Cork (dieser weit am Meisten und Beßken), D.Dickinson, I. Episcopius, C. Galle, Ph. Galle,I. Matham, H. Olgiatus, P. Perret, D. Rosetti,M. Rota, I. Sadeler, R. Sadeler, A. Scacciati,P. Soye, N. le Sueur, Ph. Thomassin, und G.Vertue. Als schöne Blätter nennt Füßli I.s25—3o. (und beurtheilt zugleich auch, nach^sei-ner Weise, den Werth der Urbilder, so weit solcher^sich, unsicher genug! aus dem Stiche erkenne»^laßt) folgende: Moses undAaron , welchePharaozureden, die Hebräer zu entlassen; die GeburtJohann des Täufers; ^ie Verkündigung Maria(alle drey von Cork). Dann: Jesus erweckt denSohn der Wittwe zu Naim, von Caprioli, und,mit einiger Veränderung, schöner von Thomassin;Bekehrung der Magdalena, wieder von Caprioli;und endlich die Verleumdung, die einen Künstlervor dem Tribunal eines unwissenden und bösar-artigen Fürsten anklagt, von Cort *). Noch nenntder Katalog von Minkler, als schön und selten:Die Samaritanerin und Christus, ohne Namendes Stechers (A. Carracci zugeschrieben, und ver-legt bey D.Rasicoti); dann, als ein Capitalblatt,die Krönung der H. Jungfrau von Cort (1676.).Der freygebigere Katalog von Brandes rubrizirtnoch als schön: Die Anbetung der Könige,zweymal, von I. Mathan und Thomassin, undmit Veränderung eben den Gegenstand von I.Sadeler; dann einen St. Francisc, derdieStig-mate empfängt von Soye, und die Sakraments-Disput, von Cort. — Wir endlich wünschtennach ihm zu sehen: Das Bildniß der KöniginMaria von Schottland , mit ihrer Tochter, vonBartolozzi , und dasjenige Paul Sarpi's, vonDixon. Im Ganzen nennt der wmklersche Ka-talog über 70 Bl. nach dem Unsrigen, derjenigevon Brandes an die 20. Aus weltlicher Ge-schichte kennen wir von dem (wie wir schon ver-nommen) eifrig Catholischen Mann einzig das —Kirchliche: Wie Kaiser Friedrich Barbaroussa demPapst die Füße küßt, nach dem Bilde im GroßenRathssaal zu Venedig , von Rosetti; und, ähn-lich, Kaiser Heinrich IV. zu den Füßen Gre-gors VII. von dem Grafen von Caylus geetzt,und von le Sueur in Helldunkel ausgeführt.Anderswo wird denn doch noch eine Mustkgesell-schaft von vier Damen (). L. so.) genannt. —Ein Verzeichniß meines sel. Vaters will einenSt. Hieronymus bey einem Leichnam Christi ken-nen, das mit: «jel. ot so. bezeich-
net sey. Sein selbst gemaltes Bildniß in derGalerie zu Florenz hat N. Billy nach der Zeich-nung von I. D. Campiglia gestochen. — Endlichnoch, und wir schließen, hat I. I. Premier zuRom 748 — 5 o in 45 . (s. 5 . wir denken richtiger36 .) Bl. die Bilder der beyden Gebrüder Zucchenin Caprarola gegeben. — Noch bemerkt uns soeben einer unserer Kunstfreunde: „Friederich,von dem man, so wie von seinem nachfolgen-den Bruder Taddaus mehrere Malereyen in demDome zu Orvieco sieht, wird in Tb. (Harzoni'sVia??» unlv. (wo er übrigens fälschlich Friederr-cus Zuccaus heißt) unter den berühmtesten Künst-lern Italiens im Poussireu aufgezählt. Als Archi-tekt betrachtet findet man nach ihm, i» dem zwey-
ten Theile von des Ferd. Ruggieri 8tu>Ho ä'Hr-ckitettura civile. kirenLe 1734 gr. Fol., zweyBlätter Das eine Isso. 78: kscoista rnstiou6 e 1 Lasino äeilo ^«cc/re-r,' das andere 79 -iVIollini äslia meäeslma kaccists."
