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Zaccholino.
der von Statuen, antike» Schaumünzen u. f. w.Nachrichten schrieb; dieses Werk aber blieb nachseinem Tode liegen, und würde ganz in Vergessengekommen seyn, wenn nicht Albern Leander inseiner Beschreibung von Italien Auszüge davongeliefert hätte.
* Zaccholino oder Zaccholini (Matthäus).Derselbe machte durch seine theoretischen Kennt-nisse der Perspektive sowohl, als durch die eigeneAusübung derselben, zu Anfang des XVII. Jahrh.Epoche. Domcnichino und Poußin erhielten darinvon ihm Unterricht. Sein eigenes Schönstes indieser Kunstgattung bemerkt schon das Lex. DieOriginalhandschriften dessen, was er darüber inSchrift verfaßt, liege» in der BarbcrinischenBibliothek. Poußin ließ eine Kopie davon neh-men; sie handelten hauptsächlich von der Lineal-Perspektiv, von den Schatten die durch recht-linichte dunkle Körper erzeugt werden, von Er-zeugung und Wirkung der Farben, von derFarben-Perspektiv u. s.f. Ob je etwas davon inDruck erschienen sey, ist uns unbekannt, undeben so, was Cl-Goyrand nach ihm soll gestochenhaben. LauLr (Lci.lers.) ll. 2io. Fiorillo III.iZj. Anm. v.
* Zach, s. im Lex. und unten Zaech.
Zachari'ae (Bernhard). So wird irgendwoein Kupferstecher genannt, der die vier Tugendenauf 4 Blättern gefertigt habe. Es ist dies abereine falsche Angabe; indem solche Blätter vonBernhard Zaech (unten als Zech) gestochenwurden.
Zacharias (Daniel), erlernte die Gold-schmiedskunst bey Niclaus Bulle zu Dresden ,und erscheint als Geselle 1676. In gedachterStadt ließ er sich jedoch nicht nieder. Ec.
— — (Ferdinand Ludwig ). In 1766 zuDresden , wo sein Vater eine Anstellung beyHofe hatte, geb. und hier noch 1814 als geh.Finanzregistrator bedienstet. Er wiedmete sich vonJugend auf den ökonomischen, und den schönenWissenschaften; sein Bruder Friedrich Adolphertheilte ihm dabey auch einigen Unterricht imLandschafkszeichnen. Zacharias begleitete 1802«inen Graf Neltelhorst »ach Curland , kehrte schonin demselbem Jahre wieder zurück; mußte spateraber auf Churfürstliche Unkosten eine wissenschaft-liche Reise nach Schlesien (1806.) unternehmen.In den Anzeigen der Leipziger ökonomischenGesellschaft (deren Ehrenmitglied er ist-findet maneinige Risse, die Sprink u. a. nach ihm radirt haben.Der Unsre besitzt eine Sammlung von Gemälden(er hat davon einen kleinen Catalog drucken lassen),Mineralien rc. Sein Bruder Friedrich Adolph,geb. 17 jb zu Dresden , trat 1760 in das dortigeJngenieurkorps, wurde 1767 als Jnstruktions-Officier zu dem Infanterieregimente Prinz Antonversetzt, nahm 1776 seinen Abschied und st. 1777zu Dresden . Dieser zeichnete artige Landschaftenmit der Feder. AAc.
— — (Friedrich Adolph), s. seinen gleichvorstehnden Bruder Ferdin. Ludrv. (Z.).
— . — (Johann Daniel), ein geschickterZuckerbäcker, der zu Dresden um 17^7 in Dien-sten des Grafen Gersdorf stand. Gelegenheils-schriften rühmten damals seine Geschicklichkeit infigurirten, aus — Zucker gefertigten Tafelaufsätzen.
Zachar 0 ff ( ). Rußischer Etatsrath und
Pros. der Baukunst, Zögling der Akademie, erhieltn ib'o 5 den Auftrag, ein Gebauv für die Bronze-
Zachtleeven.
gießere» zu errichten, welches sehr wohl gelang, sodaß bis jetzt über 65 Statüen, die Büsten, Va-sen u. s. f. ungerechnet, darin gegoßen worden.
