Band 
Zweyter Theil [5].
Seite
6024
JPEG-Download
 

Wissiug.

6024 Wiese.

Wkse, s. oben Wiese.

wlsenbeeger (Vitus). So heißt in vonMurrs Beschreibung der Marienkirche zuNürnberg S. i 5 . ganz ohne Weiteres, ein dorrtiger Baumeister um , 499 -

wiser (F. T. ). Nach einem solchen soll Pre-stei eine Frau in einem Walde oder vielmehr die

H. Theresia, Foi. in getuschter Manier gefertigthaben. M§c.

wisger auch (irrig) Wbirska, wihtskau. wirhms ka (Joh. Georg), geb. zu Mannheim 1722. Derselbe war um i 78 nalsPrägschneiderbeyber Kurfi'irstl. Bayerschen Münzstätte Amberg , und,als diese eingieng, bey derfenigen zu München ,wie auch als Lehrer der Zeichnungskunst am dor-tigen Schulhause (zu Ambcrg oder München ?)angestellt. Auch finden wir ihn irgendwo als aus-wärtiges Ehrenmitglied der Berliner - Gesellschaftnaturforschender Freunde verzeichnet. Neben sei-nem Hauptberufe kennen wir von ihm einige Ver-suche in geetzren und gestochenen Blättern. —Namentlich gab er eine Folge von iZ dergleichen,welche Fürstliche Personen beyderley Geschlechts,meist aus dem Kurpfalzischen Hause, bisweilen2, 3—5 auf Einem Blakt darstellen; alles friesen-ähniiche, vielleicht aus alten Basreliefs *) ent-lehnte Knieestncke auf klein Querfolio, und untenmit gereimte» Erklärungen versehen. Eilfe davonsind von ihm selbst gestochen. Das Zwölfte dann(des Herzogen Castmir's Pfalzgrafen bey Rhein )ist bezeichnet: M. Ao/iamia (vielleicht

des Unsrigen Gattin oder Schwester) pmx. /zm-ber^se. (). ll/l. Weissenbabn so. lVInn. Und dasDreizehnte (Friedrich V. Pfaligrafen und Kur-fürsten 1616.) mit der weiter» Untcrsebrift: sso-pie nach dem in Amberg vorhandenen Ori-ginal , und wieder von Weissenhahn gestochen.Noch kennt einer unserer Kunstfreunde von demUnsrigen ein Oktavblättchen in Aquatinta: Männ-liches Profil mit bedecktem Haupt und einem inArm gelehnten Stock, ohne Namen des Malersund Stechers; dann andere mittelmäßig geetzteEachelgen. wisger starb ungefähr zwischen den

I. 17^6 und ,7g» **) Das Pränumerantenver-zeichniß von Leveling's anatomischer Erklärungder Originalfiguren von Andr. Vesel. Jngolstadt178Z Foi. nennt ihn irrig Chipgger, und eben soirrig erscheint er bey Lmorvsky und bey MenselI. c. als Joh. Geo. Whirska.

— — (Jo-), ein geringer Kupferstecher zu

Mainz , von dem uns schlecht radirte kleine Hei-ligenbilder vorgekommen sind; er arbeitete auchzu dem von Joh. Wilhelm Jäger mit Anmerkun-gen übersetztem Buche des le Blond: Ausführlichabgehandelte Artillerie-Wissenschaft. Frankfurt ».Leipzig 8. a. 8°. nach Jägers Zeichnung. Wis-ger lebte um oder nach der Mitte des vorigenJahrhunderts.

wiskemann s. oben wisckemann.

