Z a in p i e r i.
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Z a m b o ii i.
zamberlan (Franz), s. Ulielmo de Grandiin diesen Zusätzen.
* Zamboni (Matthäus ). In einigen Pri-vathäusern zu Bologna findet man von ihm Eini-ges (doch nicht Vieles) so Cignaneschiches wie sonstbey keinem Schüler seines Meisters. Fürs Pub-likum scheint er dort nichts gearbeitet zu haben.Seine beyden Bilder im St. Niccolo zu Rimini stellen , das «ine St. Bencdikt, das andere St.Pier Celestino dar. TamLr (b)(i. tem.) V. ig8.Nach ibnr hat F. M. Francia 172.. den St.Philipp Neri in kl. Fol. mittelmäßig gestochen,
Zambono (Michael), blühete um i 5 oh.Seine Mosaiken in der Kapelle de Marcoli derSt. Markuskirche zu Venedig sind mit dem aus-erlesensten Fleiß ausgeführt und im beßten Ge-schmacke der Vivarini gezeichnet. (Lll.
ters.) V. 189.
Zambano (Alonzo de Liero). So heißt beyFiorillo IV. 221. ganz ohne Weiteres ein Spani-scher Maler um die Hälfte des XVH. Jahr-hunderts.
*— — (Johann Ludwig), unstreitig der
geschickteste Nachahmer seines Lehrers Cespedes.Nach dem Tode desselben (1608) ließ er sich zuSevilla nieder und st. 1689, aber gewiß nicht,wie das Lex. sagt, vor seinem vierzigsten Jahre,weil er sonst nicht ein Schüler des Cespedes hätteseyn können. Sehr strenge hielt er sich an denStyl desselben, hatte eine großartige Zeichnung,ein brilliantes Colorit uns eine ungemeine Drei-stigkeit in der Führung des Pinsels; pflegte aber,nach dem Beyspiel einiger Italiener, den Vor-grund seiner Bilder oft mit halben Figuren ineinem größer» Verhältnisse zu füllen, was wirdurchaus nicht billigen können. Die meisten sei-ner Staffeleygemalde befinden sich in den Samm-lungen angesehener Personen in Andalusien ; vonvffcnllichen Malereien aber sind .folgende die be-deutendsten : Die Marter des Heil. Stephanus, inder Kathedrale von Cordova; die Marter derHeil. AciScio und Victoria, ebendaselbst, in derKirche der Heil. Märtyrer; dieHeil. Märtyrerinnen,Flora und Maria, am Hauptaltar in der KircheI des Heil. Augustinus , ebendaselbst; zwey Bilderin dem aufgehobenen Collegium der Jesuiten ,nämlich ei« Schutzengel und der Heil. Christoph;drey Gemälde in der Kirche des Heil. Bastlius zuSevilla , die sich auf die Legende dieses Heiligenbeziehen und meisterhaft comvonirt sind'), undzuletzt ebendaselbst ein Heil. Bartholomäus undeine Geschichte aus dem alten Testament, die vor-trefflich angeordnet ist. LiorlUo IV. 164 7- 65 .
* Zamki , s. Zarncko im Lep. und unten.
Zamora (Diego di), ein Spanischer Malervon Sevilla , der sich um 1697 nebst viele» Andernbeschäftigte, die Kunstwerke an der dortigen Ka-thedrale auszubessern. Fionllo IV. 1Z8.
— — (Juan de) , ein Spanischer Maler
in Sevilla aus der Mitte des XVII. Jahrhun-derts. Derselbe arbeitete im Flämmischen Ge-
schmacke. Seine Landschaften mit kleinen , nettenFiguren werden sehr geschätzt. Im bischöflichenPallaste zu Sevilla befinden sich einige Bilder vonihm, deren Inhalt aus der Schöpfungsgeschichteentnommen ist, nämlich Adam und Eoa im Gar-ten , u. s. w. Wiewohl aber die Figuren darinrichtig gezeichnet sind, so werden sie doch vonder Landschaft und den Deywerken übertreffen.Zamora war ein Mitglied der Akademie zu Se-villa , die sich damals in dem blühendsten Zustandebefand, weil sie unter den geschicktesten Künstlerneinen rühmlichen Wetteifer erregte. Fiorillo l V,296—96. Mit dem Zanrora ohne Taufnamen,des Lex. dürften dieser und der vorhergehendeDiego kaum in einigem Verhältnisse stehen.
