Band 
Zweyter Theil [5].
Seite
6029
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Witte.

602 S

Jungfrauen; der Genius des Kriegs; St. KarlBorromäus im Gebet vor dem Altar; eine aufeinem Rad, und eine andere auf einem Globusstehnde Figur, jene mit der Aufschrift: 8ervio,diese mit der Aufschrift: ffsveo. Wo nun dasGastmal der Vesihi, Esther bittet den Ahasverusum Gnade,^ und Aarons Schwester, welche dieTrommel rührt, welche oben Lipowsky uno deralte Katalog von Gchleisheim nennt, Hingerarthen seyen, ist uns unbekannt. Ferner weisen nochvon ihm auf: Die Gallerte zu Asten: St. Ste-phanus vor der H. Jungfrau knieend, eineH. Fa-milie mit St. Anna und dem kleinen Johannes dersein Lamm trägt, und den Markertod der St. Ursulaund ihrer Gespielen (vielleicht Scizze dessen zuSchleisheim), lauter ganz kleine Bilder. Eben-falls zwey kleine: Die Königin von Saba bringtSalomo Geschenke, und Christus mit der öffent-lichen Sünderin, nennt der Katalog von Oom-mersfelden, als von einem de Air, welcheaber wahrscheinlich dem klüftigen gehören. Gesto-chen nach ihm, neben dem schon oben Angeführ-ten, werden noch genannt: Die 12 Monate desJahrs, und Tag und Nacht, von Ambling;etwas uns Unbekanntes, von H. David und E.Eadcier; eine Geburt, von L-Kilian; eine H. Fa-milie, ein Abendmal, die Jünger von Emaus,die drey Marien am Grabe, Madonna mit Gt. Ste-phan und St. Loren;, Santa Maria Aegyptiaca ,und die sieben Sakramente, alle von I. Sadeler;die Bayerschen Eremiten von R. Sadelcr; dieMonate Mai und Julius von I. A. Ziminerinann.Eine St. Ursula und ihre Gespielen, wieder vonI. Sadeler, nennt der Katalog von Brandes einschönes Blatt, und daneben alles Obige selten,weil die Platten (es lohnte sich doch kaum derMühe!) im Kurfürst!. Schatze zu München aufbe-wahrt, und Abdrucke davon nur ausgezeichne-ten (?) Personen verabfolget wurden. — Eineunserer Quellen scheint dafür zu halten, daß einFolioblatt, welches die HH. Franz und Leo zeigt,von ihm selbst gcetzt worden sey.

Von unserm perer als Bildhauer und Bau-meister heißt es bey Milizia l. c. „ Herzog Albertvon Bayern berief ihn nach München , und dessenEnkel, Herzog Maximilian, der erste Churfürst,bediente sich seiner Kunst bey dem großen Cbur-fürstlichen Pallaste. Dieses unermeßliche Gebäudewurde zu Anfang des XVII. Jahrh, aufgerichtet,und der Churfürst wollte dabey selbst der vor-nehmste Baumeister seyn. Doch glaubt man, wiegesagt, daß der klüftige viel Hand dabey gehabt;wenigstens wurden ihm alle innere Verzierungenanvertraut. Die Stiege ist ein Meisterstück, dieman heut zu Tag aber suchen muß, da der Ein-gang verändert worden. Ein andres schönes Werkvon ssandldo ist das Grabmal Kaiser Ludwig desBayers in der Frauenkirche zu München , wasselbst St. Peter zu Rom zieren würde, an den vierEcken mit vier gigantischen Bildern von Soldatenmit Lanzen, als ob sie den Kaiserlichen Leichnamhüten müßten *)."

* Alrre (Peter de). der jüngere. Eine mitk-bezeichnete sehr schöne Landschaft, mit einerTanzgesellschaft staffirt, in der Gemälde-Samm-lung des H Schmidt zu Blel, wird für die Arbeiteines Künstlers dieses Namens gehalten.

