Winterschmidt.
Wirsing. 603t
noch die Platten zu I. Mayer's komonn kran-conics. welche hingegen anderwerts dem gleichfolgenden Joh. Samuel dieses Geschlechts zuge-schrieben werden.
winrerschmidr (Christian Gottlob , Joh.Jacob und Joh. Samuel , drey Bruder, Söhne desobstehnden Adam Wilhelms, alle geboren zuNürnberg , der erste 17HH, der zweyte 1768, derdritte 176», alle drey Kupferstecher und Kunst-händler; doch die beyden ältern das letztere mehrals das erstere. Dagegen ist der jüngste mehrKünstler wie sie, und beschäftigt sich hauptsäch-lich imt Abbildung ökonomisch-botanischer Gegen-stände u. drgl. »Seine bisher gelieferten Arbei-ten" heißt es bey Meusel III. (1809, wo alledrey Bruder noch lebten) »sind die Or'iginalzeich-nungen zu v. Deldafens wilden Bäumen, Stau-den und Buschgewächsen, Deutschlands Gemüsen,Forstholzarten im Winterzustand (welche letzterekünftig erscheinen werden), Mayer's Pomonakr-rnoonior, u. s w. Landwirchschaftliche Natur-produkte u. s. w." In 1804 arbeitete er an Blät-tern zu Wolfs deutschen Gemüßarten, in getusch-ter Manier, und mit natürlichen Farben ausge-malt. Geffenrl. tJachn Nach Norizzen einesunserer Freunde war Christian Gorrlob auchSchriftstechcr, als Kupferstecher aber seine ersteArbeit das nach I. E. Jhle gefertigte Bildnißdes Diakonus Martin Reinhard's. Von Joh.Jakob sind vermuthlich die 12 kolorirten Kupfer-tafeln der bey ihm verlegten botanischen Abhand-lungen und Beobachtungen. 40 Nürnberg 1787.Joh. Samuel endlich haue die Blätter zn Oel-hasen's Werk, und der Fortsetzung desselben vonJoh. Wolf ( 4 °. Nürnb. 799 - ff.) nicht bloß ge-zeichnet, sondern auch geetzt.
winterst ein (F. R. oder T. R.) pinxit172^ Dergestalt bezeichnet sahen wir ein bravesGemälde auf Leinwand, was einen Todtenkopfbey einem Lichte und einer Sanduhr darstellt,
* — — (Hans Martin), f. im Lex. und
unken Joh. Martin Winterstein.
— — (Joh. Gottfried) Rathszimmermei-
ster zu Madeburg i8oä.
* — — (Johann Martin), gewöhnlicher
Hans Martin (W.) Kupferstecher und Zeichnerzu Hamburg , wo dieser geringe Künstler mehre-res (meist nach eigener Zeichnung) für Buchhänd-ler arbeitete. So fertigte er z. B. (1660) dasBildniß des Grafen Christian Ranzow 8°; danndes Gvttesgelehrten Georg Haccius. 4 ^. ». drgl.andere schlechte Sachen mehr. Nach seiner Zeich-nung von itst >5 dann haben G. Gerardi undStoopen-daal zwey Prospekte von Hamburg und dasigerGegend (mit der Vorstellung eines nächtlichenHimmelsphänomens) in Fol. zu dem Werke desSkanislaus de Lubinietski: 1'keatrum Oometr-cum. Hat. 1681. Fol. in Kupfer gebracht.
Wohl ist der Unsrige Eine Person mit einem Ku-pferstecher I. M. winrerstein, der 1698 zuGorhenburg in Schweden lebte. Dieser hat zu(Joh. Jacob Döbel's) wahrhafter Bericht vomGeburtsgliede, welches vom fressenden Krebs in-sicirt u. s. f. ins Deutsche übersetzt. Leipzig ibygiL°. ein schlechtes Kupfer radirt, das vermuthlichauch in dem Originale zu dieser Uebersetzung getrof-fen wird.
Wintyens, wintgies und winrgir,s. unten winrgys.
* winkrec, s. im Lex. und oben Winter.