*Zampe;zo (Johann Baptist), von Cita-delle im Paduanische», blühete um 1(160 und st. 80I. alt in 1700. Derselbe wurde von Franz Apol-lonius zur Kunst angeleitet, studirte auch zu Ve-nedig unter dem Cav. Liberi, und übte sich dannin Dassano, den Jacob a Pontc zu copiren, so daßer z. B. desselben Taufe von St. Lucilla durchSt. Valentin, in der Kirche alle Grazie, so gutnachahmte, daß Barth. Ecaligcr sagt, das Bildsey dem Urbilde zu vergleichen. Nach Nat. Mel-chiori's 2) Zeugniß copirte er auch Giorgionc's St.Libero zu Castelfranco voitrefflich, und fertigtenoch Manches von eigner Erfindung in feinemVaterort und der Umgegend. Noch kennt manAquarcll-Copien einer Menge Gemälde von Caliariund Zelotti aus den vornehmsten DenctianischcnGalerien von seiner Hand. Zu dieser letzter» Gat-tung leitete ihn Liberi an, welcher hiefür ein be-sonderes Talent an ihm entdeckte. /.ML-r (Lll.tem.) lll. i 5 g.
* Zamprer, (Domini'cus), Domemchino §)genannt. Anfänglich von seinem Vater, einemwackern Schuster, zum geistlichen oder sonst zueinem andern gelehrten Drodtberufe bestimmt,zeigte er bald seinen entschiedenen Hang für diebildende Kunst, und erhielt nur mit Mühe die Er-laubniß , demselben zu folgen. Man wählte fürihn den Unterricht des geschickten Niederländischen Manieristen Dionysius Caivart, bey dem er be-reits Guido Reni und Francesco Albaui als Mit-schüler fand , welche aber bald diese Schule ver-ließen, und in diejenige der Carracci zu einerreinern Quelle übergingen. Ihnen folgte in kur-zer Zeit auch der Unsrige, als Calvart ihn einesTags beym Zeichnen nach Kupferstichen des Au-gustin Carracci traf, und, darüber wüthend , ihnmit Streichen mißhandelte, so daß der arme Knabemit blutendem Kopf entfloh, und eine Weile,aus Furcht neuer Bestrafung, in einem Winkeldes väterlichen Hauses sich verbergen mußte. Lud-wig , das Haupt der Carraccischen Schule, nahmihn dafür mit »»gemeiner Liebe auf, und Augustin,für den Meiilchino so viel gelitten hatte, führteihn selbst an der Hand dem erstem zu , und weis-sagte dem Knaben eine glänzende Zukunft; da-gegen setzten seine Mitschüler damals noch eingeringes Vertrauen auf seine Geschicklichkeit, wasvornehmlich von seiner »»gemeinen Schüchternheitherrühren mochte §); denn je weitere Fortschritteer in der Kunst machte, desto behutsamer ginger zu Werke, da jene hingegen Leichtigkeit und
>) Po»Z hielt dies Gemälde fälschlich für eine Arbeit des Luis Fernander.
2) I» seinen handschriftlichen Rotirzen von venetianischen Malern, wovon die HH. Burchielati ;» Trevigo dasAurvgraphum, und der Cavalier Lazara eine Copie besitzen.
z) Von seinen Mitschülern, noch kürzer, Menichinc», weil er der jüngste unter ihnen war.
4) Veikenllolo (heißt es bei) Malvasta II. Zu.) nori ,-iccnIo, posltnrr, » Aiarlai», plgno
e -coiigiosro <li Niolo etc. Sogar späterhin noch in Ncm nannten auch Hannibals Schüler (und naiuent-
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