Wiskotschlll (Thaddäus), Bildhauer zuDresden, geboren zu Prag 1755, lernte bey sei-nem Vater, nach dessen Ableben er verschiedeneReisen unternahm. In 1772 kam er nach Dres-den , und arbeitete bey dem Hosbildhauer Lang-bein. In 1770 stellte ihn der Graf von Eins,edelbey seiner Eisengießerei) in Mückenberg an, da

er dann Gelegenheit fand, seine Kunst auch in die-sem Fache anzuwenden. Seit ,782 befand er sichin den besondern Diensten des Grafen Marcolini.Seit dieser Zeit hat er verschiedene Werke in Me-tall, Holz, Stein, Marmor und Elfenbein ge-liefert. Seine vorzüglichsten Werke waren um ,78g:Germanicus und Caracalla, zwey kolossalische inEisen hohl gegossene Büsten, in dem GräflichenMarcolinischen Garten. Vier Satyren, in demZwinger unter dem Kunstkabinette. Eine Vaseim etruscischen Geschmack, in Pillnitz Das Por-trät des verstorbenen Generalpostmeisters, Grafenvon Gchönberg in Lebensgröße, in Metall gegos-sen, auf einem Monument, das zum Andenkendes Grafen auf einem seiner Güter errichtet wurde.Eine Gruppe in Stein über dem Portal des Grafl.Marcolinischen Hauses in der W'lsdrufer Gasse,Apollo und die Musen, nach der Länge des Stei-nes Hautreiicf gearbeitet; nebst zwey andern alle-gorischen Seitengruppen, deren eine auf d,e Bild-hauer - und die andere auf die Malerkunst sichbezieht. Mensel ll. Ebend. III. (1809) erscheinter nicht mehr. NcuernNachrichken zufolge starb er um1794 zu Dresden als Hosbildhauer. Nach ihmhat Capicup das neu errichtete Monument in derkatholischen Schüfe zu (Friedrichsstadt-) Dresdenin Fol. gestochen.

w' ß (Caspar). So heißt ein uns sonst ganzunbekannter Künstler in Nachrichten a. d. Schweiz (Meus. Mus XIV. 40.) der um 1794 eineVuo cko I'TIbbs^e er stes Olaclers gezeichnet-geetzt und illuminirt habe; „die Figuren seyenschlecht, die Berge hingegen und ihre Jllumiuirungziemlich wahr und gut."

* wl'sscher. So, orthographisch unrichtigerscheinen bey Gandellinl die Künstler visschecdes Lex. uud der gegenwärtigen Zusätze.

— — (Johann Heinrich), Sattler genannt,s. oben und in künftigen Nachträgen Sattler.

Wlssenburg auch wyssenburg (Wolf-gang), ein Gotlesgelchrter und Mathematiker;geboren zu Basel 1496 und hier gestorben >575.Von seiner Zeichnung kennt man eine Karte vonPalästina, die zu Sttasburg bey Richel erschien.

Wißhack (Georg) Bildhauer von Ulm, lebteim I. 1697 in Mögeldorf bey Nürnberg , undwar der Lehrer des russischen Hofbildhauers I.C. Ossners. Von ihm sieht man das marmorneMonument eines H. v. Welsner auf dem Ritter-gute dieserFamilie zu Neuhof. MeuseIsJ. Misc.XIV. p. 711.

* wisskng (Wilhelm). Nach Walpole ge-boren zu Amsterdam . „Derselbe" (heisst es beyFlOrlNo V. ,28) „war vielleicht der geschicktesteNachahmer von Lely. Er wicdmete sich unter derLeitung des Dodaens ***), eines Historienma-lers, der Zeichenkunst, reiste nach Frankreich undvon da nach England, wo er Lelys Schule be-suchte. Anfänglich arbeitete er für Lely, nachchess-sen Tode aber schwang er sich zu dem Range ei-nes Hofmalers Carls II. empor. Er malte dieganze königliche Familie und den Herzog vonMonmouth mehrere Male, wodurch er sich dieGunst des Königs und der Hofdamen crwarb.

*) Bey Meusel m (z.) 287 heißt es ausdrücklich: » Nach den im Kolleglengebäude zu Amberg hängendenPortraits."

*6) Meusel l. c. sagt hingegen bestimmt: 1797.

»0») v««c»wp, P. in. p. Z57. nennt ihn DoudvnS.

»