* Zagnani (Anton Franz), LanZl'(L6.tekr:.)V. 167. nennt ihn Anron Maria, und sagt,daß er auch für fremde Fürsten (worunter er abervielleicht eben gleich dem Lex. bloß die Für-sten von Este u. d. gl. versteht) gearbeitet habe,übrigens aber in seiner Kunstgattung (Blumenund Früchte) den Paul Anton Barbieri (Bruder desEuercino) z. D. nicht erreicht habe.
Zago (Lorenzino), wie ^iorillo II. i»g> durchJnterpuilkkakious - Fehler einen Nachahmer vonTizian zu nennen scheint, ist ein Nonens, unddarunter Lorenzino da veneria zu verstehen.S. oben in diesen Zusätzen seinen Art. nach
*— — (Santo). (L-i.ter?.)!!!. i2i.
nennt ihn kurz einen guten Frescanten, von dessenArbeiten sich (doch nicht viele) in Venedig befin-den. Daö im Lex. bemerkte Blatt von V. leFevre ist nach ihm (nicht nach Titian, wie esdort irrig heißt) gefertigt.
Zahlhauser (Johann), erscheint 1780 alsKaiser!. Hofbrückenpolir zu Wien . In »7gZscheint er nicht mehr am Leben, oder doch nichtmehr an dieser Stelle gewesen zu seyn. stlstsc.
Zahn (Hans), ein Tischler, f. oben denMaler Hans Richter.
— — (Joh. Philipp), geschickter Maler (» 8 i 5zu Braunschweig) geb. zu Eisenach 1756 beschäf-tigte sich anfangs mit Abbildungen von Insektenund Miniaturmalen. In 1776 ging er nach Cassel,und kam 1786 durch Zufall nach Draunschweig,wo ihn der altere Weilsch unterstützte und belehrte.Ein geschickter Mann, der ohne seine Augen-krankhcit gewiß noch größere Fortschritte gemachthätte. Seine gelungensten Arbeiten sind eineMadonna nach van Dyck, Hektors Abschied,Auferstehung des Erlösers, in ansehnlicher Größe,und die Hexe von Endor, nach eine Ausgabe derK- Akademie zu Mailand ,
Zainer oder Zeit» er (Johann u. Günther),zwey Buchdrucker, die man als Formschneidervermuthet, s. oben Anron Sorg. Beyde, ver-muthlich Gebrüder, waren aus Rcutlingen gebür-tig und lebte» in der letzten Hälfte des XV Jahr-hunderts; Johann arbeitete zu Ulm, Bologna und in seiner Geburtsstadt, Günther auch inder leztern und zu Augsburg . Msr. Bey ihmerschien 1472. Fol. Das güldin Sp>l, worines heißt, daß die Karten, „das Spil vollUntrem", zuerst in »Zoo in Deutschland erschie-nen sey. //emecLe 16 ee p.2i»i. Not.r.
Zais (Joseph), ein Venetianischer Landschafts-maler, der in seiner Jugend häufig von demEnglischen Cvnsul Schmidt, dem Macenas allerangchnden Künstler zu Venedig , gebraucht wurde.Derselbe war ein Schüler von Franz Zuccharelli,den er in Erfindung, Großheit und Mannigfal-tigkeit übertraf, in der Anmuth seiner Tinten aberihn nicht erreichen mochte. Auch Schlachtenstückemalte er eben so gut, was er bey Franz Simoninigelernt hatte. Später ergab er sich der Liederlich-keit, und st. sehr all als Bettler im Spithale zuTrevigo um 178». Da»Lr(Lri.tcr2.)III. 287-8S.Nach ihm gestochen haben: P. Monaco: Judas Vermahlung mit einer Cananäerin, und Rachel,die auf ihren Götzen brütet; Gandi zwey Land-schaften, P. Scataglia eine Folge dergleichen,und Marinen i» qu. Fol.; Volpato die vier Jahrs-zeiten, durch Figuren in Landschaften ausgedrückt;I. Wagner eine Folge von Landschaften, (lstsc.
