Band 
Zweyter Theil [5].
Seite
6175
JPEG-Download
 

Zieger.

6175

Zick.

z i ck (I. C-), ein Zeichner und Kupferstecherzu Nürnberg , wie es scheint schon um 1760 undnoch 179Z. Man kennt von ihm mehrere Bild-nisse, wie z. B. den Marktvorsteher Jvh. W.Kestler 4 "; den Senator und Kriegsrath C. F.Löffelholz von Colberg (anonym) 4 °; den Sprach-meister Ant. W. Schmitt 8°; einen Prospekt vonNürnberg qu.Fol. rc.

-(I- E.), hat (zufolge eines Gantkataloges)

nach Weiß, Bacchus und Ceres in 4°. gestochen, wasoben dem Januar zugeschrieben ist.

-(Lorenz), ein Kunsidrechsler geb. zu

Nürnberg 169.4, lernte bey seinem Vater Peterund wurde so geschickt, daß er seine Bruder undendlich gar den Vater übertraf. In i6rZ ging erzu dem Administrator zu Halle im Magdebnrgi-schen, wo er einige Jahre als Hvfdrechsler blieb,dann weiter reifte und sich 1625 zu Nürnberg setzte.Doppelmayer S. 299. sagt von ihm: »Er drehtegar trefflich in oval/ bassicht, gewunden, auchgeflammt, und machte aus Helfenbein Pocale,ins und auswendig, wie solche fast die Gold-schmiede zu treiben pflegten, mit Buckeln, auchüberdem allerhand Becher von Rhinoceroshornund Rosenholz. Er wußte ferner mit dem künst-lichen Durchbrechen bey dergleichen Gefäßen sehrwohl umzugehen, und stellte die Schiff-Galeeren,die zu solcher Zeit gewöhnlich waren, in Ovalmit aller Zugehör gar schicklich dar. Zuletzt gabeben dieser Künstler, absonderlich zweyerlei Werke,die er als der erste Erfinder, vermöge des Dreh-werks, gar künstlich dann auch noch zum öfter-sten hervorbrachte, denen Curiosis zu vieler Be-wunderung dar; nämlich die sogenannten Coutre-fait - Büchsen, die er in einem aus Helfenbeinausgearbeiteten eierförmigen hohlen Körper, dabeyde zuerst aus Einem Stücke bestunden, völligausgedrehet, und darinnen mit einer mcssingencnCharniere beschlagen, dann aber allerhand viel-eckige Körper, die nach der Figur denen Dode-caedris ziemlich beykommen, 8. 10. 12. r6. ebendergleichen Körper wieder aus Einem Stück ge-macht, in sich begreifen (gleich wie die dritteund vierte Figur in der fünften Kupftrtafel einniedreres hiervon zu erkennen geben) die man auchnachgehends anderwerts nachahmte.'' Lorenzwurde vom Kaiser Ferdinand III. , den er dieEhre hatte von 164z—44 in seiner Kunst zu un-terweisen, mit dem Titel eines Kammer-Drechs-lers begnadigt und st. rlM.

-(Michael), ein geschickter Drechsler zu

Nürnberg , hier 1748 geboren. Sein Bildniß hat C.W.Dock 1798 in 8°. gezeichnet und gestochen, ^c.

-(Peter), ein Kunstdrechsler zu Nürnberg ,

der sich durch allerhand Arbeit, vorzüglich,aberdurch seine elfenbeinernen Trinkgeschirre berühmtmachte. Kaiser Rudolph II. ließ ihn auf einigeZeit nach Prag kommen, um das Drechseln vonihm zu erlernen. Er st. 1602 und hinterließ dreySöhne: perer, Loren; (von dem wir obenschon sprachen) und Christoph; sie thaten sichsämmtlich in des Vaters Kunst hervor. Doppel-mayr S. 297.

