mettenleiter, und in der Galeriezu München . In 1806 wurde er als Professor

der Zeichnungskunst zu Sarguenes in Frankreich !angestellt, und befand sich (1810) wahrscheinlichnoch unter den Lebenden.

-- (Johann). Von einem solchen nenntder neue Katalog von Schleisheim einen todtenHahn, ei» Feldhuhn und Jagdgeräthe ( 3 ^ 3 " hoch,s' 6" 6^" br.), und glauben wir kaum, daß die-ser Künstler mit dem nachfolgenden Joh. Georg(eher noch mit dem Joseph Georg) Eine Personseyn dürfte.

(Johann Georg), geb. zu Groningen in Brabant 1707, wohin sein Vater, ein churb.Feldwebel vom keibregimente, dem Churfürstengefolgt war. Er lernte die Anfangsgründe derMalerei zu Donauwörth bey einem dortigen Ma-ler. Müller und Engelhard waren seine Lehrerin München , winrer arbeitete einige Zeit z»Augsburg , wo er schöne Bildnisse verfertigte,und ward hernach i7stst von dem Kaiser Karl VII.als Hofmaler zu München ernannt. Der Chur -

*) Diese Folge nennt auch Kost vi- S. 54. unter dem Art. von Lorn. Kaft-leeven, so nämlich, daß fünfederselben von dem letztern selbst, und nur eines von einem Ang Winter geetzt wären, welcher somit mitunserm hier genannten Adrian w- Eine Person sevn müßte. Das Nämliche denken wir von dem gleichfolgenden Aegidius oder Egidius w. des Ler. nach Descamp«. Und so würde lediglich noch die Frageübrig bleiben: Ob Adrian oder Acgid. der rechte Taufname des Unsrigen wäre?