Mus. 262. wo er Wizanie heißt, wird dasvon geurtheilt: ^Die Gegenstände waren nochziemlich gut gewählt; doch macht sie das über-triebene buntharte Colorit zur Fabrickwaare." In1801 gab er: Der Landschaftsmaler mir r 4 ,theils colorirren , theils schwarzen Blättern;bald hernach, auf gleiche Manier 8 BI. in Quarto:Malerische Gegenden in Sachsen , von ihmgezeichnet und gestochen, und r 8 o 3 Gegendenum Gamig und Dohna . Was es nun mit alsler dieser Kunstwaare für eine Bewandtniß hatte,fst uns unbekannt; und eben so, wo sich diran Gtmälde in Oel befinden, die er (nachMensel III.) theils nach der Natur, theils alsKopiern nach Moucheron, Jof. Rosa, Ruysdael und Klengel gefertigt haben soll. Für sein Bedeu-tendstes halt der Gantkatalog von Winkler zweysehr große Blätter: Schloß Stolpen , nach seinemnachfolgenden Bruder, I. F. wizani, und dasStädtchen Herrnhut, nach I. P. Veith, mit(treve üe oomplimen8 !) Deutsche und Franzö-fischen Erklärungen auf zwey eben so großen Blätstern. Er lebte noch zu Dresden i8iZ, wo er inDienste eines Schlesischen Herrn trat, und sichdort vor einige» Jahren — erschoß!
Seit der Redaktion dieses Art. vermehrt den-selben noch einer unsrer Freunde, theils im Msgemeinen, theils im Besondern, wie folgt:
Auf den Dresdner -Ausstellungen verschiedenerJahre, sah man Kupferstiche, noch mehr aberLandschaften und Viehstücke in Del (bisweilen auchin Kreide) von ihm. So z. B. in Oel, ProspekteSächsischer Gegenden nach der Natur: Kopieennach Jos. Rosa, Moucheron, Klengel, Ruisdacl,van de Beide, Everdingen und Pynaker (nachdiesem ein Seegefecht bey Algier ). Was seineArbeiten mit der Nadel (diese meist kolorirt) undin Aquatinta anbelangt, so sind solche sowohlnach eigner Zeichnung, als nach andern Meistern.Zu den ersiern gehören die 178g und 179« radie-ren und kolorirten Blätter in: Bilderbuch oderErzählungen zur Unterhaltung für Linder.Dresden bey Hilicher 8 . a. kl. 4° , wo die Land-schaft ungleich besser als die Figur ausgefallenist; mehrere Sächsische Gegenden 1791 in 4 ". ra-dirt und kolorirt; sechs kleine Sächsische Land-schaftsparkhien aus dem Grunde bey Gamig undeine Landschaft, die man auf der Ausstellungi8c>Z in Aquatinta von ihm fand rc. Dann nachKlengel eine Hirtenscene in Aquatinta; nach Ostade ,die Dorfkirmeß kl. 4 ". radirt und kolorirt; nachJ.A. Thiele, Gegend von Rabenau Fol. kolorirt(1791. Prcißl ioGroschen); nach Torenvliet einenBauer in Aquatinta; nach I. G- Wagner, drey 1791in 40. radirte und kolorirte Blätter: Rauenstein,Auma, und eine Gegend bey Meißen ; nachWouwermann ei» Black in Aquatinta, u. s. f.Außerdem haben er und sein nachfolgender Brudereine Menge Sächsischer Prospekte, sowohl gezeich-net als in Kupfer gebracht, für den Verlag desKunsthändlers Rittner zu Dresden , davon solcherdas Stuck für 4 bis 6 Thaler verkauft. In demPutzen und Restauriren alter Gemälde soll Carlnicht ungeschickt seyn.