Wittig,

Aitte (A.), Erbherr auf Falkenwalde undGräfendorf, bey Bärwalde und Grafendorf , kün-digte in 1809 an: Ein Werk über DeutschlandsRindviehrace», von ihm selbst gezeichnet und ge-stochen. Ein Heft (ZDl.) soll, nebst dem Textein gr. qu. Fol. kosten i Spez. Duk. illumin. unter(.Aufsicht (schwarz 12Gr. wohlfeiler).

— — (de) «in Holländer, der um 1790Ingenieur-Oberstlieutenant in Russischen Dienste»und zugleich Kaiserlicher Wasserbaudirektor an derDüna war. Georgs Beschc. v. Gr Derers-bürg 1790. 8°. S. Z4o. In dem Nordischer»Archive wird er um 180g als Ingenieur-Gene-ral genannt; damals fertigte er Entwürfe undPläne zu einer Vereinigung des Riemens mit derDüna .

* — — s. auch Wie und Arte oben u. i.Lexikon.

* Aitrel (Caspar van), ist der KasparVanvitelli, des Lex. und der gegenwärtigenZusätze.

— -7 (Johann Georg Gottlieb), wird indem Aurrernbergischen Adr-ß-Ha/idbuchauf 1768 unter den Dienern .des Klosters Adel-berg rubricirl als: »Closiersgüter- und Bau-meister."

Witteinann (Hans), Zimmermeister, dannVeiten Fischer von Gotha, Maurermeister, undHans Friese nebst Jerouymus Hochheim beydesSteiumctze von Langensalza , erbauten von lögZbis 1894 die Kirche zu Haßläben in der Graf-schaft Schwarzburg . Friedr Xchore Ein-weihung der neuen Lirche zu Haßlöben.Erfurt rüg). 40

Airrenbecher (Georg Niclaus und JoachimMartin), zwey Zimmermeister zu Hamburg 1806.

Aittenberg (Ludolf von), undWenzeslausvon Schwer; zwey Münzmeister, denen , 3 b 4 zuCöthen die fürstliche Münze auf drey Jahre verliehenwurde. Beck mann'« Historie des Fürsten-rhuins Anhalt IV. 554 -

Aitrge( ). Gemälde von einem solchen,uns sonst ganz unbekannten Künstler besaß 180gdie Dolkmar-Forsterische Galerie zu Nürnberg ,dlürnberger - Alinan.

*wittich, f. im Lex. und gleich nachfolgendAittig.

Aittgref (Peter Joachim), ein Steinmetz-meister zu Hamburg i8vv. Mxc.

Aitthauer (I. C ), ein Maler, nach demLeonh. Heckenauer den Prinzen Carl Friedrich vonAnhalt in gr. Fol. gestochen hat.

* Aittig (Dartholome). Nach DlabaczWard derselbe geb. 16Z0 und st. zu Nürnberg .Sein ilijg gemaltes und im Lex. erwähntes Bilddes Westphälischen-Friedens befindet sich auf dem

*) Benläufig bemerkt hier Milizin, mit gewohntem Scharfsinn: »Erwähnte Madonnenkirche zu München ist eine jener Gothischen Bauten des XV. Jahrhunderts, welche offenbar beweisen, daß es nur die Geräu-migkeit und WeitfchiMtigkeit derselben ist, welche ihnen Pracht verlieht, und daß Verzierung sie bloß ver-schönern kann. Gedachter Tempel ist, ohne einige Zi-rde, grandios, und flößt Ehrfurcht ein. In der Mittedes weiß marmornen Fußbodens befindet sich eüie kleine Vertiefung in Form eines Mcoschenfußes. Nimmtman darauf seinen Standpunkt, so bemerkt man im Gebäude kein Fenster, obgleich deren viele, »nd zwarso hoch als das Kirchenschiff sind. Denn das nämliche Jahrhundert, das den menschlichen Geist aufLiiiagrammen, Allegorien und ähnliche Possen verleitete, brachte auch diese architektonische Thorheitenhervor."

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