Band 
Zweyter Theil [5].
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6076
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Wyngaerde.

Wyssenbukg.

Ausführung werden von Kennern gesucht, obgleichdie Zeichnung darinnen nicht immer ganz richtig ist.Rost VI. 8 ^- 85 . Dort werden von ihm genannt:Zwey Weiber, die ein schlafendes Kind beymAcht betrachten (schönes Nachtstück), und, alsGegenbild, die Frau auf einen Todtenkopf gestützt,vor einem Spiegel (Oursus mund !), das erstewenigstens nach Callst. Der Heiland auf demGrabe, von den beyden Marien gehalten undvon Engeln umgeben; dann Achill von Ulyßesunter den Mädchen am Hofe des Lycvmedes er-kannt, beyde nach van Dyck . Nach Rubens :Simson, der den Löwen tödtet; Christus erscheintder Magdalena; Hochzeit von Theils und Peleus ;Bacchanal, schön und selten; Soldaten in lär-mender Zeche. Eine Versuchung von St. Anton,und Bauern beym Schmauchen und Trinken,beyde nach Teniers . Die Rückkehr aus Egypten,wo Maria einen Strohhuk trägt, nach I. Thomasschön geetzt; eine St.Catharina, ohne Namen desZeichners; endlich ein Bildniß des altern LucasVorstermann im Alter, nach Livens (dies wunder-schön). Aus seinem Verlage, welcher die Blätterder beßten Meister seiner Zeit und seines Landesenthielt, führt dann einVerzeichniß meines sel. Va-ters sehr Vieles an; darunter eine Folge Bild-nisse von an die 40 Kardinälen.

Wyngaerde (I.) fertigte das Titelkupferzu Sleidan's Buche: De guatnor mongrckiis.I.u§d. 6st. sp. kelicem I.0PS2 de Harr, l66g.12°.; dann das (vermuthlich schon früher ge-brauchte) zu der Uebersetzung von Alex. Röstensunterschiedlichem Gottesdienste in der ganzen Welt.Heidelberg , verlcgts W. M. und I. A. EutersErben 16,4. 8°., ein ziemlich schlechtes Blatt.

* s. auch (Anron) wingard im Lex.

in Fürstlich Jülichschen Diensten) Münzmeister.S- Hirsch Teutsches Münzarch. VII. 247.227.270. 401. 404. 421.) Bey unsrer Quelle herrschtin Betreff der übrigen eine besondre Verwirrung,indem bald der eine, bald der andre als der Vaterangegeben wird , und dabey ihre Zunamen hier unddort aufdie verschiedentlichste Weise geschrieben sind;nämlich: weintgens, weinzen , wenigen«,wincken, winden, Windgens, Wingens,Wingers, wintgens; den wahren darunterherauszufinden ist eine pure Unmöglichkeit, dochmöchten wir fast glauben, daß wynrgis (welchenNamen unsre Quelle nun grade nicht angiebt)solcher sey. So eben findet, wir noch, I. c.444 - 46 o. daß Heinrich auch Münzmeister derAebtissin von Thorn war, jedoch aus ihren Dien-sten und aus dem teutschen Reiche entwich. Zudieser Familie mag ferner ein Bernhard wein-zen gehören, den die Stadt Campen ivi 5 zuihrem Münzwardein begehrte (s. l. c. 42Z.), undein Johann wincken , der sich 1618 als Münz-meister der Stabt Campen, in einer Untersuchungbefand, (s. 1 . c. 444.)

wynrgis (Bernhard)'

(Heinrich)

(Johann) .

Münzmeister undW«rdeine,s. gleichoben BalthasarWynrgis.

(Melchior), 6er, cursv. So

soll ein allegorischer (oder satyrischer) Kupferstichin qu. Fol. nach Carl van Mander bezeichnet seyn,auf dem man zwey lahme verstümmelte Kriegs-männer wahrnimmt, die sich um den Besitz derErde streiten: ksr non est Melchior magetwa bloß Verleger dieses Blattes gewesen seyn.

wyns (Georg). Mit seinem exend, ohneden Namen eines Stechers, sollen folgende dreyBlätter bezeichnet seyn: Christus vom Kreuzgenommen und auf der Erde liegend, wird vonder Maria, den Weibern, Johannes u.s.f. beweint;ein Marienbild schläft zwischen zwey Engeln inFol.; Maria, auf deren Brust das Kind: Im-mscnlsts parens Lcc. in Fol., dies nachMabuse.

wynrer (H.). Irgendwo führt man voneinem solchen (wir denken doch als Kupferstecher)zwey Soldatenfiguren in Fol. an. Mrc.

Wpon (Everh.), Münzgraveur des Churfür-sten von Cölln , zu Cölln. In dem Büchelchen:Lurze Beschreibung des Lebens der H. Adel-heidis, Aebtissin zu Vilich. Bonn ,764. 12°.findet sich auch das Titelkupfer, mit dem Bild-niß dieser Heiligen, von ihm (der somit zu da-maliger Zeit lebte) schlecht gestochen.

(P.). So soll ein geringer Kupfer-stecher heißen, der d,s Bildniß von JohannKarger gestochen habe; dann ein andres Blatt in4 °., wo ein Herr der, auf einem Throne sitzen-den, Wahrheit etwas darreicht.

wy nrerbach (Doys von der) und Jacobpröglin von Pforzheim ; zwey Münzmeister(eher wie wir denken Münzpächter) denen KaiserSigismund 14,8 die zu Frankfurt a. M. und zuNördlingen neu zu errichtende Gulden - Münze,auffünf Jahre verlieh, voys scheint bis i 45 t dieNördlinger -Münze versehen zu haben. Bey-schlag'« Beytrage zur Runstgeschichre von

Nördlingen . St. IV. und V. S. 44 - 5 i. 52 .

wynrgis (Balthasar) war , 58 Z der StädteCampen, Deventer und Zwoll Münzmeister, undhielt sich auch noch i 58 g, wo er nicht mehr in solcherBestallung war, in diesen Städten auf DerAbt zu Werden wollte ihn , 6 i 5 als Münzmeisternach Mühlheim setzen. Ein Heinrich (W-) warvorher zu Oberissel, dann seit 1V11 zu Eleve (hier

Wy rauch (Johann), ein alter deutscher Bau-meister, vollendete 1487 das Gewölbe an derönst bereits i 33 ö durch Johann Tbene und)erer Armknecht erneuerten Stiftskirche zu Hei-igenstadt auf dem Eichsfelde, wie eine dort be-indliche Inschrift besagt. Joh. wolf's Ge-schichte von Heiligenstadt . 8°. Götting. 1800.S. 129. Fiorillo (Deutschland ) II 4 »-

wyß (Emanuel). In Blumenbadh'sAbbildungen narurhistorischer GegenständeHeft IX. Götting. i8uy steht man den Kopf unddie Kralle eines Lämmergeiers, nach der Zeich-nungdes vorzüglichen Ornithologen und mei-sterhaften Zeichners Lm.wyß in Bern .''

Wyssenburg, s. oben Wissenburg.