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Zuber.
Zuccarelli.
«aS uns freylich von seiner bildenden Kunst nochkeinen Begriff giebt.
* Zuber (I.). So soll man den Namen desMalers Joh. R. Huder »erstochen haben, aufeinem Bildnisse des Joh. Bernouilli. Ob er viel-leicht mit dem gleich vorstehnden Johann UlrichZ. Eine Person seyn dürfte? Fast vermuthenwir's.
* Zuberli'n, s. im Lex. und unten Züberlein.
Zubler (Leonhard), Bürger von einem,längst ausgestorbnen Geschlecht der Stadt Zürch in der Schweiz , und dort Mitglied des Großen-Raths seit 1)92. Leu. Bor uns liegst: Rurrzervnnd grunrlicher Bericht von dem vsteu-wen Geometrischen Instrument oder Trian-gel, alle höche, weyre, lenge vnd Nef-fe, leychrlich vn ohne rechnung abzumessen --Durch Dbilipp Eberhart Steinmetz,vnd Leonhard Zubler Goldschmied, beydBürgere Zürych. lVl.O.L.lll.I. (die letztreZahlscheint späterhin angedruckt worden zu seyn)bann Ende des Buches: Gekrackt zu Zürych,bey Rudolfs Weyssenbach, Im Jar ibc>2. 4°. '),In der mit Zürych 1602 batikten, von beydenAutoren unterzeichneten Dedikation sagt Zubler,er sey angegangen worden ein Instrument zuerfinden, bey dem nicht so viele Berechnungennöthig waren, als bey dem von Levin Hulsiusvor wenig Jahren beschriebenen Quadranten. Die-serwegen habe er sich mit seinem Mitbürger demSteinmetz Eberhard besprochen, und ihr gemein-schaftliches Nachdenken sey nicht ohne Fruchtgeblieben. »Dan als wir die vrvalte löblicheStatt Zürych, vnser geliebtes Vätterland, aufzweyen Thürnen abgerissen vnnd in grundt gelegt,mit allen Thürnen in den Ringmauren vn sonst,sampt allen namhafften gebeuwen, wie weyt y«eines vom anderen steht, also haben wir diß NeuwInstrument vnnd Triangel erfunden, dadurch manalle weyke, höche, thieffe, etc. vnnd wievil ortman wil, bey zweyen stenden außmessen kau,ohn alles weyters nachrechnen, Circklen, vnndauffreyssen, auff das aller schlechtist, geringisi,vnnd bhendist, in Massen vns nit zu wissen, dasein söllich leycht vnnd bequem einfalt Instrumentoder Triangel auff Teutsch in Thruck yemals seyekommen " rc. Ein Jahr später gab Zubler nocheiniges über den Gebrauch dieses Instrumentes inDruck: Burtzer vnd grunrlicher Bericht vondem vsteuwen Geometrischen Instrument derTriangel, auß einem Tburn, alle tieffe,rveyrre vnd hoche zu messen Zürych iboZ. 4°.Weiter haben wir von ihm noch folgende Büchergesehen, die mit Kupfern unterschiedlicher Mei-ster geschmückt waren: Nova ^eometrios pyro-duliu Aeuwe Geometrische Büchsenmeisterey
1608. 4°; lssovum instrumentum xeometri-cum: Das ist rc. und; k'abnca er USU8 IN-strumenri eboro^rsphici Das ist, Aerve Ola-nimerrische Beschreibung, welche beyde zuBasel 1620 erschienen, wyl aber spätere Auflagen,indem die Dedicakionen mit Zürch 1607 datrrt sind.Vielleicht ist eines der obigen das anderwärts ci-ticke Werk: Leonhard Zubler Ingtrumen-tunr 6koro^rgphic-um: wie man mir einemleichten Instrument alle Städte, Gärten,wepher und Landschaften proportionaliteraufnehmen und verjüngen solle. Basel 1607.
Zucallus , s. unten Zugalli.
