Band 
Zweyter Theil [5].
Seite
6199
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Zoppo,

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vielleicht in der Farbenwahl harmoniöser. DasNackte ist immer so gesucht (rlcercsto?) als, beySignorelli , oder andern seiner Zeitgenossen, undin Figuren und Beywerken äußerst fleißig ausge-führt. Endlich war er auch ein hübscher Oreatisteauf Häuserfa^aden. So z. B. auf der FaradsColonna (?) mit 1498 datirt.

* Zoppo (Paul) von Brescia , st. um » 5 » 5 ,

k. um » 53 o. Jene auf Crystall gemalte Mi-niatur *), (deren das Lex. erwähnt), weiche ibmauf der Reise nach Venedig zerbrach, und worüberer sich zu Tod grämte, wollte er dem dortigenDoge Gritti zum Geschenk überbringen. Beweisevon seinem Styl finden sich noch zu Brescia ;wie z.B. ein Christus auf dem Gange zum Cal,varienberge zu St.Peter in Oliveto (was sonstetwa irrig demFoppa zugeeignet wird), und zeigen,daß er sich namhaft dem neuern Styl näherte,und den Bellini muß gekannt haben. La»rr(L6. terr.) III. 6r.

* — — (Rocco). In Prkvathäusern zu Flo-

renz sieht man viele Madonnen von ihm, worinnman seinen Meister Perugino erkennt.

(L«l. terr.) I. 80.

*— — (lo, be Gang«), welcher im Lex.

s. v. Gang» erscheint, lebre im XVIH-Jahrh.Im Dome zu Castro Giovannni sollen sich ver-schieden« seiner Bilder befinden (Lci. terr.)II. 342.

— — (dl Genov»), s. Micona in dengegenwärtigen Zusätzen.

*— — (di Lugano ), s. Discepoil im

Lex. und in diesen Zusätzen.

— — (di vicenza), s. de'pieri in dengegenwärtigen Zusätzen.

Zorbe (Martkus), ein Roth- und Glocken-gießer zu Zittau 1672. G- T. Eckartb Be-schreib. des Dorfes Berydorf. Herwigsdorf4 °. S. 18.

Zorel. Unter diesem erdichteten Namen sollAug. de Gr. Anbin, ein Blatt nach Steph.Feffard kopirt haben.

* Zorg (Heinrich Rokes, auch HendrkckMartensz. genannt), eines Schiffers MartinRokes Sohn. Den Zunamen Zorg erhielt derVater von der Sorgfalt, die er auf sein Ge-schäft verwandte. Heinrichs zweyter Lehrer,Buytenweg, war ein Conversations-Maler. Vondem Unsrigen nennt Descamps II. 3 sZ. vor-nehmlich zwey Bilder: Eine Italienische Messe,und einen Fischmarkt, beyde offenbar nach derNatur gemalt; dieselben besaß noch i ?54 desKünstlers Neffe, Heinrich Zorg, Sensal zuAmsterdam . Ueberhaupt schätzt man seine Ar-beiten noch neben denen von Lenins. Zu Paris besaß das Kabinet Denn von ihm eine Tabagie fastin der Manier von Brouwer; im Haag H.Fagelein angenehmes Conversationsstück, H. Lormiereine Bauerngesellschaft und eine Köchin die Fischesiedet, H. Acosia ein Bauernfest, H. van Bremen das Innere eines geschmackvoll verzierten Zimmersmit drey Figuren; zu Amsterdam H. Braamkampeine artige Bauernmalzeit. H von Männlichhält es für wahrscheinlich, daß er hauptsächlichauch nach Brouwer studiert habe, da der Schmelzseiner Behandlung viel Aehnlichkeit mit diesemletztem hat, und rühmt von ihm, daß er sich

Aorri.

die Kenntnisse aller seiner Lehrer zu Nutze gemacht,ohne darum ihr Nachahmer zu werden; seineZeichnung sey richtig, die Farbe wahr, und dieBehandlung leicht, fleißig und geistreich. InDeutschland besitzen von ihm: München (jetztSchleisheim) eine Schmauchgesellschaft; Dres-den eine Fischhändlerin; und: Das Gleichnißvom Herrn des Weingartens; Salzthalum einsteine stille See, auf welcher Schiffe gehn, eineBauerngesellschaft bey einer Tafel, und wieder:Die Arbeiter des Weinbergs (?). Gestochen nachihm kennen wir einzig eine Ansicht von Leiden,von I. P. le Das; dann von Guttenberg das Innereeines Bauernhauses, wo ihrer zwey an EinemTische trinken und schmauchen; von Marin betrun,kene Bauern, u.s.f. Zu diesem Art. fügt nocheiner unserer Freunde hinzu: »Da Zorg auchSorg geschrieben wird, und ein H. oder H.M.Sorg als Figurenmaler erscheint — der Kataloader Sammlung zu Cassel von einem HeinrichMarrens (b. i. Sohn von Martin) Zorg zweyGemälde (ein ländlicher Gemüse - und ein solcherFischmarkt, beyde auf Holz, hoch » Fuß » I.br. iF. 3 Z.) rubricirt — man auch einen MalerM.Sorg hat, der um -643 malte - so möch-ten wir aus alle diesem schließen, daß der letzterMartin geheißen, und der Vater des Heinrichoder Heinrich Marrens Zorg gewesen sey, sowie dieser nur Eine Person mit dem H. oder H.M. Sorg ausmache. Obwohl nun das Lex. denVater des Heinrich einen Marktschiffer nennt,so konnte er doch eben so wohl als lein Sohn,der gleichfalls Marktschiffer war, den Pinsel ge-führt haben. Vergl. auch oben H. M. Sorg inunsern Supplementen; wobey wir noch erinnern,daß das Bildniß des Viceadmirals Witte, Cornelißde Witte > wie er richtiger heißt) auch von I.Houbraken (A. Schouman ) nach ihm gestochenWorden ist. S. auch gleich unten Zorque.

Zorobabel, ein aus dem Königlichen Ge-blüts Davids entsprungener Prinz, leitete nebstJosuah, unter Cyrus, den Wiederaufbau desseiner Zeit durch Nebucadnezar zerstörten Tempelszu Jerusalem .

Zorque (P.). Nach einem solchen stachI. Bacheley, für den Verlag des le Bas, eineAnsicht von Leyden zur Winterszeit, in qu. Fol.

Ob er nicht mit obigem H. Zorg EinePerson sey?

Zorrilla (Johann de). So nennt.fiorillo V.220. kurz einen Spanischen Maler des X VII. Jahrh,von dem man einige Bilder in Alcala de Henares kenne.

Zorne, (Franz), ein Bildnißmaler, der indes pinelli Katalog angeführt wird.

Zorzi (Andreas Graf) aus Trevigo, einDilettante in der Architektur, nach dessen Ent-würfe der Palazzo di Dottori zu Padua 1775erbaut wurde. Lranstolese är/Äskovs

p. 22. 3 o 8 .

— — (Dominicus), ein Maler aus Verona ,Schüler von Ioh. Bettina Cignaroli. Die Tafelnder beyden ersten Altäre zur Rechten, in derBarfüßer-Kirche des H-Hieronymus zu Padua ,sind von ihm gemalt; die vordere zeigt de«H. Johann vom Kreuze (llalls Croce), die Hin-tere die H. Theresia, örsnsoles« p. 96. Z»8.

— — (Tiberius ), s. den Art. Vielmo dsGrand» in den gegenwärtigen Zusätzen.

>) Sie stellte die Aerstirung »0» Brescia (>;>,.) durch Tasten de r»ir dar.