Band 
Zweyter Theil [5].
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6173
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Zehner.

man anderwärts von ihm, Mutius Scävola undPorsenna in ovalgr- 4 °- nach einem 6 X Inventar.Des Geo. DraudiuS Vibliotk. libror. ^srmanic.clsssica krancof. s. AI. 1626. 4°- k>- 621. giebtden Titel des folgenden uns unbekannten Werkes:„Jacob de Zerrra neue künstliche Weltbeschrei-bung, d. i Hundert auserlesene Kupferstiche (die),von den kunstreichsten Meistern dieser Zeit erfundenund gerissen worden, gegenwärtig Weltlauf undSitten für zu mahlen, mit lateinischen, teutschenund französischen Reimen erklärt. Amsterdam ,bey Heinr. Laurentius und Frankfurt a. M. beyJoh. Theod. de Bry ihr/,- 4 °-" Wir wissen nicht,ob wir ihn für eine Person mit dem Jacob deZeerer (den wir aber nie Zerrra gefunden haben)halten dürfen, welcher Buchhändler zu Frank-furt a. M. war, auch, von um 1625 an, eineBuchhandlung zu Hamburg führen ließ. Diesergab von 1620 bis 1628 viele Bücher heraus, diefast durchgehends mit Kupfern — und zwar ohneAngabe eines Stechers — verziert sind. Nochanderwerls heißt es: „Derselbe arbeitete auch,nebst Joh. Tbecch de Bry, Rob. Boissard rc.kleine Blatter nach G. Keller zu eiuer rkug inMainz 4 °. erschienenen lateinischen Bibel.

Zetzner (Daniel), ein Goldschmied zuCulmbach 1621, dessen /(keuscher gelegentlichgedenkt.

Zeysch (Johann Christoph), ChursächsischerHoftischler zu Lichtenburg r/ 5 ?. 7 k 7 §c.

Zenger (Martin), ein Bildnißmaler, ar-beitete um 177a zu Augsburg . F. L. Klau,der hat nach ihm gestochen, von SrerrenS. 207.

^ Z ev r'o (Aldighieri, Aldigieri, Alticheri oderAlkieyieri, da), von seinem GeburtsortZevlo imVerouesischen so genannt, zierte die um 1277gebaute Kirche St. Giorgio zu Padua mit seinenBildern, welche noch die Spur des Giolto vcr,rathen. Lanzi fand noch Spuren seines Daseynsum 1282. Lü. teer. III. g. Nach Brandolesiarbeitete er überhaupt vieles zu Padua , wo ersich schon 1270 befand.

— (Johann Maria). Zu Pavia baute erzwey Porren, woran sein Name befindlich ist;dann für seinen Patron Corner» zwey kleine Gc,bände, von welchen man bey Serlio B VII.die Adrige, doch nicht getreu nachgebildet findet.Cemanza daün fuhrt noch verschiedene andere Ge-bäude, die Zevlo in den Gegenden dieser Stadtverfertigt, a». Er war auch in der Modeilirkunstgeübt, worin er seine zween Söhne Gcravianund provolo unterwies. Der erstere übte zwarauch die Malerey, aber mit schlechtem Erfolg.Joh. Maria muß, des Temanza Rechnung nach,etliche Jahre später gestorben seyn als ihm pozzogiebst.

* — — (Stephan da). Lanzi (Lcl. terr.)III. 22. 8. v. Stephans von Verona , setzt seineBlüthczeit um rjoc» und zeigt, daß derCaval.pozzisich wohl irre» müsse, der einen Schüler vonAngclo Gaddi noch 1462 arbeiten lasse, vasarirühmt ihn zum öftern, Seine Alsresco's warenvortrefflich. Zu St. Fermo u. a. w. sah' Lanzivon ihm Arbeiten, die mit der Manier seinesMeisters Würde und schöne Formen vereinen.Noch ist zu bemerken, daß derperer von Perugia ,von dem eS im Lex. heißt, daß er in seinen Mi-niaturen Vieles von dem Uusrigen nachgeahmt undentlehnt habe, natürlich mit dem weit spätern^erervanucci (Perugino ) nicht zu vermischen sey.Vener hingegen war neben seinen Miniaturen,womit er bald alle Bücher in der Bibliotheck des

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Papstes Plus zu Siena verziert hatte, auch eingeübter Frescante.

