Band 
Zweyter Theil [5].
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Wunsch.

Dienste» von Churpfal; 1721. Michael (viel-leicht sein Bruder) erscheint eben auch in sol-cher Bestallung 17Z2; und Johann Michael(vielleicht der Vater) desgleichen 1694 und i?u8./. Elster's pfälzische Münzen 1 . 33 ». 548.408. 419.

Wunsch (Johann Melchior) wurde 169) alsdes Bischofs von Würzburg Münzmeister ange-stellt. Hirsch teutsch. Münzarch. V. 3 / 4 .

— — (Johann Michael), Münzmeister,

f. oben Job. Georg Wunsch; und

— — (Michael), eben so.

— — eigentlich wundsch (SophiaEleo-

nora von). In Schummel's Breslauer-

Almanach I. Bresl. i8»t. 8°. S. 33 /. findet sichein Nachtrag wegen eines Aufsatzes über sie indem Allgem. Lirrer. Anzeiger 1798. S. 607,wo es heißt, sie sey von Groß-Jänowitz gebür-tig. Dies zieht man jedoch in Zweifel, obwohlsie sicher in Schlesien geboren wurde. Sie isteine Dilettantin in der Malerey, die sie spaterbey dem verstorbenen Felder und noch (also r8oi.)bey Ferguson (beydes Künstler zu Dreslau) rück-sichtlich des Oelmalens erlernte und weiter fort-setzte. Eine Opferpriesterin nach der Therbusch ,rechnet man zu ihren beßten Arbeiten. Diese Dame,die sich auch als Dichterin dem Publikum bekanntgemacht hat, ist an einen Herrn von Korzfleischverheiralhet.

— — (Tobias), ein Kunst- und Zier-gärtner zu Lauban um 1760.

— — s. oben Wuensch.

Wunschein (Niklas), ein BöhmischerKünstler, nach dessen Zeichnung von 1801 W.Berger 1808 das Schloß Elbogen gestochen hat.Dlabacz.

w u rfba in (Johann Paul). Der Sohn einesKaufmanns, geb. zu Nürnberg i 655 und hiergest. 1711. Dieser Arzt war in der Musik undMalerkunst bewandert; sein Bildniß hat I. G.Puschner in 4°. gestochen. Mrc.

wurky, s. unten Wurky.

wurm, eigentlich Wurmb (A- L-), einEdelmann in Thüringen um 1/17. Wir kennenvon seiner Hand Mehreres in Tusche, Saft- undDecksarben; als : Gewürme, Thiere, Vogel,Pferde die schulmäßig zugeritten werden rc. Diesezu Bendeleben , Großenfurra und Gebesen (Güterseiner Familie, wenigstens ehedem) ausgefertig-ten Zeichnungen waren gut und charakteristisch gera-then, wenn man auch deren Entwurf und Aus-führung steif und ängstlich nennen mußte. Einnachgetragener Art. über den Unsrigen lautet:»Derselbe hieß Anron Ludwig, war Königl.Pohlnisch - und Churfürstlich - Sächsischer Kammer-junker, wurde 1686 geb. u. st. 1769 zu Großen-furra bey Nordhausen in Thüringen . Dieser ei-nige und geschickte Dilettante malte noch wt. 43.recht artige Miniatüren nach der Natur. Einesolche aber von ,717 die eben vor uns liegt undwilde Enten darstellt, ist von einer kostbaren undwunderzarten Ausführung. Mn.

Wurzelbauer.

wurm (Joachim), ein Goldschmied zu Nürn-berg , in der letzten Hälfte des X V). Jahrhunderts.

— — oder Wurmb (Wilhelm), ein De-corations- und Theatermaler zu Hamburg 1808.Hamburgisch. Adreßbuch.

