Band 
Zweyter Theil [5].
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len davon laufenden Heerde erblickt. Eben so vielLob verdienen zwey Landschaften von ihm, welcheMrs.Knatchbull besaß, und mit Menschen, Viehund Gebäuden angenehm ausstaffirt sind; eine Vor-stellung von Abraham und Loth, welche Egypten ver-lassen, dem Mr.Keate gehörig und von Barkolozztund Byrne gemeinschaftlich gestochen, und ein Bildmit jagenden Nymphen im Cabinet von Mr. I.Barnard. Die fünfzehn Mädchen sind überausschön. Noch eine Landschaft von ihm, von Geremiagestochen, erschien 1804." Zu seinen vornehmstenGönnern in Welschland, neben dem Consul Smith zählt Lanzi besonders den Grafen Algarotti, undsah noch bey dessen Erben zu Venedig zwey Ge-mälde von M. Tesi , die der Unsrige mit seinenFiguren staffirt hatte. Dann war es ebenfallsAlgarotti (der bekanntlich von mehrern Deutschen Höfen den Auftrag hatte, ihre Galerien mit Ar-beiten der beßten Italienischen Künstler seiner Zeitzu versehen), welcher ihm namentlich für den Hofzu Dresden die Aufgabe zu zwey Bildern gab,die er nachwerts auch für den Berliner-Hofwiederholen mußte '). Noch in seinem hohenAlter ging Zuccarelli nach Rom , und war auchdort und noch späterhin auch zu Florenz nichtmüßig, wo er seinen letzten Tag erlebte. —Fiorillo begnügt sich den Unsrigen einen elegan-ten und gefälligen Landschafter zu nennen.— BeyRost dann heißt es von ihm: „Zuccarelli isteiner von den seltenen Landschaftsmalern, fürwelche die Figuren und alle andern Beywerke,von der größten Wichtigkeit waren: Alles ist beyihm mit einer großen Feinheit der Zeichnung undeiner sorgsamen Ausführung gemalt; und seineKöpfe, bis auf seine Bauern, haben durchauseinen edeln Charakter." Irgend anderswo heißtes: „In allen seinen Figuren bemerkt man (Heilihm!) Fröhlichkeit; alle seine Personen tanzenund singen." In seiner Jugend halte er miteiner geistreichen Nadel selbst geetzt. So z. B.eine Folge verschiedener Studien nach A, delSarto;eine H. Familie mit St. Anna und dem kleinenJohannes, nach Ebendemselben; die klugen unddie thürigten Jungfrauen nach I. Mannozzi;dann die Statue der Siegesgöttin, nach einemMarmor von M. Angelo (1728.), unddasselbeVild von derGegenseite (»747). Wir selbstkennen noch von ihm ein schön geetztes Brustbilddes Malers und Dichters L.üppi, nach der Zeich-nung von Ph. Baldinucci; dann eine weit drap-pirte Charitas mit drey Kindern (-728 filorent.),und eine Flucht nach Egypten, beyde wieder nachMannozzi, gewöhnlich Giovanne di St. Giovannigenannt, den Zuccarelli besonders zu schätzenschien- Noch finden wir bey Gandellini vonihm die Madonna del Sacco, und eine Pieka,nebst mehr Andern,, wieder nach del Sartoangezeigt ^). — Gestochen dann nach dem Unsri-

gen haben: W. Austin, F. Bartolozzi, Berardr,W. Byrne, Chateau, da Colle , G. D. Ernst, I.Giampicoli, Goumann, Grandi, Jakson, P. A.Kilian, T-Major, J.Mason, P. Monaco, I.Newton, F. Pedro, V.W. Picot, Piquenot, R.Pollard, Ricci, S- Smith, Tribolo, Lh. Vivares,I. Volpato, I. Wagner, W. Woollet. Ein Paardieser Blätter von Bartolozzi , Byrne und Woollet,haben wir schon oben nach Fiorillo angezeigt.Weit die meisten (wohl nicht die bedeutendsten)sind diejenigen, welche Bartolozzi vornehmlich,nebst Andern, wahrscheinlich nach den frühernWerken des Unsrigen, im Besitze des ConsulSmith , u. a. für den Wagnerschen Verlag zuVenedig gestochen haben. Hier nennen wir nurnoch etliche, von denen wir ebenfalls wissen,wo sich ihre Urbilder befinden, oder doch einstbefunden haben. So z. B. zweye bey dem Gra-fen Accaromboni zu Dresden , von Ernst undPicquenot (Eines die Gegend um Capua ); zweyevon Vivares, das eine bey Will. Herring zuLondon , das zweyte bey Fried. Frankland;dann die zwey schon erwähnten bey MistrißKnatchbull, das eine von Mason, das zwey-te von Vivares; Landschaft mit einem Sturm,bey dem Esq. Connel, von Byrne, die Figurenvon Bartolozzi , und eine gebirgigte bey G-Keate,von denselben Künstlern. Außerdem werden alssehr schön genannt: Die Findung des KindesMoses von Smith, und: sportm§ von