Witzani (Johann), Kupferetzer und Miniatur-maler zu Dresden , geb. daselbst, von dem wirindessen nichts Anders wissen, als daß er, inobigerKathcgorie, in: Dresden zurLennr-niß seiner Häuser 1798 erscheint, und, (nachMeusel III.) ein Schüler von A. Zingg war.S> auch den gleich ff. Art. von Johann Friedrich ,
mit welchem wohl der Unsrige Eine und dieselbePerson ist.
witzani sJohann Friedrich, gewöhnlich Frie-drich *)), der jüngere Bruder des vorstehnden,geb. zu Dresden 177^, lernte als Landschafks-zeichner und Kupferstecher bey Zingg von 1787bis 1791, ging ungefähr r 8 c >3 als Landschafts-maler zur Porzellainfabrik nach Meißen , kehrtezwey Jahre später nach Dresden zurück, undlebte hier noch i8t3 als Kupferstecher und Malerin Wasserfarben und Miniatur. In 1809 zeigteer dem Dresdner -Publico sechs große Transpa-rents (zur Abendzeit) für Geld. Es war eineitaliänische Gegend; der Vesuv ; Adelstan undRöschen aus Hölty's Gedichten; das Gewitter;eine Bataille; und ein Sturm. Auf den Aus-stellungen seiner Geburtsstadt sah man mehreregezeichnete und kolorirte Prospekte von ihm; unterandern 1811 den Brand zu Königstein. Friedrichhat ziemlich viel Landschaften gestochen; so z. B.den Vesuv nach einemJtaliänerd8oi. Preiß 8 Gr.);den Brand der Vorstadt zu Görlitz nach Olden-dorp; das Städtchen Roßwein kolorirt in 4°.nach Carl Witzani rc. Er arbeitete aber auchnach eigner Zeichnung und gab ein Werk in Druckheraus, betitelt: Der Landschaftsmaler mit 14 jkolorirten und schwarzen Kupfern. Dresden beyGerlach 180,. 4°. Preiß 1 Rthlr. 8 Gr **). KellerS- 211. nennt ihn irrig Witzau, und der Dresdner Adreßkalender auf 181« giebt ihm eben so falschdie Taufnamen Johann Wilhelm . Vergl. auchoben den Schluß des Artickels seines Bruders.
Er lebte noch ,8,8 (nachdem er einige Jahre früherPensionair der Akademie geworden war) zu Dres-den und zeigte damals auf der Ausstellung einennach eigenem Entwurf gestochenen und kolorirtenProspekt von Pillnitz ; auf derjenigen von 1819dagegen eine in Aquarell gefertigte Zeichnung desFischhauses bey Dresden. Mrc.
Witz« nie, s. gleich vorstehnd Witzani.
Witzen, einer der vielen verderbten Namender oberwähnten Künstler witzani.
witzigmann (Johann), wurde in 1709,als des Grafen von M.ontford Special-Münz-wardein, an der Münze zu Langenargen ernannt.
Da er jedoch Geld auf eine »ngesetzmäßige Weiseausprägte, so wurde er 172h vom teutschen Reichezur Verantwortung aufgefordert. Hirsch teut-sches Münzarch. VI. 18. 48 - t>2.
Witzleben (Ernst Wilhelm Ludwig Georg,gewöhnlich Wilhelm von), wurde zu Gräfenlonnaim Kochnischen 177« geboren, trat 1788 bey demChursächsischem Infanterieregimente Prinz Clemenszu Langensalza in Militair-Dienste, nahm i8ie»feinen Abschied als Hauptmann und privatisirteseit dieser Zeit zu Dresden . Früher war er, nebstandern Personen mehr, dazu gebraucht worden,die Herzoglich Sächsischen Lande aufzunehmen. In1790 ließ er sich einigen Unterricht im Landschaftsszeichnen von Zingg in Dresden ertheilen, undsetzte solches Studium — ziemlich spät — 1812bey Klengel und darauf bey Faber (dessen Schüler)fort. Nach ihm haben gestochen: C. C M. Keyleinen Grundriß der Stadt Töplitz »nd des DorfesSchönau (in Commission bey Rittner. Pr. iliGr.);Franz Täubert zwey Ansichten aus Ungarn (wäh-rend eines Feldzuges scizzirt), nämlich der Pal-fystein bey Stampfen und das Felsenschloß Thebenan der Donau , beyde in qu.Fol. radirt und kolos
Es gehört aber ruverlaßig dem Unsern.