* Zaist (Johann Baptist), geb. 170« und
gest. 1707. LaMi iv. i6». nennt ihn einen gutenSchüler von Joseph Natali. Von seiner Geschichteder Cremonesischen Künstler (s TH. Cremona 1774.), welche sein Schüler A. M. Panni her-ausgegeben, sagt er, daß solche zwar viel brauch-bare Notizzen enthalten, aber, ihrer Weitschwei-figkeit und vielen Wiederholungen wegen, den-jenigen nicht leiten dürfen, der Vieles aus Weni-gem vernehmen möchte. Gestochen nach ihm ha-ben Wagner und Berardi 12. schöne italienischeLandschaften, dann eine große zerfallene Colon-nade, welche bey winkler ausführlich beschrie-ben sind.
* Zal (I.), s. im Lex. und oben Zaal.
Zaldas (Anton), ein Spanischer Künstler,wir wissen nicht in welcher Kunstgattung, welcher,mit mehrern Andern, in 1661 die Freyheit derMalerey vertheidigte, und es dahin brachte, daßdie Spanischen Künstler (wohl auch Stümper?)von Abgaben, Zöllen, Kriegsdiensten u. s. f.freygesprochen wurden. FiorillolV. 27».
Xalescins (Martins), kosansenis pio§s-bat Nlaccä 8 t. äsl. (ser. Vic. TIV 273. Soseltsam bezeichnet findet sich ein Gemäld in derKirche zu Lumignano. Mrc.
*Zalrerius, Bologninus, hat zu Venedig eine Karte von Böhmen gestochen. S. Dräust«ölbl. classica p. 1172. u. Univers. Lex. B. I^x.S. iHZi. Nicht unwahrscheinlich ist solcher mitdem gleich folgenden Bolognino Zalrieri des Lex.Eine Person.
* Zalrieri (Bolognino). Daß er Form-schneider gewesen und zu des Carkari Werk ge-schnitten habe, ist irrig; dagegen war er einKupferetzer und Kunstverleger. Vor uns liegt fol-gende Ausgabe (davon die erste bey Franz Marcolini»556 zu Venedig erschienen seyn soll) des Vinc.Cartari: I.« iniLAmi äe i sei äe gli sntictii.In Vcnesia appresso Vinc. Val^risi » 571 -
Jn der mit Venedig ibbg datirten Vorrede desVerfassers, sagt derselbe, daß er sein Buch vonneuem herausgebe, und daß ein geschickter Künst-ler, Bolognino Zalrieri, die Kupfer dazu ge-fertigt habe. Diese Kupfer, 88 . an der Zahl,verrathen die Hand eines Malers, sind aber indem monotonen Geschmacke ihrer Zeit radirt.Eine mit dieser gleiche Auflage, erschien- 58 o. 4°.bey Franz Ziletti in Venedig . In spätern Auf-lagen, die Pignoria heraus gab, findet man zwarHolzschnitte; Bolognino hat aber keinen Theilan denselben, indem sie nach der Zeichnung desPhil. Fcrroverde geschnitten wurden. Noch kennenwir aus seinem Verlage: Imsxines guorunstamprincipum et illustrium virorum. Zo/os-tt»r^a/te- ss kormis. VenetHs M.O I^X VIIII.diese Blätter sind von Dom. Zenoi radirt. ssstsc.S. auch den gleich vorstehnden Art.
Zaluski ( ), ein Maler, von dem der
Gantkatalog des I. W. Meil ein architektoni-sches mit Figuren staffirkes Gemälde aufzahlt.
Zamaraerv, s. Tapilerv in den gegenwärti-gen Zusätzen.
Zambelli (Joseph), geb. in der Gegend vonBologna . Er lernte die Zeichenkunst bey Herculeskelli, und widmete sich nachher dem Kupfer-stechen. Man kennt verschiedene Vignetten vonihm. Mensel Miscell. Xlll. 5 g.
Zambellini (Jakob). Ein Maler diesesNamens st. 3 o I. alt zu Venedig 162g. -Vsr.