Band 
Zweyter Theil [5].
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6121
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Zagel.

6L2k

4 > Sk. Ursula in einer Landschaft, liest stehnd ineinem Buche, und hält in der Rechten einenWurfspieß. 4°.

5 . St. Catharina, in einer Landschaft stehend,hält einen Stock, oben mit einem Kreuze,womit sie den Satan zu ihren Füßen durch-sticht 4°. Anderwerts heißt es, wohl min-der richtig: St. CatherinenS Enthauptung.

6 . Große Landschaft mit einer Heiligen auf denKnieen, welche die Marter erhalten soll,zerstreute Composition in drey Gruppen.Hauptblatt, unter dem Namen der Ent-hauptung von St. Catharina bekannt. Gr.Fol.

7. Sk. Christoph, der das Kind Jesus übereinen Arm des Meers tragt, und unter derLast zu erliegen scheint. 4°.

L. Marter von St. Sebastian, mit einer Gruppevon neun Figuren, deren eine auf den Knieenbey einem Mann zu Pferde für den HeiligenFürbitte einzulegen scheint. Sehr schönesBlatt in qu. Fol.

g. St. Barbara, zu den Füßen ihres Vaters,der mit erhobenem Schwerdt sie todten will;vor ihr ein Pokal mit einer Hostie. 4°-

10. Nackte Frau in einer Landschaft, sieht aufeinem Todtenkopf, und halt in der Rechteneine kleine Kugel mit einer Sonnenuhr darüber.Gr. 4°.

n. Frau in einer Landschaft, breitet den Saumihres Kleids über eine Eule, und blickt aufeine blitzstralende Wolke, wo die Wort« zulesen sind: Duck stick. iblio. 4°-

!2. Der Philosoph Aristoteles , geht auf allenVieren, um der Buhlerin Phryne zu gefallen,die mit gehobner Geissel ihm auf den Schul-tern sitzt, mittlerweile Alexander, von einerjungen Schönen geführt, in den Garten tritt,wo dieses vorgeht. 4 °. Höchst selten. DiesesBlair ist auch unter dem Namen Sokrates und Xanrippe zum öftern behandelt worden.(Bey L-porvsky wird auch genannt: Damereitend auf einem — Großvezier).

ls. Reuter in einer gebirgigten Landschaft, renntim Galopp, mit einer Dame hinten auf. 4°.

Zagelmann.

14. Junge Dame umarmt in einem Gartenhauseinen jungen Kavalier, den man vom Rückensieht. 4°. i 5 oZ. Sehr fein gestochen.

1 5 . Ein Kavalier und eine Dame sitzen im Gesprächin einer Landschaft. 4^

16. Marsch einiger Kriegsleute, von einem Fähn-drich, einem Tambour und einem Pfeiferangeführt. Qu. 4 °

17. Große Galla zu Müttchen. Der Herzog aneiner Tafel spielt Karten mit einer Damemitten unter seiner Höflingen, von welchendreye im Tanz und zwey im Gespräche be-griffen sind. Ein sehr seltenes Blatt in gr. Fol.der Große Ball genannt. i 5 oo.

18. Tdlirnois zu München in Gegenwart des Ho-fes i 5 oo. Das Große Tournois genannt.Gr. Fol. Pendant des vorigen, und ebenso selten.

19. Lr'porvsky nennt noch: Den Bauer, der miteiner Däurin tanzt.

so, Eine unsrer Handschrtften (wohl in Verwechs-lung mit N°. 18.) die Krönung eines Königs.

LTlalpö, der die Geburt unsers Künstlers inihho setzt, sagt daß der Abbe kNarolles 22,seiner Blätter besetzen habe, welche ins Kaiser!.Kabinet gekommen seyen, deren Alter übrigensihren einzigen Werth ausmache. Sein Mono-gramm bestand in einem bisweilen verkehrt.Von Theodor Zage!, den LNalpe, auf gutGlück bin, einen Anverwandten von LTiarehausnennt, führt unsers Wissens einzig Fl. le Lomre(und wohl nach ihm Gandellini s. v. ^a§üc/)ein kleines Blatt an: Eine Frau, die man voMRücken sieht. Seine Chiffer bestand in einemverschlungenen T. und Z.').

