Band 
Zweyter Theil [5].
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stellten/ brachte man nach Rom . Markusvicrorinus, der in Mitte des IV. Jahrh. n. C.lebte, behauptet, daß dazumal noch Arbeiten desUnsrigen vorhanden waren, welche folglich dieDauer von achthalb hundert Jahren bestandenhakten, plkm'us wirft ihm die alizugroßen Köpfe,und (Quinrilian überhaupt die allzustarken Glied-maaßen vor. Ratetet et s. v.

et ^tsio/o§re (Lentsure). Lanzi (Lcl. ter^.) I. 73.Dieser letztre sagt gar (wir denken zum Spaße)die Agrigentiner hätten ihm jene fünf Mädchen —geschenkt.

Zepden (Heinrich), ein Hofsteinmetz undBürger der Stadt Prag in i 35 l. Dlabacz.

Zeypold, s. oben Zeidold.

* Zhirs, s. Srol; oder Srolzbirs im Lex.und Srolzius in den gegenwärtigen Zusätzen.

* zlancarl, s. oben und im Lex. Zancarli.

* Ziarnko (Johann). Von ihm, vielleichtzu irgend einem Buche, leicht in gr. Fol. radirt,sahen wir einst ein mitAonn^rnrrrLo polonus fec.bezeichnetes Blatt, was die große Versammlung,die 1617 zu Rouen Statt fand, darstellte. Eineunserer Quellen nennt ihn einen Pohlnischen Ma-ler und Eher, der sich zu Paris und zu Rom aufgehalten und folgendes ravirt habe: Die Krö-nung des Königs von Frankreich Heinrich I V.(regierte von i 58 g bis 1610.). Die Königin Ma-ria, auf dem Paradebette, in der Pariser -VorstadtSt. Germain; einCaroussel oder Französischer Auf-zug in gr. Regal; und einen Bauer der einemPohlnischen Herrn eine Rübe darbietet, in Fol.Nach ihm dagegen, hätte I. ab Heiden den PapstLeo XI. (regierte r 6 o 5 .) gestochen. Sollte derJac. Zarnko des Lex. nicht ein verdorbncr Namedes Unsern seyn?

Zrchanskp (von), geb.'in Pohlen 17Z..,lebte zu Göttingcn um 1780 als Modellmeister;er verfertigte physikalisch-ökonomische Werkzeuge.

Eckard's litterarisches Handbuch l. 2.9.In 1809 nennt man ihn als Unteraufseher derdortigen akademischen Modellkammcr.

Zick (Andreas), geb. zu Fulda um 1779,der Sohn eines Majors, trat ebenfalls in dor-tige Militairdiensie und lebte noch 1816 als (aufWartgeld gesetzter) Hauptmann zu Fulda . Zu sei-nem Vergnügen halte er die-Oelmalcrei (Landschaftund Figur) bey Johann Herrlein erlernt,

-(Christian), Kunstdrechslcr zu Nürnberg ,

geb. daselbst 1768 und dort noch lebend um 1809.Derselbe verfertigte und verkaufte die von seinemgleich ff. Vater David verbesserten Grepban-Zickischen Kunstaugen , und den sogenanntenDrcyfaltigkeits-Ring, nebst andern Kunstsachen.Meusel III.

-(Christoph), ein Drechsler, s. unten

seinen Vater perer (Z.).

— — (David), Kunstdrechsler in Elfenbein zuNürnberg , vielleicht ein Sohn des unten ff.Stephans, st. 1777. von Murr.

-(Januarius a.b. irrig Jacob), welcher

im Lex. unter dem Art. seines nachfolgenden Va,ters Johann erscheint, geb. zu München 170),

