Band 
Zweyter Theil [5].
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Zanetti.

Eine Folge von Studien (Köpfe, Figuren) 12 Bl.Diese find diejenigen, welche er dem ArzteMead zugeeignet hatte.

- andere Folge von 12 Bl. Figuren und Thiere,nach Zeichnungen von B. Castiglione, die erselbst besaß. Gandellmi nennt solche mitjugendlichem Feuer und auserlesenem Gerschwache gearbeitet.

- Sammlung von antiken geschnittenen Stei-nen, mit Anmerkungen von Gori, Lo Bl.(ssc>l. Venst. 720), der Königin von Schwe-den , Ludovica Ulrica, einer Preußischen Prin-zessin , zugeeignet.

r Folge von 99 6. 102.) Bl. in Holz ge-

schnitten, und in Helldunkel abgedruckt, nachZeichnungen von Parmesan und Raphael ').Auch Strukh behauptet, daß die Stöckevon ihm vernichtet worden, Basan hingegen,daß solche nach London gekommen.

- Folge von Statuen in dem Saale , welcherzur Bibliothek im St. Markus-Pallaste führt,l'M Bl. (2. Vol. kol. Vcner:. 7/jo. u. ? 43 ).Irgendwo werden auch Basreliefs an rvendieser Stelle genannt, welche von dem Un-srigen gezeichnet, und von I. Cameratagestochen seyen.

Seiner im zweyten Theil der Setters pitto-riebe enthaltenen (alle an den Florentinischen

Zanetti.

Cavalier Franz Gaburri gerichteten) Briefe sindi 5 von 172Z — 02. datirt *).

* Zanerri (Anton Maria, Graf), der jüngere,Neffe des Obigen, und Sohn eines Alejr. Za-irern' , welcher im Lex. am Schlüsse des Art. seinesOheims erscheint, nach Lanzi (Lllir. ter?. VI.- 65 .), geb. zu Venedig 1716. und gest. 1778.Derselbe war ebenfalls Kunstliebhaber und Kupfer-etzer, und besaß allen Geschmack und alle Kennt-nisse des Aelrern. Sein Werk, von welchemdas Lex. spricht, enthielt wesentlich die Ueberrestederjenigen al Fresco , die sich zu seiner Zeit nochan den Mauern Venezianischer Häuser , von Bar-barella , Caliari, Robusti, Vecelli, Zelotki undandern befanden. Gandellini nennt es: „Mitgroßer Genauigkeit und bezaubernder Bravour ge-fertigt" , und urtheilt überhaupt, daß weder Ga-lestruzzi noch P. S. Bartoli ihren Blattern soviel Zierlichkeit, Reinheit, und denjenigen nachalten Meistern so gut den Charakter derselben zuverliehen gewußt hätten, wie der Unsrige. Nachvon Murr S. 74Z. ist der Titel dieses Werkes :Varie pitture s fresco äs' Principal: maestr!Vene^lanl, ora la prima volta con le stampspubblicate. In Venesia fol. 1760. 6 on 5 . Blbl.d. Ach. w- u. fr. Rünste Vll. p. 079. etsegq. S). Für das Dresdner -Galeriewerk lieferteer das Opfer der Vesta, nach S. Ricci. Danngab er schon in seinem Siebenzehnlen (1733):1)escri22ione äelle pubblicke kitture äeila citlä

1) Diese (wenigstens die von Parmesan) hatte er zu London , aus der Verlaffenschaft des Grasen von Munde!

gekauft. Die erwähnte Folge erschien zu Venedig 1745 in kl. Fol., und war dem Prinzen von Lichten-stein zugeeignet. Sie trug zum Titel! Oiversaiiim icoauni, ljUW ollur l>ou exlgus kuerull» o-usmeukLXruockelinn»! collecrioriis, ex sul0g,spl,!s rcllellis krsveisci XlLxxuoli parivenriz pieroris ex