" Zevio (Dincenz diStefano), sehr wahrschein,lich des vorstehnden Sohn. Dieser kann nun umi46Z noch gearbeitet haben; was aber, ist unbe,kannt; und weiß man einzig von ihm, baß erder behcer des Liberale von Verona war. DarurrLä. terr. III. 22. 8 . V. Verona .

Zeune (August), fertigte geographische Zeich,nungen zu seinem Buche: »Goea. Versuch ei,ner wissenschaftlichen Erdbeschreibung von Aug.Zeune, Vorsteher der Blindenanstalt und Lehreran der hohen Schule zu Berlin . Zweite Aufl.Berlin 1811, gr. 8°." M-c.

Zeutner, s. oben Zehnrnec.

Z euxis. Nach Aristoteles , wie ihn Guidesanfuhrt, war er ein Zeitgenosse von Jsokrates(der, 278 I. v. C. im dritten I der ghstenOlympiade sehr alt verstorben war); und nachplinius hatte er den bekannten Wettstreit mitParrhasius , einem Zeitgenossen des 400 I. v. C.verstorbenen Gokrates; so daß man des UnsrigenBlüthezeit zwischen die gvste und güste Olympiadesetzen kann. Zeitgenosse von Polygnokus mochteer dennoch etwas jünger seyn. Bedeutend warjener Wettstreit mit Parrhasius eben nicht; ein,zig kann er uns etwa belehren, wie weit es dieKünstler damaliger Zeit in der Darstellung desStilllebens gebracht haben mochten. Eine hö,here Idee von Zeuxis erwecken etwa dievon plinius aufbehaltenen Verse seines Neben,Kühlers Apollodorus , der sich über ihn beklagt,baß er ihm die Kunst vor dem Mund weggenom,men habe. «Uebrigens scheint sich der Unsrige nichtso fast, wie Polygnot und Mykon, mit großen «Compositionen auf die Mauer, als mit Bildernvon wenigen Figuren beschäftigt zu haben; unddies« Gattung wurde auch von den nachfolgendenKünstlern vorgezogen. Zu seinem Vorzüglichstenzahlt mau eine Eentaurin mit Galyrsohren, dieihre Zwillinge nährt; de» einen nach Frauen,den andern nach Stutren-Ark. Der untere Theilihrer Figur, welcher einer hübschen ThessalischenStutte gliech, lag im Grase, die Hintere Pfotenrückwärts gewandt; der obere Theil gliech derschönsten Weibsperson, und stützte sich sanft aufdie Ellenbogen. Dieses Bild ging zugrund, alsSylla solches über Meer nach Rom bringen wollte;aber eine schöne Kopie davon war noch zu LuziansZeiten vorhanden. Dann eine Helena, welche,nach plinius, den Charakter dieser Fürstin sehrgut darstellte, was mehr Geschicke für den Aus,druck voraussetzt, als Aviftoreles sonst demUnsrige» nicht zugestehen will; dann ein Fechter;ein Jupiter auf dem Throne, von andern Götternumgeben; Herkul als Kind, der in Gegenwartvon Amphytrio» und Alcmene die Schlangen er,würgt; den gebundenen Marsyas ; für die Cro,toniater (heißt es bey VOarelet) jene nackte Helena,die er sich aus fünf ihm vorgeführten Töchternderselben zusammengebildet haben soll l. was auchuns, wie so Vielen, fabelhaft scheinen will).Auch in Helldunkel malte er auf einen bräunlichenGrund. Daß der Unsrige sich durch seine Kunsteinen großen Reichthum erworben, den er nichtungerne spiegelte, ist bekannt. Bey den Olym-pischen Spielen erschien er in einem Mankel, aufwelchem sein Name in Gold genahet war. Daßer sich späterhin seine Werke nicht mehr bezahlenließ, weil er jeden Preist derselben für zu niedrighielt, sondern solche eher verschenkte, erzähltschon das Lex. So z, B. daS Bild des GottesPan dem Könige Archelaus , und eine Alcmeneden Agrigeittinern. Zeuxis modelliere auch inLeim. Dergleichen Bilder, welche die Musen dar,