* Zucchero (Octavius). Von diesem Vaterdes obsiehnden Friedrichs, und des nachfolgen-den Thaddaus haben wir durchaus nichts Meh-rers erfahren können, als daß ihn Lanzi (Lll.terr.) 1l. ,08. und eben so Fioriüo I. 147- kurz-weg einen mittelmäßigen Maler von S. Angioloin Vado nennt.
— — (Taddaus). Lanzi (Lä.ter-.) II.
109. nennt, als seinen zweyten Lehrer, denGiacomone da Faenza , und fahrt dann also fort:„Von ihm und von andern guten Italienern,die er unermüdet copirte, lernte er so viel alsvonnökhen war, um sich auszuzeichnen. So bil-dete er sich einen eben nicht ausgezeichneten undgenug überlegten, aber doch leichten, gemeinenAugen verständlichen und für Jedermann gefälli-gen Styl, wer nicht gerade das Höhere suchte;ungefehr gewissen Rednern gleich, die, ohne durchdie Sache zu begeistern, dennoch die Aufmerk-samkeit des gaffenden Pöbels auf sich ziehen, weilihm Alles verständlich ist, was er spricht, und manin allem, was er spricht, Natur und Wahrheitfindet, oder doch zu finden glaubt. Seine Ge-mälde kann man eine Gesellschaft von Bildnissenheißen. Schöne Köpfe, Nacktes nicht so viel,noch so Ausgesuchtes, wie man bey den Floren-tinern antrifft, aber doch nicht gerade Vermach-läßigtes, sieht man auch bey ihm; Drapperien,Halskragen, Bartschnilt, dem Alter gemäß; eineeinfache Anordnung, und bisweilen, nach Artder ältern Maler 2), Figuren, welche nur zur Hälfteauf dem Tuch erscheinen, als ob ihr untererTheil verdeckt wäre. Sehr oft wiederholt er diegleichen Physiognomieen,^ und nicht selten — seineeigne. In Handen, Füßen, Falteywurf ist ernoch minder mannichfaltig, und sündigt daherhäufig gegen die Symmetrie. Zu Rom findensich sehr viele weitschichiige in Fresco's von ihm;zu den beßten gehören einige evangelische Ge-schichten alla Consolazione. Jn Oel malte er we-nig. Die H. Geists-Kirche zu Urbino hat vonihm ein Pfingstfest, und andere dortige KirchenAnderes, eben nicht von seinem Bessern, Mehrgefällt er in einigen Staffeleibildern, und erscheintdort als ein äußerst fleißiger Künstler. Eines dervollendetsten besitzt jetzt die Familie Leopard ! zuOsimo , eine Geburt in Taddeus beßtem Style.Seinen meisten Ruf indeß erwarb er sich durchseine Werke zu Caprarola , welche die Großthatendes Hauses Farnese im Krieg und Frieden zumGegenstand haben; nebst mehr Anderm, besondersin dem berühmten sogenannten Zimmer des Schla-fes, wo er viele dichtersche Ideen ausführte,welche An. Caro ihm geliehen hatte r). DieleFremde, die noch heut zu Tage jenen Landpallastbesuchen, kehren mit größerer Achtung für denUnsrigen von dort zurück, als sie dahin gekommenwaren 4 ). Wahr isi's, baß in seiner Gesellschaft,
>) Die Blätter von diesem, nach Friedrich, datiren sich von -567. 71. 72. 75 u. 76.
2) „Ein Hülfsmittel" (sagt Fisriüo l. -48.) „wodurch sie eine größere Ausdehnung des Raums, worauf dieHandlung vorgeht, anzudeuten suchten. Raphael indessen behalf sich dergleichen selten, nur etwa da,wo man ein großes Gedränge von Menschen voraussetzen konnte; z.B. in dem Carton» wo Paulus eineRede vor dem Areopag hält.'
z) S. dessen l-eilere kainilisri. und wieder abgedruckt in den lottere pilloiiclie III. I. 99. Also nicht —der erst 6 Jahre vor Taddäus Tod geborene Hannibal ssarracct, wie Oarbnult (Läi'üce« lle kam«6,.)dahit.
4) Cschin indessen (Vnx. ll. 217.) weiß, wahrscheinlich nicht ohne Grund, Mancherlei an diesem Werkeauszusetzen. I.B. die Figuren seyen zwar zierlich gezeichnet, aber die Cvntoure so manierirt, daß sie