Zachau (Dietrich Philipp), Münzmeister derStadt Lübeck . Seinen Namen, mit der ChifferV.P.L findet man auf Thalern gedachter Stadtvom 1 .17^8. Madai Thaler Tabiner N°. 5 oih.und die Zusätze zur zweyt. Forts, desselben.
Zachenberger (Anton), geb. zu Jngolßadk,und wurde zu München als Bildhauer ansäßig.Dies ist Alles, was uns Liporvskz» (1810.) nachwestenrieder von ihm zu berichten weiß.
— -- (Jos.), geb. zu München 17ZS,
lernte bey seinem Vater (etwa dem Obigen) undbey Joseph Russin. Alsdann arbeitete er in derPorzellansabrike zu Nymphenburg , und malteauch auf Taft und beguinartig (?) an dem schö-nen Kabinek des Grafen von Tattcnbach zu Mün-chen acht ganzer Jahre lang. In der Pfarrkirchedes Marktes Au, Landgerichts Moosburg , findetsich von ihm ein Christus am Kreutze, nachvan Dyck. Lipowsky.
Zacher (Jeremias Victorin), war 1702 alsBauschreiber zu Görlitz bedienstet.
Zachmann (Hans), von Zittau , erbautein dem unfern gelegenen Herwigsdorf i 5 g 6 dieEmporkirche. Eckarth's Beschr. von Her-rvigsdorf 17Z7. 4°. S. 110.
Zachner (Andreas). So soll ein Bildhauerheißen, nach dem die Gebrüder Andr. und Jos. -Schmutzer zu Wien eine Statue des H. Liberiusin Fol. gestochen hätten. A-n.
*Zachtleeven, Sachk-Leeven, auchSaft -Leeven u. Zafrleeven (Cornelius).Einige halten ihn für den ältern Bruder von demnachfolgenden Hermann, aus dem unzuläng-lichen Grunde, daß nicht des letztem, sondernsein Bildniß in der Sammlung von van DycksMalerbildnissen sich befinde. Vorzüglich schätztman seine Corps de Garde, wo Offiziere undSoldaten spielen und zechen, und zumal seinemit Waffen, Fahnen, Trommeln u.s.f. verziertenHintergründe, Alles, mit größter Wahrheit undGenauheit, unmittelbar der Natur nachgebildet.Seine Bauerngesellschaften in Teniers Geschmackehaben ihr Verdienst. Ein schönes Bild von dieserArt sah'Descamps noch (1750.) in der Galeriedes Prinzen Carl zu Brüssel; und überhauptManches, theils Gemaltes, theils Gezeichnetes(er zeichnete sehr viel) in den vornehmsten Hollän-dischen Kabinetten. 195 — 96. Daß
er sich auch — und wie? an Geistliches gewagt,werden wir bald unten vernehmen. In Deutsch-land besitzen von ihm: Die Galerie zu Wien eine 5 ' 8" br. und 11" hohe Landschaft, mitFiguren, wo Reisende im Schalten hoher Bäumeliegen, mit i6jh datirt. Diejenige zu München oder Schleisheim eine Verkündigung des Engelsan die Hirten, die sich, nach eingenommenemAbendbrodt, mit ihren Weibern belustigen, undeine Anbetung der Hirten, wo ein Mönch nebender Krippe mit einem Rosenkranz liegt, im Hinter-grund eine Gruppe von — tanzenden Bauern undBäuerinnen, jedes 2^ 1" hoch, und 5 ^ 1" t/" breit,also (in jeder Rücksicht) wahre Pendants. Gal;*rhalum einst eine kleine Landschaft, mit einerFlucht nach Egypten staffirk. Der Söder (vonihm, oder von Hermann?) ein ganz kleines Bild:Alter Bauer, der sein Weib umarmt. H. Hof- undLandgerichts-Advokat Schmidt zu Rkel (1809.)das Innere eines Bauernhauses und Stalls. Donihm selbst mit vielem Geiste geetzt kennt man: