Band 
Zweyter Theil [5].
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Wirr.

Wirsing .

geführt : Christus, wie er das Kreuz trägt (iM)und das — frohlockende Mädchen. Mag. Sachs.Geschichte V. 149. Baur. Teufel s tJ.LNisc. (>798.) Vlli. 1087. Liporvsky. /l^r.Einer unserer Kunstfreunde nennt ihn auch Zeich-ner, und Schüler von L Zucchi, und fährt dannalso fort: „ Das Gegenstück zu dein frohlockendenmacht das weinende Mädchen von Dresden , letz-teres nach Rotari; beyde sind gut mit dem Grab-stichel in 4°. gefertigt. In seinem Kunstverlage *)erschien, mit Kupfern von seiner eignen Hand,Sammlung meistens deutscher Vogel, gemalt von derJungfer Barb. Rea. Dietsch'in, gestochen undherausgegeben von A. L. (w), beschrieben undmir einer Vorrede von D. B- C. Vogel, 2 HefteNürub. 1772 bis 1777 Fol. ?IsntR rarioros,qusrum primam llecaäsm aoouravit O. Lh.Hac. ponteriorum curarn et illustrstio-

nem suscepit O. 6. Lü. Vo^el, auxiliantearte sua et toleratis sumtibns (^.) gr.

Fol. Dann stach er nach eigener Zeichnung (z. B.2766 das schon genannte Bilöniß des Pfinzing Fol.)und nach der von I. E. Jhle (z. B. den Kupfer-stecher Geo. D. Heumann Fol. u. a. m.); danndas schlechte Tilelkupfer zu der Uebersetzung vonPhl. Millers allgemeinem Gärtnerlexikon. Nürnb.1769 ff gr. 4°. nach S- Wale; anderes zu Schä-fer'S Abbildungen von Schwämmen. Regensburg 1762 ff. 40. u. s. f. Wirsing lieferte auch Pro-spekte ; so ;. B. die Ober - und die Unter - Burgbey Nürnberg , beydes in qu. 4°. Mensel ill.(2) 18Z. führt noch von ihm die Bildnisse desFürsten Carl Albrechts von Hohenloe-Schillings-fürst, des Rathsherrn Walthers von Rvthenburgund des Schaffner Zobel zu St. Sebald in Nürn-berg an.

wir sing (Caspar), von Schackendorf , erbauteihg 6 den steinernen Klockenkhurm zu Errck imHildburghausischen. I. W. Brauß Hiiddurg-hauser. Birchen- Schul- und LandeshisisrieIII. 324.

— — (Ch. I. C ), ein Kupferstecher, der

zu Hübner's Beschreibung von Salzburg . Das.2 Thle. 1792 — 9Z. 8° einen Prospekt und (diesnach A. F. H. von Naumaun) einen Grundriß(auf dem sein Name in Wirsing »erstochen ist)gedachter Stadt, beydes schlecht "in Fol. radirte;so wie anderes zu A. W. Roth's Eatalects bo-tsnica fsscic. ll. l.ips. 1800. 8°, Des SchadOinacorhek. S. 216. nennt ihn I. <5 Wirsing,Sohn von Adam Ludrv. (w), geb. zu Nürn-berg (wo er noch 179z lebte) Er lernte das Zeich-nen bey Jhle, »nd wurde ein guter Miniaturma-ler und Kupferstecher.

— — (I. C.), s. vorstehenden <th. I < 5 .

Wirsing.