V-M. Picot; dieses punktirt. Wir selbst bemer-ken hier noch: St. Johann in der Wüste vonMonaco , und eine Copie von der Victoria desUnsrigen von Tribolo. (Lll.ter?.) I. 294.

III. 287. ^iorillo I. 406. u. 49 ^- V. 6 g 5 . —Rost I V- iZg —4c>. SrautieL.

Noch nennt einer unserer Freunde, als von ihmeigenhändig geetzt: Nach Dan. Bacci den Cava-lier Beccuto, und den Pros. Carl Taglini; nacheinem alten Gemälde, einen der Ahnen derFamilie Gaburry; nach dem Alrargemalde einerKapelle zu Florenz , eine Flucht nach Egypten;eine Frau die eine Vase trägt; das Titelkupfer zu:II lVleclico 6rilIo.

* Zuccari oder Zuccari (Arminius ), s.den nachfolgenden Art. Im Lep. heißt er, im Art.s. Vaters und Oheims (ohne dieser seiner Her-kunft zu gedenken) Herminius.

* — — oder — — von vasari

auch irrig Zuccheri und Zuccherini ge-nannt (Sebastian, Vater; seine beyden SöhneFranz und Valerius, und Arminius , des letztemSohn). Das Lex. kennt von dem Vater blos denNamen. Von Lanzi dann (Lll. ter?.) III. 101.u. 189. vernehmen wir, daß derselbe, nach Eini-gen aus Ponle terra im Veltlin gebürtig war ^),

1) Die Galerie-Katalogen von Dresden nennen solche nicht; wohl aber derjenige von Sanssouci vonOesterreich S. 66. Vcydes schöne Landschaften, mit Figuren von Tiepolo staffirt; das eine mitEilen, zu dem ein junges Mädchen flieht; das zweyte eine Gegend an den Thoren von Rom , mit Neu-gierigen, die sich mit Lesen und Anhören eines Briefs beschäftigen. Nach <v. waren solche -745 gemalt,und gehörten ursprünglich dem Grafen Algarotti selbst, der sie wahrscheinlich um kein Geringes zu Dresden einzuschwärzen wußte. Von Friedrich n. erzählte uns einst wtnkelmann aus Algarotti '« Munde: Daßals der Große König dem letztem einst den Auftrag gab, für ihn Italienische Bilder einzukaufen, und derGraf sich bey seinem Königlichen Gönner die Instanz erlaubte: Der welsche Pinsel sey denn doch (beyseinem übrigens größer» Verdienste) von weit minder angenehmer Färbung als der beliebte Französische —etwas bräunlicht, u.s.f. Friedrich in seiner Rückantwort ihm soll bedeutet haben: Er sollte sich uur nach —recht braunen umsehen; die denn auch, unsers Wissens, in den Königl.Galerien noch häufig zu finden sind.In Deutschland besitzt von Zuccarelli, neben dem so eben Genannten, einzig noch die Galerie des H. Hof- undLandgerichts-Advokaten Schmidt zu Riek: Vier schön genannte Landschaften mit Figuren und Vieh, undeine fünfte felsigre, mit einem Wafferfall und Vieh.

2) „Fälschlich demselben zugeeignet", heißt es irgendwo. Wirklich giebt schon Vasari solche dem Nicolo,Tribolo genannt.

5) Ueberhaupt ist Gandellini genauer, als mehr Andere, über den Unsrigen.

4) Dies sagt auch das Schweizer-Ler. von Leu.