Wurmb, f. gleich oben wurm.

wurmser (Niclaus), der schon oben indiesen Zusätzen s. v. issicolaus erscheint, gebür-tig von Straßburg , ein Hofmaler Kaiser Carl kV.Eine Art Bestallung oder Privilegium, welche der-selbe von gedachtem Fürsten (Dat. Prag i 35 g.)erhielt, lautete wie folgt: Oominns Imperatorkecit Araciam llka^istro Mcolao ckiotosie KrAentina, ^ictori suo proprer lioc, utüiliZentiori stuüro pln^at looa et castra, ackgus cleputatus kusrit, qnoä ipse pos^it cliz-xoners, le^sre 6rc. sversieht sich über sein eigenGut! *)). Auf dem Schloße Carlstein in Böhmen (Andre sagen auch, in der Wenceslaus -Kapelleder dortigen Domkirche) finden sich Arbeiten vonihm, an welchen der Faltenwurf vor demjenigenanderer seiner Kunstgenossen vorzüglich gerühmtwird. Er hatte einen markigten, fetten Pinsel;die Farbe der höchsten Lichter steht noch heut zuLage leicht tokkirt aufgetragen; seine Carnationist frisch. F, 0 rilI o's Deutschland l. r 28 — 3 ».spsrz. In derb). Bibk.d. Schön. w XXV. i 3 o.heißt es: „Jene Bilder zu Carlstein sollen in Oelgemalt seyn, und nebst vielen andern zum Be-weise dienen, daß diese Art Malerey lange vorJohann van Eyck erfunden worden." In Deut-schen Galerien kennen wir von ihm einzig in der-jenigen zu Wien : Den Heiland am Kreuze,unter weichem Maria und Johannes stehn, iuganzen lebensgroßen Figuren (iV 7" hoch, 4 ( 9 " br.)mit der Jahrszahl i 35 /. Gerning nennr es schön.Des Unsrigen ist auch Oben, im Art.Tbeodorichs,Hofmaler Carls IV. gedacht worden.

Wurschbauer (Johann Baptist), Kaiser-lich Oestreichischer Münzgraveur zu Günzburg >799.Sraars- und Adreßbandbuch des Schwä-bischen Rreises auf 179g. B. ll- Ulm. 8".S> 226.

* wurzelbauer(Benedikt), st. zu Nürnberg .Der schöne Brunn, der vor der St. Lorenzkirche daselbst steht, und 82 Etn. wiegt, ist ( 158 g.)von ihm verfertigt und gegoßen worden. Auseinem Steinbaßin erhebt sich die runde Säule,um welche in zwey Reihen 12 metallene Figurenstehn; sechs nackte Kinder, das Stadt Wappenhaltend, und sechs Frauenbilder (so viele Tugen-den. mit passenden Emblemen); zu oberst dieGerechtigkeit mit der Wage, einen Kranich zurSeite: Alles im herrschenden Geschmacke desGolzius gezeichnet; der Guß ganz vorzüglich.Vlürnberger- Alman. von 1819. G. 85 — 86.S. dieses Kunstwerk abgebildet auf der Pl. 12.der Doppelmayerscheu histor. Nachrichten; dannin G. A. Böckler's ^rckiitectura curio8a vova,und endlich auch auf einem besondern Octavblatte,mit der Inschrift: lckuHus kontis r - seüilitio?. V. s.oest'olkol2. Nach Prag wurde Benedikt1600 berufen, und der dortige sehr geprieseneSpringbrunn (mit Venus, Cupido und einemDelphin), welcher 5 »Ctn. wog, wurde von ihmeben so schön gefertigt, als glücklich gegoßen.

S) Noch in einer zweyten solchen Urkunde (Dat. Nürnb. iz6o.) befreyt der Kaiser ein Grundstück des Künsslcrs zu Morste (Morzin a. d. Karlssteiner-Herrschaft) für sein Lebtag von allen Abgaben (ab »wu, oe»«»<7o//ecrs s. ero.). Die Quellen der Nachrichten über ihn nennt Dlabacz V.

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