mureo suo lleproriisir et mollOLUroriiLlor r^pis vulgavil Leiiez peim!> er se-

cul>6». Somit, wie es scheint, nicht zu Ende gebracht. Sein nachfolgender Neffe, der jüngere Zanetti,und I. §. Fnldonl, waren ihm bey dieser Arbeit behelfen. Einige Blätter sind nicht in Helldunkel,sondern mit dem Grabstichel oder der Etznadel gefertigt. Als ein begüterter Mann verschenkte er sie häufigan seine gelehrten Freunde; ste haben sich daher sehr selten gemacht. Einzelne, nach Parmesan, findensich im rvinklerschen Catalog, so wie andere, nach Raphael, bey Hrinecke (Th. Ii.) verzeichnet. Nochnennt jener Catalog drey von Zanetti schön geetzte Centauren; dann: tsrum oiiismunlls! nach Joh. vonSt. Johann (v. A. Mannotio) von dem Unsrigen gezeichnet und von C. Gregor» geetzt; und Hrinecke(Th. i.) in dem Werke von M. Angelo jene Figur eines schlafenden Cupido, nach demselben (deren deThouin seinen Memoiren eine sonderbare Erwähnung thut) von Z. gestochen; Gandellini eine Carricatur desTenkünstlcrs Farinelli ; endlich Malpe, der auch sein (mir ä. m. L. verschlungenes) Monogramm giebt:St. Peter, der ein von Engeln in die Luft gehobenes Kreuz betrachtet, »ab Lintorett, welches letztereindessen auch dem nachfolgenden jüngern Zanetti zugehöreu dürfte.

2) Wir hatten diesen Artikel voll schwankender Notizzen über den Unsrigen schon lange beendet, als wir, zu-

mal über sein berühmtes Werk von Blättern in Helldunkel, bey Dartscch XII. ,6c>—>92. wohl das ein-zige Zuverlässige fanden. Nachdem er Zanetti « Verdiensten um das Wiederaufwecken einer seit demEnde des XVI. Jahrh, fast ganz in Verfall gerathenen Kunst den gebührenden Preiß ertheilt, und seineArbeiten dieser Gattung denjenigen von Hugo da Carpi und der beßten alten Holzschneider an die Seitesetzt, fahrt er also fort: „Aufgemuntert durch das Lob, welches einzelne dergleichen Blätter (die er zumTheil schon in zweyten Dezennium des XVIII. Jahrh, seinen Freunden mitgetheilt hatte) entschloß er sichdieselben vereinigt aus Licht zu stellen. Diese Sammlung erschien 1749 zu Venedig in zwey Abtheilun-gen , welche zum Titel führten: Kscoolis cki vs-ie s CkiL- 05 <:uro. rralii cisi cliregni oiiglnali (li

, cleuo >1 e cksllri iasigni sucoii. Dieselbe enthält 7- Bl. in Hell-

dunkel , nebst Zi gestochenen und geetzten. Jene sind von höchster Seltenheit geworden, theils weil sieschon anfangs sehr gesucht wurden, hauptsächlich aber, weil Zanetti nicht mehr als Zo Eremplare von derGesammtsammlung abziehen ließ, und „weil er" (ganz anders als so manche biedere deutsche Kunsthändler)„besorgte, es möchte» nach seinem Tode. aus Unwissenheit oder Gewinnsucht, schlechte Drücke ins Publi-kum gerathen, daher" (hört s, hört's!) „die Stöcke, kurz und gut, vor glaubwürdigen Zeugenverbrennen ließ". Die 7- Blätter in Helldunkel führt sodann Sartsch namemlich an, und beschreibtsolche mit seiner gewohnten Treue. Ihrer 6z sind alle entweder nach Parmeggianino oder ohne Namendes Zeichners; dann 7 nach Raphael, und - nach L- Orst. Gezogen find sie, theils aus Zanetti'» eige-ner , theils aus des Herzogs W. von Devonshire, des H. von Crozat, u. a. Ungenannter Sammlungen,und Mehrere derselben mit Zueignungen versehen; wie z. B. dem H. vov Marvlles, dem P. Pellegr. An-ton Orlandi, dem Ritter A Fountain. H. I. Jabach (cnro er niu,cc>), dem H. Joseph Smith ,

dem erwähnten Herzoge von Devonshire, dem H. Zach. Sagredv, dem H. von Crozat, dem Maler N-Vleughels , dem H. Hugo Howard , dem H. Mich- Mead , der Künstlerin R. Carriera , dem H. W- Bristvw.Das größte dieser Blätter: Der Jsraeliten Durchgang durchbreche Meer, nach Raphael, hält ,5" Br.zu 8" 4'" Höhe, mit vier Stöcken (-740). Malp« führt »och von ihm insbesondere, nach Lintoret,einen St. Peter an, der das von Engeln getragene Kreutz betrachtet, und giebt des Künstlers Mono-gramm.

Noch lesen wir irgendwo, daß B. Picart nach dem Unsrigen eine Ansicht von Venedig , und die Figurder Klugheit (kaum diejenige dieser Republik in ihren letzten Tagen) gestochen hat.

5) Vier Blätter aus diesem Werke nach Barbarei!« führt Füßli l>l. -z. namentlich an.