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Zucchero.
und selbst nach seinem Tode, mehrere Jünglinge,(wie z.B. sein Bruder Friedrich) „welche ebenso geschickt, und vielleicht noch geschickter als erwaren", gleichfalls an diesen Bildern arbeiteten,deren Pinsel aber nicht sicher und nicht immervon dem seinigen zu unterscheiden ist. Gerade,wie Raphael, lebte er 3 / I. und sein Leichnamwurde neben diesem in der Rotonda beygesetzt,wo ebenfalls sein marmornes Brustbild und Grab-mal zu sehen ist ')." Bey FrorlUo und Füßli finden wir, über das schon oben im Art. Frie-drich Beygebrachte nichts Neues von dein Unsri-gen. In Deutschland besitzt von Taddäus,unsers Wissens ebenfalls die einzige Galerie zuWien eine Geißelung Christi, in ganz kleinenFiguren; München dann ein Ecce Homo größer( 4 ^ 4 " 4 '" hoch, 3/ 6 " br.) auf Leinwand." Ueberseine Geschichte und Kunstcharakter bemerkt der
H. von Männlich was folgt: „In seinem Vier-zehnten Jahre kam er nach Rom , wo er in größ-ter Dürftigkeit lebte, und sein Brod durch Far-benreichen verdienen mußte; er wußte aber diewenige Stunden, welche er dem Studium seinerKunst widmen konnte, so wohl zu benutzen, daßschon in seinem Achtzehnten einige Gemälde vonseiner Hand, grau in grau auf frischem Kalkan dem Pallast Matter, die Kenner in Verwunde-rung setzten. Von nun an war das Glück ihm gün-stig ; er verfertigte wahrend seinem kurzen Leben inRom, Livoü, Caprarola, Florenz, Venedig undandern Städten viele große Werke, welche seinenRuf verbreiteten. Seine Komposition ist reich,seine Färbung, seine Zeichnung und seine Ausdrückesind zwar gut, sie befriedigen aber den feinern Ken-ner nicht ganz, und neben den Werken der größtenMeister bestehen die seinigen nicht, ohne auf eineArt unbedeutend zu werden; er hatte aufgehört sichmit Anstrengung und ästhetischer Wahl an die Na-tur zu halten, und ohngeachret er nicht wie seinBruder Friederich in Manier ausartete, so blieber doch auf seinem Wege gleichsam stille stehen,wiederholte immer was er schon wußte, ohne derNatur in ihren Feinheiten nachzufpähen, und daherkommt es, daß seine letzten Werke nicht auffallendbesser sind, als die ersten." Gestochen nach demUnsrigen haben: Ch. Alberti, Ä. Capriolus, C.Cork (wieder dieser vornehmlich), H. Hondius,
I. Matham, M. Pelais (in Corts Geschmacke),I. Raimondi, A.Scacciati, N. B. Sebena, Ph.Thomassin. Als schöne Blatter nennt und beur-theilt auf seine gewohnte Weise Füßli I. 217 — 24.Die Anbetung der Hirten von Cort; das Abendmalvon Capriolus; die Geißelung von Alberti; denLeichnam im Grabe von einem Engel gehalten, vonRaimondi (sorgfältig); die Bekehrung Pauli,wieder von Alberti (meisterhaft); die HimmelfahrtMaria , wieder von Capriolus (meisterhaft); dieMusen auf dem Parnaß, mit einem musikalischenConcerte beschäftigt, von Hondius ^). Schönnennt noch, neben Obigen, der Katalog vonWinkier eine H. Familie, wo der kleine St. Johanndem Kind ein Lamm vorstellt (ohne Namen desStechers und Malers mit a 5/5 datirt), und einPfingstfest von Cort 1H74, und der Katalog vonBrandes eine Geburt und eine Fußwaschung,beyde von Matham. Im Ganzen führt der ersteredieser Kataloge nach dem Unsrigen 32 , der zweytenicht über 8 Blätter an. Dann finden wir in einem
Zuechi.
Verzeichnisse meines sel. Vaters, neben den schon ge-nannten, ss. Stecher, welche nach einem der beydenBruder (ohne zu bemerken nach welchem) gearbeitethaben: C. Bloemaert, I. Ciamberlano, A. Eisen-hoet, E. Feßard, W. Hollar, Aeg. Hoorebeck, E. Kir-kall, D. Mantuana, I. Mantuano, B.Parmensis,P. Stefanoni, I. B. Lilliard, P. Valk u. A.Zucchi,von deren Blattern wir hier nur noch das Bildnißdes Kanzlers von Hospital, von Tilliard gestochen,nennen. Im Ganzen führt mein sel. Vater nachden beyden Brudern n 3 Blatter auf. »Auf denBlattern nach T " (bemerkt einer unserer Freunde)„wird er bisweilen nur nach seinem Taufnamengenannt."
