Band 
Zweyter Theil [5].
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Wunder.

eigenen Gebrauche malte, erhielt nachgehends derbekannte Madai in Halle für den Spottpreis vone Carolin. Mensel nennt den unsern noch t8i4als zu Daireuth lebend.

Wunder (Wilhelm Ernest), BrandenburgischerHofkomissar und Hofmaler zu Bayreuth . Meuselsetzt seine Geburt in 1718. Derselbe studirte erstTheologie in Jena: in Weimar aber widmete ersich der Malerey, unter Anführung seines Vetters/des Hofmalers Rentsch Nach Erwerbung dernothwendigsten Kenntnisse gieng er nach Erfurt /und erwarb sich durch kleine Bildnisse undKöpfe der Heiligen in den dortigen Klöstern schonviel Beyfall. Um sich aber zu vervollkommnen/begab er sich nach Bayreuth in die damals dortblühende Kunstakademie/ und wurde in Ausbil-dung seines Talents von dem Markgrafen Friedrichnachdrücklich unterstützt In seinen jungen Jah-ren malte er Thier- und Jagdstücke, und einigeBildnisse; alsdann Perspektive fürs Theater,Decken in Kirchen und Sälen. Nachher aberthat er sich in Blumen« Frucht- Thier- undKüchenstücken hervor. In seinen letzten Jahrenbeschäftigte er sich am liebsten mit Verfertigungkleiner Dauerngesellschaften und Schlachten. Erst. zu Bayreuth 1787. Mensel II.

— — ( ). Ein Künstler unsrer Tage,

zu Nürnberg . Das Titelkupfer von L. T. Becker'sMoosrosen. Nürnberg s.a. 8°. ist von ihm, nacheigner Zeichnung, sehr mittelmäßig radirt; sowieauch mehrere (für das gemeine Volk) selbst ge-zeichnete, radirte und kolorirte schlechte Bataillen-siücke in F. Campe's Verlag.

wunderer (Franz Taver), ein Maler vonLandshut. In der Kirche zu Oberaltaich ist dasAltarblatt: Joh. von Nepomnck, von ihm gemalt.In der nunmehrigen Universitäts - Kirche zu Lands-hut: Die Heil Anna. Zu Freising zierte er dasInnere der ehemaligen Stiftskirche zum H. AndreasmitFrescogemalden. Lipowsky. Derselbe scheintihn (i8iu.) noch unter die Lebenden zu setzen. S,auch Sinch in gegenwärtigen Zusätzen.

— — (Wilibald), ein geschickter Malerund Mitglied des innern Raths zu ... . er-richtete 1784 eine enge Gesellschaft von Menschen-freunden zu Unterstützung wahrer Armen, die sichBündniß der Menschenliebe nannte. Jour-nal von Deutschland TH-I 1 . S.2«4.

w^underl (Corbinian ), erscheint 1786 alsBauübergeher in Diensten der Stadt Wien .

wunderlein, f. oben winrerlein.

wunderlich (Carl), Doktor, ein Kunst-dilettante, um 179a Pfandamts-Actuar zu Erfurt ,lebte noch daselbst 1818. Derselbe malte sehrschöne Mignatur, dann auch in Pastell, ließ aber,zumal ersteres, seiner Augen wegen liegen. Dabeywar er auch ein guter Virtuose auf der Violoncelle.Gringhan neuer Taschenkalender für Er-furt 12°. 795. S. 70. löv. ^k/rc.

— — (Christian Gebhard), Johann Christ,und I. H. (W- ) der jüngere (dieser wohl einSohn von Christ. Gebhard); alle drey MäurerrMeister zu Hamburg 1806. Mrc.

— — (Georg). Der Sohn eines Chirur-gen, Bürger, Glaser und Glasmaler zu Görlitz ,wo er in Armuth ,675 (etwas über § 8 Jahr alt,wie eine Reisebcschreibung sagt) starb. S. Le-bensbeschreibung des Rathes Joh. Wun-derlich'« von I hf. Lochn er 17Z8,t Dresden ) 4°. S. 4. 5 .