wo er von leßterm den ersten Unterricht in derMalerei erhielt. Nach Lipovosky (irrig) trat er176 t nicht in Chur - Triersche, sondern Chur -Bayersche Dienste. „ Derselbe" (sagt L. nach vonMannlich's Urtheil) „malte mit Fertigkeit; allein,sowohl seine Composition als Zeichnung und Fär-bung sind sehr manirirt", so daß er von MengsBerathung deren das Lex. gedenkt schlechten Nutzenziehen mochte. In der Königi. Galerie zu Mün-chen findet sich von ihm ein kleines Bild aufLeinwand, das eine Anspielung auf das Drey-königsfest darstellt; zu Schleisheim einen altenManns- und einen alren Weiberkopf; bey H.Schmidt in Brei (i8og ) zwey Grablegungen(»so gut wie Dietrich":-. Liporveky II. 182.u. 279 Dann liest man auch bey Meusel 111 .wo er „Historienmaler zu Ehrcnbreitsiein, Coblenzgegenüber, ehedem Churtrierscher Hofmaler" heißt,und (1809.) noch unter die Lebenden gezählt wird:„Seine Werke werden hauptsächlich wegen desherrlichen Kolorits und der ungezwungenen (?)Stellung der Figuren gerühmt. Beweise seinerKunst fanden sich in den Abteyen Wiblingen ,Zwiefalten , Rcitenhaßlach (so das Manuskript)u. a. w." Eine: Ilsvsuso von ihm (wahrscheinlicheine Buhlerin am Churkrierschen Hofe) nennt schonMensel II. (1789. >. Dann aber lautet es inEbendesfi Mus IX. 285 — 86. um dieselbe Zeit,in einem Schreiben aus Mannheim vom 20. Jun.1789 wieder ganz anders: „In der hiesigenneuen tzospikaltuche hat man vor einigen Lagendem Hochaltäre ein Gemälde, vorstellend dieH. Dreyeinigkeit, von Herrn Zick aus Coblenz ')eingesetzt. Die Modelle— wenn anders der Künst-ler einige zu diesem Bilde gebraucht hat — schei-nen aus der gemeinsten Pöbelklasse gewählt gewe-sen zu seyn. Soll es ein Ideal seyn, so wirdes jeder Kenner unedel und diesem heiligen Gegen-stände unangemessen finden. Die Gottheiten sindmit lauter kleinen Kindern umgeben, statt derenehrfurchtsvolle Cherubim angebracht seyn sollten.Das Bild hat also weiter kein Verdienst, alsekwann den, worinn die meisten Maler ihr Haupt-verdienst suchen, nämlich ein Bischen Effekt;und auch der ist sehr gering! Das klebrige istgemein und in jedem unbedeutenden Gemälde wie-der zu finden." Gestochen nach ihm haben J-B.Gutwcin: Die dem Simson ausgestocherten Au-gen; dann die Auferweckung des Sohns derWittwe von Zarpath, und derjenigen des Sohnsder Sunamilhi»; Basan: Die zornige Frau; J.G.Preißler jene Staunerin (Ueveuse); Sommerandas Brustbild einer alten Frau, wahrscheinlichdas obige aus Schleisheim. Endlich nennt manals von ihm selbst gemalt und geetzt (-788.):Die Anbetung der Könige, und die der Hirten;dann : Merkur in der Werkstätte eines Bildhauers,der ihm Unterricht in seiner Kunst giebt, und:Bacchus, Ceres und Cupido, nach Weis. S.auch unten I. (L. Zick.

* Zick (Johann), des Obigen Vater. Tiporvskynennt noch von ihm ein rxZh gemaltes Choraltar-blatk, die Geburt Christi, in der ehemaligen Klo-sterkirche zu Schlehdorf , undMeuseI Miscell. I.47 - zwey andere in der Abteikirche zu Schwarzachin Franke»; mit dem Hinzuthun: „Die Ausfüh-rung ist nach Rembrandtü Geschmack" (was frey-lich bald gesagt ist). „Ob dieser Meister gleichviel Verdienst besitzt, so ist er dennoch hier derZeichnung nicht ganz getreu; und ein gewisserFirniß, womit er seinen Gemälden das Dunkel-saftige beybringen wollte, hat diese beyden Stückeganz verdorben'.

l) Warum wohl nicht von einem einheimischen Künstler? Es fehlt doch nicht an solchen, die es mit Hrn. Zickaufnehmen könnten. Oder, hatte keiner das Heri, wie Hr. Schöuau zu Dresden in einem ähnlicocnFall? M.