*Zucc, eine Kürzung des Namens Zucchersauf Kupferstichen.
* Zucca (Jacob del), s. im Lex. u. unkenZucchi.
* Zuccarelli oder Zuccherelli (Franz),Lanzi setzt seine Geburt in 1702 und seinen Todin 1788 (a.n. 89 zu Florenz ) an Als seinenersten Lehrer nennt L. den Paul Anese zu Florenz odergar an seinem Geburtsort Pikigliano selber; dannzu Rom anfänglich I. M. Morandi, und (wahr-scheinlich nach dessen 1717 erfolgten Tode) PeterNelli. Zu Venedig , wo er sich verheirathete,nahm er seinen anfänglichen Aufenthalt. Seinerstes Absehen ging auf die Geschichte; aber durcheinen jener Triebe, du uns denn doch verrathen,wozu wir eigentlich geschickt sind ergab er sichnachwerts ganz dem Landschaftsfache, und hieltdarin eine vom Starken und Schonen gemischteManier, welche nicht bloß in Italien , sonderndurch ganz Europa großen Beyfall erhielt Ebenso granziöse waren die darin angebrachten Figu-ren, daher er auch für dergleichen von andernLandschafts- und Archuekturmalern vielfältig an-gesprochen wurde 3 ). Die vornehmste Bühne sei-ner Kunst war Venedig , bis der dortige brittischsConsul Smith ihn in England bekannt machte,wo er sich noch in hohem Alter 4 ) auf mehrereJahre zu London niederließ, und dort sowohl fürden Hof, als für die vornehmsten Galerien ar-beitete. Von seinen in England gefertigten Mei-sterstücken nennt Fiorillo etliche, und spricht da-von (l. c.) wie folgt: „Sein Macbeth , im Be-sitze des H. Locke, und von Moollet gestochen,stellt die Scene aus dem Trauerspiel des Shakspearedar, wo die drey Hexen dem Macbeth erscheinen,und ihm sein künftiges Schicksal verkündigen.Von seinem Freunde Banquo begleitet, vernimmter mit Grausen den Zuruf der wilden Zauberinnenunter einem Sturm und Gewitter, welches aufein paar entfernte Bergschlösser fällt. Seine zurSeite gebliebenen Gefährten sind in der äußerstenVerwirrung, die man auch an einer mit ihrem Hii«
>) Leu Ler s v. rubrlzirt diese Schrift: v- 'r^sngulo (Zürich 1602.) und deutsch (Basel -605. 4? )Wir zweifeln aber, daß die Urschrift je in Latein verfaßt worden sey.
2) So verhält es sich in der That. Beyde diese Werke: lVovum inscrumemum, u. k-bria-, er uru» e,a.erschienen zu Basel deutsch 1607. Das letztre spätherhin zu Leiden, von Casp. Maser (ebenfalls einemZürcher ) ins Lateinische übersetzt, worauf vielleicht die im Terr angeführte Jahrzahl ,625 deuten mag.Dann nennt Leu >. c. noch weiter von dem Unfrigen, ein zweyte Auflage der: Neuen geometrischenLüchfenmetsierei 4? Zürch l6>4 und weiter: Oe vsrii, seialerisir oovi ioslrnmellti »rlionomiei4? Lasil e. s.
2) Der einzige Lochiu (v<-)-. n. 84.) der aber wahrscheinlich nur bey einem Gemäldehändler Unbedeutendesvon ihm sah, nennt ihn wegwerfend: »Einen neuern Maler, falsch von Farbe und Wirkung und vonschlechter Toccirung."
4) Frorillo v. 695. sagt 1770. Sollte dies Datum nicht ein Irrthum, oder unser Künstler auch wohlfrüher schon nach England gegangen seyn? Das Ler. sagt solches, wahrscheinlich aus guter Quelle, aus-drücklich. Ohne Zweifel geschah dieses am End seiner Reise durch Deutschland, Holland und Frankreich wovon ebenfalls ziorilly l. c. spricht.
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