Zu Ergänzung und Berichtigung der Notizzenüber die Stiche nach den Gebrüdern Friedrich undTaddaus Zucchera (freylich zum Theil nicht ohneWiederholung des schon Angeführten) enthalten dieNotizzen eines unserer Kunstfreunde, was folgt:
„Nach ihnen sollen, theils gestochen, theilsverlegt haben: Cherub. Alberti, Gasp. ab Avibus,W. Baillie, Bartolozzi , bey Luc.Berrelli, bey Billy,Bissinger, C.Bloemaert, Claude Boni(die Dar-bringung des Jesuskindes im Tempel, ohne desFr.Zucchero's Namen; ein auch von C. Cort ge-stochnes Blatt), bey Balth. Caimop, A. Caprioli,Aug. Carracci , I. B. de Cavalleriis, Caylus, beyCharpentier, C.Cort, (vieles, zum Theil ohne CortSNamen), W. Dickin son, A.Eisenhout, I. Episcop,Firens, bey M Florini, C. Galle , bey Phil. Galle,Thevd. Galle, Adam und Diana Ghisi , H. Hondius,
J.Houbraken, bey A. Lafrcri, Thom deLeu, bey
C. Lossi, bey Mariette, I. Matham, B. und I.
D. Mazza, Steph Molinari, Hier.Olgiati, Poilly,Ge. Gasp. Premier, Joh. Raymond, D. Rosetti,Domin. de Rossi (excull.?) eine HimmelfahrtMaria (dies Blatt ist falsch adressirt, indem daSOriginal von Daniel Voltcrra); bey Rojsi, M.Nota (eine Auferstehung ohne den Namen desFriederich, mit und ohne der Jahrzahl 2677),I. und R. Sadelcr, A.Scacciati, H. van Schock,bey v. Sichem , Phil. de Soye, N. le Sueur, Phil.Thomassin, bey Phil. und Joh. Turpinus, bey Nicl.Valegi, G.Valk, ein 6.?.?. (der Leichnam Jesu über dem Grabe von einem Engel gehalten), eindi. 6. 8. (die Geburt Christi nach Taddeus) undendlich mehrere anonyme Künstler, ^c.
Zucchetri (F. P.). Ein von Joh. Carl Alles,schlecht in Fol radirtes Blatt, was die H.H. An-dronicus und Athanastus enthalt, ist bezeichnet^nccüettr inv. et pinx. /s/zc.
* Zucchi (Andreas), Theatermaler und Kupfer-stecher mit der Nadel und dem Grabstichel, geb. zuVenedig um 1680. Andreas hat viel in seinemVaterlande gearbeitet. Man hat von ihm eineFolge von 12 Blattern, Trachten der Venekianervorstellend, und eine Menge andrer, die er für dieBuchhändler gefertigt hat. In 1726 ward er nachDresden berufen, um die Dekorazioucn zu denOpern zu malen, die daselbst aufgeführt wurden.Nachdem er sich einige Jahre dort aufgehalten,kehrte er in sein Vaterland zurück, wo er fortfuhr,sich mit der Stecherkunst zu beschäftigen. DasBeträchtlichste, was er darinnen geliefert hat, sind
bisweilen, wie verrenkt, erscheinen; die Composition dann in einigen der dortigen Plafonds sehr kalt,besonders in dem Fall der Engel, wo die kämpfeuden oft weniger zu kämpfen als zu — lächeln scheinen.
1) Wo aber die Jnnschrift in den Worten: Llor>i>»s, picruis, ir-pbseii lärdinari rimNUmo, ,xas die Malereibetritt — unbändig zu hoch tönt. Dann aber sollen freylich auch, neben seiner »»ermüdeten Arbeit,ebenfalls einige Ausschweifungen seinen frühe» Tod gefördert haben.
2) Von weltliche» Gegenständen, nebst diesem, einzig noch: Zwey Armeen im Gefechte, die eine fliehendvor einem Stadkhvre (lwm« -p. ?. er ä. 'k'urpiuuw) ohne Namen des Stechers.