Zagelmann (Johann), ein Geflügelmaler,geb. zu Teschen 1720. Er arbeitete zu Wien , undst. dort -708. 7 l 7 rc. In der K.K. Bildergaleriebefinden sich von ihm zwey Bilder (2^ 4 " br.io" hoch), worinne die Landschaft von Brandgemalt ist. Der Birkenstockische Gemälde - Cata-iog rubrizirt von ihm, auf Leinwand gemalt(5- br. 2' 4/2" hoch) ein Bild mit Früchten.

,) Noch erhielten wir, durch die Güte eines unserer Kunstfreunde, über Mattin oder Matthäus Zagetff. Notiz:

„Da man von diesem Künstler bisher überhaupt nicht mehr als 22 Bl. kannte, welche noch höchst sel-ten vorgefunden werden, so dürfte es Kunstsamler» nicht unangenehm seyn, dieselben mit einem Buchbekannt zu machen, welches, in Kl. Oktav oder Duodez gedruckt, außer der Vorrede 211 S. stark ist,und zum Titel führt: Eeztrr Kampf des Menschen, das ist: Ein kurzer Degrif der Kürnemb»sten Versuchung, mit welchen der staydige Sathan den sterbenden Menschen gemainiglichanfachten thut, ihn darmit in die ewige verdambnuß zu stürzen, rc. mit anmuthigen Ku-pferstichen geziert, und allen Menschen, bevor aber den Kranken zu Nutz und Trost alhie«

Hers gesezt. Sirperiorum permissu. München bey Peter König. Auf dem lezren Blatt des Buchesist die Addresse: Gedruckt zu München bey Anna Bergin, Wittib. LI.QL.XXIII. I» Verle-gung Peter Königs Nunstführev- Die vorkommende Kupferstiche, welche hie und da zwischen dem k

Text eingedruckt sind, stellen vor: ^.) Erste Versuchung des Teufels wegen Sicherheit uiid Hofnuuglänger» Lebens. L.) Zurechtweisung des guten Engels wider diese Versuchung, c:.) Zwote Versuchungwider den Glauben, v.) Zurechtweisung dagegen. L.) Dritte Versuchung den Menschen zur Äerzweifrlung zu bringen, k.) Zurechtweisung dagegen. 6 .) Vierte Versuchung um Ungeduld zu erregen, il.) Umterricht dagegen. I.) Fünfte Versuchung über die eitle Ehre, geistl. Hoffart. dann eignes Lob und Ruhm.k.) Unterricht dagegen. t..) Sechste Versuchung zum Geiz und übrigen Sorgen für zeitliche Dinge,

kl.) Unterricht dagegen. Endlich yi.) Der Sieg des kämpfenden Menschen durch sein seliges Dahin-

scheiden. Diese iz Blätter haben beynahe alle einerlei Größe, nämlich 5" 4'" in die Höhe, und 2-' 6 "'in die Breite. Alle bis auf die zwey ersten sind von unserm Zagel, und mit seinem Monogramm M.L.signirt. Die Ideen dazu sind übrigens ganz aus jenem berühmten Jncunabel: x-, moriell.!, entlehnt;nur daß hier die in jenen Holzschnitten den Figuren aus dem Mund gehnden Zettul wegfallen. Jene zwey erstenaber scheinen von einem spätern Künstler hinzugearbeitet z» seyn; eben so das Titelblatt, welches einEpitaphium darstellt, auf welchem man in einem offenen Grab einen halb verweftnen Leichnam erblickt."

Noch bemerkt gedachter unser Freund, daß von Murr (Beschreib, von Nürnberg ) den UnsrigenMatthäus Znstnger nennt, und sein Bildniß in l2? anführt, welches bezeichnet sey:

»culji. yivririrb.

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