Wunsch.

wunderlich (Gottfried). Ein Kunstmaler zuOhrdruf in Thüringen , schenkte 1700 ein von ihmgemaltes Nachtstück, was Luthern bey einem Lichteschreibend darstellt, in das dortige Fürstlich-tzohen-loesche Schloß. I. B Heller zehn Samm-lungen sonderbarer Merkwürdigkeiten Thü-ringens. Jena und Leipzig 173». 4° S.671.

— — (Johann Christ.), s. oben Christian

Gebhard W.

— — (I-H.), s. oben ebenfalls ChristianGebh. Wunderlich.

— — (Michael und Joseph Marquard),beyde von Plänen, erhöhten und erneuerten denThurm der großen Stadtkirche zu Schneeberg von1670 bis 76, nach den Rissen Joh.Heinr.Böhm'sdes ältern. Die dazu gehörige Steinmetzarbeit fer-tigte Joachim Kandier von Zwickau . Mit Michaelscheint man unzufrieden gewesen zu seyn; e» erhieltbald seinen Abschied. C. Melzec's erneuerteChronick von Schneberg S. i» 4 -

— — ( ), ein Maler aus Arnstadt malte um 1728 die Dorfkirche zu Grafenheim, imHerz.Gotha , aus; jedoch sind Kanzel ».Orgel vomGothaischen Hofmaler Doerffling. (G 0 thaisch.Kirch u. Schulstaat Th. l- St. V. S. 18.).

— — ( ) zu Sondershausen malle in

Miniatur und lebte in der letzten Hälfte desX VlI I. Jahrhunderts. Gerber'« Lex. der Ton-künstler. II. Anh. S. 63 .

— — ( ). Von ihm sah man Bild-

nisse auf der Dresdner -Ausstellung 179/ u. 1798;man nannte sie mittelmäßig gemalt.

— — ( ). Ein Zimmermeister zu Braun-schweig , wo er mehrere große Häuser erbaute.Er lebte noch 1789. Ribdentrop's Beschr.von Braunschweig 1. 8.

— — ( ), wird in der Schlesi-

schen Jnstanrien tZoritz auf 1792, als dama-liger Conductcur bey der Breslauer-Kammer an-geführt.

wundfch, s gleich unten Wunsch.

wunhard t (Andreas), Bildhauer zu Mün-chen , wo er um 1417 noch in hohem Alter arbei-tete und bald darauf starb. Er besaß eine vor-zügliche Geschicklichkeit, den Köpfen seiner ge-schnitzten Figuren natürliche Haare so tauschendeinzusetzen, daß es schien, sie wären aus demKopfe gewachsen. Auf solche Art verfertigte erein Kruzifix anderthalb Spannen lang, einen lei-denden Christus in sitzender Stellung (Christus inder Rast, auch Herrgottsruh gewöhnlich genannt),und ein Ecce Homo. Diese drey Stücke hatte erfür seine Tochter, die sich in dem Kloster, derRidler, oder auf der Stiegen genannt, in Mün-chen alS Nonne einkleiden lassen wollte» welcheaber wenige Lage vor dem Eintritt in dasselbe starb,bestimmt; daher der Vater nach Ihrem Tode diesedrey Stücke dem genannten Nonnenkloster zumAngedenken gab. Lob- Dank- und edren-reiche Gedächtniß von dem Jungfrauklosterauf der Stiegen (deren Riedler benamset) zuMünchen rc. (München -693.) S. 14 —17. undS. 91. Lipowsky 11 . 276.

Wuniansky ( ), ein Maler zu Prag ,

nach dessen Zeichnung Anton Birckhardt (v. 1750.)gestochen hat. DIabacz.

Wunsch (Johann Georg), Münzmeister in

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