-(Stephan), geb. zu Nürnberg 1689 und

hier gest. 1716; lernte dasKunstdrechseln bey sei-nem Vater Lorenz und brachte es hierin nochweiter als dieser. Man bemerkt von seinen Arbei-ten: Dreyfaltigkeitsringe aus Elfenbein, derener dreye fertigte, davon zwey sich in den Kunst-kammern zu Wien und Dresden finden; eine Ab-bildung giebt unsre Quelle l'ab. V. Fig. i. Einelange ovale Zederschachtel aus Elfenbein, die ne-ben herum zugleich bassicht war und oben aufdem Deckel ein gedrehtes Kreuz hatte; dies be-

wundernswürdige Stück erhielt der Großherzogvon Florenz . Eine Nachbildung des menschlichenAuges (zum Auseinandernehmen) in Elfenbein;auch dies, was unsern Stephan am meisten beyden Nachkommen berühmt machte, giebt Dop-pelmayr lab. V. Fig. 6. (es ist auch sonst nochmehr gestochen) in Kupfer. Er war gesonnen,das menschliche Ohr auf gleiche Weise darzustellen,wurde darüber aber krank und verlor endlich garden Gebrauch seiner Augen, woran die subtilenArbeiten schuld seyn mochten die er öfters fertigte,wie z. B. kleine elfenbeinerne Becher, deren man(Gott sey bey uns!) 6—700 in ein Pfefferkornbringen konnte. Doppelmayr S.öio. S. aust-oben Christian Zick.

Ziege (Johann Martin), ein Kunstbildhauerzu Jena , wo er 1769 starb. GpangenbergHandb. der in Jena dahingeschiedenen Ge-lehrten rc. S. 22.

Ziegelmayer (Johann Michael), ein K. K.Kunsigärtner zu Prag , st. 1772. Dlabacz.

Ziegenbalg (Heinrich), ^s. den fol-

! genden va-

— — (Johann Gottlob), gienrin(Z.).

— — (Valentin), lernte als Stein-metz bey Joh. G. Steinböck von 1672 bis 1677und wurde 1682 Meister in Chursachsen (wohl zuDresden ). Er zog zwei Schüler, seinen BruderHeinrich (von 1692 bis 1697) und seinen eignenSohn Johann Gottlob (von 1702 bis 1707.).

Ziegenhorn (Anton), Hofzimmermeistervon Churmainz. Er war im Gefolge seines Herrnbey der Kaiserkrönung 1711 zu Frankfurt a. M.il^c.

— — (Christoph), wurde 1624 von

dem Grafen von Stollberg , bey der Münze zuStollberg (als Münzmeister?) angestellt, wieeine angedruckte Handschrift etwas unbestimmtsagt.

— — (Hans Albrecht), ein Münz-

meister zu Eisleben , während der Kipper- undWipper-Zeit 1621. (I. A. Biering) Des

historisch-curieusen Archivs auf 1737 ersteDefnung (Eisleben ) 4 °.

Zieger (Anton), Hofgärtner des Hoch- undDeutschmeisters zu Mergentheim 1790. Alrc.

— — (Hans Paul), s. den folgendenJohann p. (Z,)>

— — (Johann), zu Nürnberg , stach fürMoritz Vogt's itzt lebendes Böhmen (1712.) eineKarte vom Königreich Böhmen , der dessen Lan-desfürsten bis auf Leopold l. beygefügt sind.(Riegger) Material, z. Statistik von Böh-men I. S. 65 . 68. Sollte der Unsere etwa nurder Verleger obiger Karte gewesen seyn? EinJohann (Z.) war nämlich ein Buchhändler zuNürnberg , wo er 1711 set. 65 . (wie es irgendwoheißt) starb. Man hat sein Bildniß einigemal inKupfer gestochen. ilLc.

— — (Johann Ernst). Der Sohn einesKutschers, geb. zu Meißen um r 756 und hiernoch 1812 als Malervorsteher bey der Porzellajn-fabrik am Leben. Er ist ein mittelmäßiger Figuren-maler.

— — — Der von einem unserer Kunst-

freunde uns eingegangene Art. dieses Künst-