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Witkstein.
Willig.
dortigen Rathhause. Liporvskv (Nach demtJürn-bergee-Almanach,819. S. 173. gegenwärtig inder Galerie des sogenannten alten Schloßes da-selbst). Auch die Galerie zu Wien besitzt von ihmein Nachtstück, welches ein großes Banquet (wahr-scheinlich bey Anlaß eines hohen Brautlagers) ineinem mit Tapeten behängten langen Saale dar-stellt Unten in der Erke eine galante Devise,mit der Iahrzahl 1640 ( 5 * 8" br. 2^ hoch),kleine Figuren auf Kupfer. Gestochen nach ihmkennen wir einzig jenen Friedensschluß, von I. W.Stör, nach der Zeichnung von G. W. Heumann zu:Von Meyern's Nürnbergischen Friedens - Eyeku-tions - Handlung. Querfol. 1726 *); dann von ei-nem Ungenannten das Bildniß des NürnbergersHier. Widmann in Quarto.
wittig, eigentlich wirr ich, (CarlFriedrichAlbert), ein Conducteur zu Berlin , welcher i 8 , 3 .3 o Jahr alt war, wie wir irgendwo lesen.
— — (JohannGottfried), dann ein JohannGottbelf wittig, erscheinen gegen der Mittedes XVIII. Jahrhunderts, als Maler an derPorzellainfabrike zu Meißen . Mrc.
— — (Johann Gotthelf), s. vorstehndenArtickel.
— — ein Münzmeister zu kößnitz in Chur-sachsen, dessen eine Urkunde von 1286 gedenkt,s (Rlotzfch) versuch einer ChursachsifchenMünzgeschichre l. 22.
— — eigentlich wittich ( ), stach 1802
zu Band XXXV. der Sammlung der Reise-beschreibungen, die Mylius in Berlin verlegte,zwey Blätter. Die Figuren sind schlecht gerathen,das Beywerk an Landschaft dagegen besser. Obetwa der obige ssari F. A. (w.) darunter zuverstehen wäre? (l^c.
— — ( ), Scholar der Zeichenschule zu
Meißen, von dem man auf der Dresdner -Aus-stellung 1818, einen nach Casanova gezeichnetenKopf des Antinous in Kreide sah. Dann aufderjenigen von »819 drey Zeichnungen in Kreide;zwey Akte nach Schenau, und einen Jupiter.
wittig er (N. N.). Dieser Name steht aufeinem kleinen Gemälde, das dieser Meister nacheinem Holzschnitt Alb. Dürers, mit einem so gu-ten Verhältniß des Licht und Schaltens gemalt hat,daß es, ehe man den kaum kenntlich gewesenenNamen entdeckte, für eine Arbeit des GoberrFlink gehalten wurde. Mensel Misc. XVII.260.
Wirtigis (Jvv), ein Bürger von Mainz ,ließ in i 5 i >8 in seinem, vormals von JohannGuttenberg bewohnten, Hause daselbst, "zu Eh-ren dieses berühmten Buchdruckers, ein steiner-nes Denkmal errichten, das aber im dreyßig-jährigen Kriege zugrundging. He in eckeLglachr. III. 242.
*) Sollte dieses schon -649 gefertigte Bild einer sodurch den Stich vervielfältigt worden seyn?
witking (Christian Ludwig), Hofbauverwal-ter zu Hannover 1802, wird in dem Staats-kalender von dort genannt.
Wirrkamp (I. A- M.), ein Mäurermeisier zuHamburg 1806. Mrc.
wittke (Gottfried), Kriegs - undDomainen-rath, so wie auch Baudirektor in der Churmark,zu Berlin 1800. In 1792 erscheint er noch alsbloßer Baurath zu Berlin , und 1771 eben dort,als Kammerkondukteur,
wirrmanns ), zu Dresden , empfiehltsich durch den dortigen Anzeiger von 1802, alsStubenmaler „wie auch mir Glasmalerei aufSchilder in Clavicre und Pianofork'ö, und zu Ver-zierungen derMöbeln nach eines Jeden Geschmacke."Desto schlimmer!
Wirrowek, auch witdok, witdoek,witdouck, witdovek, wirdrek, wir-hoeku. Withouc (Hieronymus oder Johann),Kupferstecher, geb. zu Antwerpen um iboj. Ergehört noch unter die Stecher, die der besondernLeitung von Rubens genossen. Dieser Künstlerscheint sich einzig befleißigt zu haben, die großenWirkungen der Gemälde die er stach auszudrücken;er hat es aber oft auf Kosten der richtigen Zeich-nung gethan. Dieses Fehlers ungeachtet sind seineStiche sehr geschätzt, vorzüglich die, welche erin Helldunkel, unter der Aufsicht von Rubens ausgeführt hat, und die von bewundernswürdi-ger Wirkung sind. Liebhaber können Basan'sCatalog von Rubens , über die Verschiedenheitder Abdrücke und über die Veränderungen, diemit verschiedenen Werken dieses Stechers vorge-nommen worden sind, z» Rathe ziehen. Rost V.422 — 26. Auch hier sind seine Blätter nach Rubens und C. Schut mit vielem Detail angeführt, undnamentlich die Kreutzaufrichtung, und Jesus amTische mit den Jüngern zu Emaus ** , dannSt. Jldephons, der ein Meßgewand von derH. Jungfrau empfangt, und die EnthauptungSt. Justus, alle nach Rubens , zu seinem theilsSchönsten, theils Seltensten gezählt ***). NachSchut nennen wir hier bloß: St. Niclaus er-scheint dem Kaiser Constantin, und befreyk zwey —durch wen anders als durch Hofleute — verleum-dete Tribunen aus dem Gefängnisse (das Urbildbefindet sich in der Kirche zu Willebroeck). Diemeisten Blätter des Unsrigcn find von i 633 — 3 g.datirt. Gandellini macht aus diesem Künstlerirrig zweye: Hieronymus und Johaim. Nochbemerkt uns einer unserer Freunde: „Irgendwolesen wir, daß er ein Schüler des Cornel Schutwar, bisweilen irrig Hieronymus Wittswoekgenannt werde; eigenhändig aber seinen Tauf-namen theils Hans, theils Johann schrieb, undsei» Geschlecht theils Wirdrek, theils Wichoucund wirdouc.
wirrste:» (I. D ), ein geschickter Stein-metz zu Münden , einer Stadt in der Gegend vonGöttingen , wo er noch 181h etwa bo J. alt lebte.Nach seiner Aufnahme und Zeichnung hat Grapseinen Plan von Münden in qu. Fol. gestochen.
wichtigen diplomatischen Handlung nicht auch schon früher
*K) Von diesem Blatte wird bemerkt, es gebe Abdrücke davon in Helldunkel, welche unter Rubens Anleitunggemacht worden, und äußerst selten seyn sollen.
nnu) Bev Füßli iv. ,zz. ,72. u. 205. finden sich, nach Rubens , von dem Unsrigen vorzüglich ausgezeichnet:Melchisedeck, der den wandernden Abraham mit Brodt und Wein beschenkt; die Kreutzigung (schon erwähnteKreutzaufrichtung), und eine HimmelfahrtMariae. Alle drev Urbilder sind dort, nach Gewohnheit umständ-lich und vortrefflich beurtheilt.