Handzeichnungen
nach
D o m e n i ch i n o.
I. Im Museum Napoleon befanden sich, wahr-scheinlich schon von Alters her:
Marter von zwey (ungenannten) Heiligen, Fe-der-Zeichnung von unbestimmter Toccirung uudleichten Schatten; was wahrscheinlich nie gemaltworden. Zwey Figürchen in der Luft, von En-geln getragen (welche Landon sich nicht erklärenkann), sind doch wohl offenbar die emporschwe-benden Seelen der beyden Märtyrer, vielleichtder — auch im Tode nicht geschienen St. Vale-rian's und Cäcilien's ').
Marter von St. Andreas. Ausgetuschke Feder-zeichnung «).
Erscheinung St. Januars bey einem Ausbruchedes Vesuvs (Fig. von 7" Höhe), in schwarzerKreide mit Weiß gehöht. Erster Gedanke zu einemGemälde des D- für die Kapelle del Lesoco zuNeapel §).
H. Einst im Cabinete des Grafen von Eaplus:
Landschaft, siaffirt mit: Christus von Teufelversucht. Federzeichnung H.
Landschaft; im Vorgrunde hucken zwey jungeHirten. Federzeichnung §).
III. Im Cabinete Paignon-Dijonval zu Paris sah man 1810 noch:
Gott der Vater und der Sohn in der Glorie,die Hände auf einer Weltkugel, auf welcher derH, Geist ruht; etwas niedriger Madonna undJoh, Bapt. auf Wolken; unter ihnen Apostel undMärtyrer, die das Lob Gottes singen. Sehr schöngetuscht und mit Weiß gehöhte Zeichnung. 18"hoch, 11" br.
Studium einer bekleideten Mannsperson aufeiner Steinbank. Roth. Kreide. 12" hoch, 10" br.
— — von zwey alten Mannsköpfen, gleicheManier. 9" hoch, 6 " br.
— — eines alten Mannskopf, schwarze Kreidemit Weiß.
— — eines allen Mannskopfs. Eben so.18" hoch , 10" br. Auf der Kehrseite eine stehendeweibliche Figur.
— — eines Beinsinnatürlicher Größe, rothe,schwarze und weiße Kreide. 17" hoch, w" br.
,) o. n? 95-
2) O. lT? »41.
Z) O. 96.
se. ». k. O. 14? , 48 -
z) Lnxlur rc. s. k. — O. di? ,47,
L) O. IV? .45.
7) O. IV? 152.
8) t.. 6srre»u 5c. in Holland . — , o. IV? 149.
9) 8. kicsrl 5C.il> den: Imxosr. inuoc. IV? ZZ. D
Nach ihm: Concert von zwey Männern undzwey Kindern. In rother Kreide von Gt. Dicarr,nach welcher letzterer sein Blatt gestochen hat.
IV. Im Cabinette Gllvestre um dieselbe Zeit:
Erster Gedanke der Communion von St. Hie-ronymus. Ausgetuschte Federzeichnung. 9" 9"^hoch, b" 2^" br.
Ebendieselbe, verschieden; und zugleichErster Gedanke der Marter von St. Agnes.Madonna und das Kind im Himmel, ^ ausge-ben HH beyderley Geschlechts umgeben. (. tuschteNero und Agrippina . t Feder-
Rinald und Armida. ^ zeichn.
Ob bisher etwas nach den vorgenannten Zeich-nungen a. d. Cabinetten von paignonrDlldnvalund Sllvestre gestochen worden, ist uns unbe-kannt.
V. Nach Landen besaß (1802) ein H. RobertLagoy zu Paris :
St. Catherine, und: Die HH. Frauen amGrabe, zwey ganz kleine Zeichnungen, leicht aus-getuscht 6).
Landschaft; im Vorgrund Gesellschaft in einerBarke. Federzeichnung ?).
VI. Wahrscheinlich in Holland :
Flucht in Egypten, in einer Landschaft, wodas Jesuskind — einem zwölfjährigen Knabengleicht. Federzeichnung »).
Diana, aus dem Bade steigend, wird vonzwey Nymphen angekleidet. Zeichnung einst imBesitze eines Holländischen Dilettanten (Uüenrbroeck §).
VII. Ohne Zweifel in München :
Marter eines Heiligen.
Kopf der keuschen Susanns.
Frau, die ein Kind hält *°).
VIII. Ohne Anzeige des Besitzers.
Landschaft aus der Gegend von Rom , mitspielenden Kindern, und Schweinen im Vor-grund «).
Noch haben nach dem Unsrigen, uns bisherUnbekanntes gestochen: I. 6. ksinsscki >?). O.(lerrini. I.. Cisrnberl-rno. ?. ?. lUola. k. 8osl-ber^e. k. 5 ,'pierre lV. Vallet. Vouille-mout.
ort heißt es das Npmphenbad.
, die beyden andern von Piloky. Pr. fl. zo kr. von
li) »c. s. k. — o. dl? 120.
--) Eine H. Familie, sagt das Ler. 5. v. Seinaschi.»z) Eine H- Familie, sagt Gandellini.