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Zader,
Zage!
Mittel, ergriff er ohne Unterschied die, welcheihn zu dem erwünschten Zweckt führen konnten.Er suchte einzig die Wahrheit, verfehlte solcheselten, und gab solche mit Geschmack. Das,was einige seiner Blätter noch ganz besondershaben, sind seine schönen Himmel, die man sonstin Etzarbeiten, und zumal eben in denen vonMalern gefertigten, selten findet, da es ihnenan Geduld und Kunst hiefür gebricht.'' Noch be-merken wir Hermanns von ihm selbst geetztesBildniß, in Eo, von einem (uns unbekannten)D Safrleven gemalt. Endlich, daß ein 10"2"/ br. und 8" hohes sehr hart und roh bearbei-tetes Blatt: Die Schnitter rubrizirt, ihm fälsch-lich zugeschrieben werde. Asch dem Unsrigen ge-stochen kennt man vier schöne und seltene Rhein -gegenden von I. van Aken; vier andre (See-gegenden) von I. Almeloveen; vier andre (Ge-genden um Utrecht ) mit V. D. tec. bezeichnet;zwey Blätter von C. Ploos, und wieder zwey(in Zeichnungsmanier) von H. Spilmann; eineLandschaft von A. Winker, u. s. f. Auf den Stichennach dem Unsrigen wird er gewöhnlich nur mitseinem Taufnamen Hermann genannt.
Zader (Hans Christoph von), SchwedischerIngenieur-Capitain zu Stockholm 1691. UnterMehrerm, was er über die Kriegsbaukunst schrieb,ist besonders sein Buch: Die verstärkte Destung(Stockholm ) ikgl. kl. 8°. Theils, (ein weitereserschien nicht davon) so wichtig, daß es A.Böhmin dem Magazine für Ingenieure und Artilleristen!.Gießen 1777. gr.8R von Neuem abdrucken ließ.
Zaech (Andreas), eigentlich Zach. Ein Bau-meister zu Wien 1791. wienerisches Lom-inerziai-Schema auf 1791.
*— — (Christian), Maler zu Salzburg .Die von ihm 1657 gefertigte Kopie eines wunder-thätigen Marienbildes findet sich unter dem Altar-blatte, was die Himmelfahrt Mariä zeigt, in derKirche auf dem Plainberge bey Salzburg . DieSakristei) dieser Kirche bewahrt das Original.Hübner's Beschr. v. Salzburg !, h-jg.
* — — s. auch auch im Lex. und untenZech.
Zache rl (Franz), gebürtig von Hall in Ty-rol, ein geschickter Bildhauer, arbeitete zu Wie»zwischen den I. 1756, und 1780, und war Mit-glied der dortigen Kunst-Akademie noch 1785.Füßli's Aunal, II. 3 <i.— Hof- undSraars-fchemarismus von Wien .
Zaen, auch Säen (Gilles oder Egidius).Nach ihm soll Heiur. Hondius 1600 eine Folge von14 Blattern gestochen haben, betitelt: PIsisants
I.anäuckallren. SodannF Bastesers einen Kampfzwischen Soldaten und Bauern. Anderwerts citirtman noch einen in der Wüste predigenden Johannes,von H. Hondius nach ihm. spkc.
ZaengerIe (Caspar), Baudirektor im NorderrOesterreichischen 1799. Staats- und Adreß-Handbuch des Schwäbischen Treffes auf»799. Ulm. 8°. !!. S. 224.
* Zaenredam (Peter), s. Saenredam imLex., oben, und in künftigen Nachtragen. Nachihm führt der Winklersche Gantkatalog s. v.Zaenredam einen großen Markt vor dem Rath-hause zu Amsterdam , mit einer Procession, und
das Innere einer großen Kirche, wieder mit einersolchen, beyde von I. van Velde gestochen an.
Zafari (Niclaus). Mit dem p. eines solchenbezeichnet, findet man eine Madonna in griechi-schem Styl, bey dem H. Bischöfe zu Padua ,Dondi dal Orologio.
*Zaffani, eine verdorbene Schreibart vonZoffini im Lex. u. unten.
Zaffonaeo (A.). Ein Kupferstecher, der nacheiner Zeichnung von Casanova den Tod des Che-valier d'Assas( 1760), in englischer Manier qu.Fol.punktirte. Sonder Zweifel ist er Eine Person mitdem Zafonaro, von dem (nach andern Stichenkopirt) 1796 in A.Suntach's Verlag, vier schlechtpunktirte Blätter erschienen, deren wir oben schonunter Luc. Sicard gedachten.
*Zaft!eeven, s. oben und im Lex. Zacht-leeven.
Zag (I.). Eine Medaille auf den NürnbergerS. Pfinzing von trägt auf dem Avers dieUmschrift: 8>Zsricio pfintLMZo — A. amic.kec. Im Hof lsiürnberger-Mün; Cablner I.ste Abth. S. d27. Sollte Zag wohl der ver-kürzte Name eines Künstlers seyn? Etwa desfolgenden
* Zaganelli, ein Beyname des ^ran;Conguola des Lex. '), und der gegenwärtigenZusätze.
Aagar (I), von dem man ein seltene Con-trafaitmedaille in Bronze von 1674 kennt, aufFredericus (anderwerts heißts Franz) PcrrenotN. F. Der Lengnich'sche Münzganr-karalog führt solchen S. 116. an.
^Zagel,Zanziger,Zafinger,Za;in-ger, auch (doch irrig) Zink (Martin oder Mat-thäus, und Theodor). Der Unsere war Goldschmiedu. Kupferstecher (nach dem Lex. auch Formschneider),geb. um 1430 zu Nürnberg , und, den Jahrszahlenseiner Blätter zu Folge, noch lebend um rho) zuMünchen . Aus seinen Arbeiten ist wohl sicher zu er-kennen, daß er ein Goldschmied war. Gandellini(«. v. Zage! sowohl als Zanziger) sagt, daß manverschiedene gestochene groteske Verzierungen vonihm kenne, die, bald mit ^ 4 . bald mitmit N. 2- bezeichnet seyen. Basan L6. sec.dann führt ihn, seltsam zusammengezogen, alsMarrinzagei an. Man verwechselt ihn oft mitdem (weit Düngern) Matthäus Zink (geb. 1)98,gest. 1586.). Das Praunische Kabinet besaß vonihm eine gezeichnete Kreuyignng- Lipowskp s. v.Zasinger. Ob d-r Unsrige auch Formschneidecgewesen, ist noch ungewiß. Sein Vortrag alsStecher ist äußerst trocken, aber mit feinem Grab-stichel ausgeführt. Wenn nicht die Daten seincrBlätter es widersprachen, sollte man aus seineralkgothischen Manier schließen, daß er vor MartinSchön gearbeitet hätte. Rost!. ilff — 5 . Dort,und bey winkler und Srandes s. v. Zagel,werden ss. Blätter von ihm angeführt:
1. Salomo , auf Anreitzung eines seiner Weiber,betet den Götzen Milcon an. iüoi. 8°.
2. Maria mit dem Kinde bey einem Springbrumyläßt Wasser in ein Gefäß laufen, ihor. 8°.
3 . Die Sibylle von Cuma zeigt dem KaiserAugust das Bild der H. Jungfrau mit demKind in einer umstralten Wolke.
) den Bevnamen Marchcsi trug; dasLer. hingegen gant. Marchesi war.