— — ( ), ein Juwelier und ausgezeich-

neter Künstler seines Faches, dessen Arbeiten weitversendet wurden; lebte um 1800 zu Frankfurt a.Mai», und war ein Schüler von Mack zu Wien .

w irs n ig (Ch. I. C.), ein falscher Name fürobigen Cd- I. C- Wirsing.

wirr eigentlich wirrh (Franz Joseph),geboren zu Wirzburg 1749 und hier als Schrei-bemeister an der Universität und dem Gymnasiumbedienstet. Dieser geschickte Schönschreiber hateiniges über seine Kunst herausgegeben. Wirnennen davon: Anweisung zur Schönschreibekunstnach Grundsätzen, auf 14 Blättern gestochen und

verlegt von C- I. Stumpf in Würzburg 1798.qu. Fol. s. Siebold in der Frank. ChronikJahrg. 1807. S. 8ou. Er lebte noch 1810 in sei-ner Geburtsstadt. Mrc.

wirr (Franz Lavier), Kais. Königl. Hofme-dailleur zu Wien 179Z. Hof - und Graars-Schemariemus von Wien . Anderwerts, woer Mitglied der Wiener-Akademie genannt wird,heißt es, er habe auch eine Sammlung von 44Bildnissen der berühmtesten Männer des Alter-thums in Kupferstichen herausgegeben und gefer-tigt. Ueberhaupt bemerken wir von dieser Wie-nergraveurs-Familie, daß sie sich auf ihren Me-daillen bald Wirt (andern Orts sagt man auchWirrh) und bald Würth schreibt. Mrc.

— — (Fr. S-), soll, zufolge eines Gantka-talogs, nach eigener Erfindung einen schonen Kelchzum Andenken Kaiser Franz 11 . gr. Fol. in Kupfergestochen haben.

— — (Heinrich), wird 1791 als geschwor-der Zimmermeister bey dem Stadkoberbauanue zuMainz genannt. Mrc.

— — (Jgnaz), Hofkammer-Silberarbeiter zuWien 1790; ein in seiner Kunst berühmter Mann.Das Leipziger Jntelligenzblarr, Jahrgang1794. S- 412. sagt von ihm: „Er besitzt eineWalz - und Cylindccmaschine, durch welche er alleArten Musirung, Arabesken, Muschen u. drgl.,die bey seinen Arbeiten vorkommen, mit einemeinzigen Ourchzug verrichtet. Er erspart hierdurchdas kostspielige Graviern und Aufarbeiten, dasnoch dazu nie so gleich und einförmig geschehenkonnte, sobald es aus freyer Land gearbeitetwerden mußte. Wann aber eine Walze dieser Ma-schine vom beßtcn Stahl, die einmal gestochenenZeichnungen an sich hat, so kann man taufendevon Ellen in Einem Tage zu Stande bringen,und dadurch wird alles rein und scharf aus-gedrückt."

— — (Johann Baptist) Münzgraveur-Scho-lar an der Münze zu Wien >760. Baiser!, „»cdBönig!. Staars - und Grandeskalender auf1760.

— — (Jo. Chr), war 177« als Stadtwerk-meister zu Ulm bedienstet.

— — (Joh- Ludwig), der Glogauer-Königl.Kammerbauinspektor zu Lüden in Schlesien 1778.In 1792 erscheint er dort als Emeritus. Gchle-sische Jnsianrien-tJoriz. Breslau 8J

— — oder Wirth, auch Wärt oderWürrh (Johann Nepomuck), Kais. KöniglicherAkademienrakh, Kammermedailleur und Obcr-münzgraveur zu Wien , ein geschickter Mann inseiner Kunst, geboren zu Wien -753. Schon in178s kannte man von ihm zwey Schaumünzen inThalersgröße auf die erneuerten Universitäts -An-stalken zu Ofen. Bealzeitung 1780. S. 632 .Dann nennt Mensel II. (1789.) von ihm: Denk-münze auf.die Errichtung der Landstande in Ea-lizien und Ladomerien; eine andere für die Zög-linge der Kunstakademie zu Wien , und eine dritteauf die neue K-K. Josevhinische Akademie der Medi-cin und Chirurgie. Näher beschrieben sind diesedrey letzter» in Mensel» Miscei XVI. 2ön.XXll 248. und XXX. 364 - Nach Mensellli.(2.) > 83 . starb er am 27. Nov. i8in. Nikolai(Beisen IV. 619.) der ihn dann auch um 1780einen der vorzüglichsten Künstler seiner Gattung

") Er hatte denjenigen von Ger. Dan. Heumaan a» sich gebracht.