Winzer (Martin), ein Bau - und Mäurer-meistcr zu Straupjtz in decNieder-Lausitz 1797.
Wiolaeen und Wiolatin (Maria), istdieselbe Person, sowohl mit viokarin als mitwieolaren in den gegenwärtigen Zusätzen.
wirch (Johann), Baumeister zu Prag , er-scheint noch bey Meusel l. (1778), Ebend. II.(1789) hingegen nicht mehr. Ebenderselbe III.(2.) S. ibZ. sagt -814 kurz, er sey gestorben.
Wirdig (Sebastian), ein Arzt der um 1670lebte. Wir finden daß C. N. Schurz zu seinenSchriften einige Allegorien stach, die mit: 8)
«ü'F lii venit bezeichnet sind; unterdessen hat er dieseBlätter keineswegs selbst gezeichnet, sondern nurdie Idee der Darstellung erfunden.
* wiricxu. wirix, s wieri; i. Lex. u. oben.
wiring (Heinrich), 8culpL. So bezeichnet,und ohne andern Namen als dieses sonst unbe-kannten , vermuthlich niederländischen Kupferste-chers findet man ein Blatt, worauf Christus amKreuz, und daneben Maria und Johannes abge-bildet ist. Diese Vorstellung ist mit einer 1" brei-ten Einfassung, worin einige Leidens-Jnstrumenteangebracht sind, umgeben, und unterhalb derRahme liest man: (Jr-mte v»/-
OünLtr stc. Ganz zu untecst stehet: /Jteeeoccuäit. Das ganze Blatt mit der Rahmund den Versen hat die Größe von Großquart.
wirnt (Salman, Salomo ), ein Mönch desMittelalters, erscheint, als Goldarbeiter (Jurifex)gemeinschaftlich mit den Gebrüdern Hermann undHeinrich Gach im Kloster Weitenburg, und mitHaims u. Elnrrvin, seinem Sohn, lauter Kunst-genosse» desselben, zu St. Emeran. Aorc«
XIII. 542« 3 j 5 . und /Ht-L Jnscll. P. I. p. III.p. 180. sg. L. ,96. Flsrillo Deutsch !. I. 20h.Not. c.
wirsching (Georg), ein künstlicher Schrei-ner aus Ncumarkt; verfertigte r 663 den Haupt-altar der St. Sebaldskirche zu Nürnberg , wo-für ihm 1200 Gulden bezahlt wurden, v. Murr .
Wirsing (Adam) geboren zu Nürnberg , derSohn des folgenden Adam Ludwig (W-) Erstudirte die Gottesgelahrtheit, wurde ,790 Pfar-rer des Grafen Pückler zu Brunn und Hochholz,gab, verschiedener Verdrießlichkeiten wegen, dieseStelle auf, und privansirt seit 180V in seinerGrburtsstadt. Sto pirsch Forrsey. v. Will.In den von ihm herausgegebenen Schriften, triftman, von seiner Hand radirt, ein Bildniß Luther'snach Luc. Cranach.
^ — — (Adam Ludwig), geboren zu Dres,
den 17ZZ. Nach Nürnberg ging er 17H0. Vonihm nennt Meusel I. (1778.) Blumen, Vogel,Thiere, Küchenstücke nach Originalmalereyen,besonders nach Dietschischen, auf braunen undschwarzen Grund, die durch verständige Jllumi«»irung den Originalien nahe kommen. Bildnißdes Kastellans Pfinzing von Henfenfeld 176g.Ebenders. II. (1789.) nennt ihn nicht mehr.Dennoch starb er erst 1797. Ein schön gestoche-nes Bildniß von ihm ist auch dasjenige des sel.Pfarrherrn Lavaiers in ganzer Statur, nach Lips(1787 *). Anderwerts werden noch von ihm an-
») „Ob es" (wie es in Meusel's Mus.IX 257. heißt)" wegen der frappanten Aehnlichkeit eine lebendeAuaenweide" sev. ist uns unbekannt; und hinzugefügt wird dort: „Schade, daß dieser wackere Künstlermis dergleichen Stücken nicht häufiger per dem Publikum erscheint!"
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