Band 
Zweyter Theil [5].
Seite
6109
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Zucchi.

610 S

geführt, und vielleicht mit dem nachstehnden Larlverwechselt. Wie dem immer seyn mag, der hierAnton genannte st. 1768 zu Dresden 62 I. alt.ä'naron. I. 1768. S- 02Z.

* Zucchi (Carl), welcher im Lex. unter demArt. seines Bruders Loren; erscheint, wurde 1747als Theatermaler, 2762 als Theater-Architekt zuDresden aufgeführt. Wahrscheinlich vertrieb ihnder siebenjährige Krieg nach Rußland . Hofkal.

^ (Catharina), eine Tochter von Franz

Zucchi, der ihr auch Unterricht in der Kunst er-theilte. Bon ihr selbst in einem leichten Style aufMalerart radirt, kennen wir zwey kleine Blätterin die Breite. Das eine, was sie zu Rom 1747fertigte, zeigt einen mit zwey Tauben bespanntenin den Wolken fahrenden Wagen, in dem dreyFrauenzimmer (die Grazien?) sitzen, und der voneiner Göttin mit einem Nimbus (Venus) regiertwird; das andere enthalt sechs Köpfe. Ander-norts sagt man, Match. Oestreich habe zwey kleineBlätter nach ihr gestochen. M-c.

* oder del Zuccha (Franz), Bru-der des nachfolgenden Jakobs des Florentiners./.-Er (L6. rsi-2.) I. igi. nennt ihn, gleich demLex. bloß als einen von Bagnoni sehr gelobtenguten Mustvarbeiter, und vortrefflichen Früchte- undBlumenmaler.

Zeichner u. Kupferstecher,geb. zu Venedig , welcher im Lex. unter dem Art. desvorstehnden Franz des Florentiners erscheint. Der-selbe zeichnete sich durch anhaltendes Studium inseiner Kunst aus. In Jahr 17ha ward er nachDresden berufen, um etliche Gemälde der Galeriezu stechen. Der Krieg, dessen Schauplatz einigeJahre nachher Sachsen wurde, nöthigte ihn, insein Vaterland zurückzukehren, wo er viel fürBuchhändler arbeitete. Rost IV. i>8. Dort wer-den von ihm ein Paar ungenannte Bildnisse nachRubens (das eine dessen erster Frau ähnlich), eines(I. A. Mnrani's) nach I. de Antona dann dieduldende Religion, die Religion und die Wissen-schaften, und Apoll mit seiner Leyer, alle dreynach A. Dallestra, und St. Helena die das Kreuzverehrt nach I. B. Cignarolli, angeführt.

Einer unserer Kunstfreunde giebt uns über die-sen Künstler ff. Berichtigungen und Zusätze:

Es ist irrig, daß er jemals nach Dresden gekommen sey; obwohl er für das dortige Galerie-werk arbeitete, so sandte man doch ihm nur dieZeichnungen nach Venedig . Dieser mittelmäßigeKupferstecher hat fleißig sich mit der Kunst beschäf-tigt, Vieles für Buchhändler geliefert rc. SeinWerk geht weit über 200 Blatt; doch trifft manunter denselben weder etwas Ausgezeichnetes, nochetwas Anziehendes '). Er soll gearbeitet habennach Johann da Antona, A.Balestra, F. Bataglioni,A.D. Bertoli, I. Bettini, V. Bigheri, Nicl. Billy,M. Brida, Hier. Brulaferro, Joh. V- Calzi, Annib.Carracci , A.Cavazzoni, Fonkebasso, D. M.Fratta,Jos Ghedini, F. Giardini, Nicl. Grassi, S-Lazari,L. Lippi, S. Manaigo, I. Marchioni, I. B-Mariotti, P. Perotti, S.Piatta, I. B. Piazzetta,I B. Reust, S. Ricci, S. Rosa, Rubens , G.Ruggteri, Fel. Sartori, J.B-Saffi, F. Savanni,P. Scalvini, D. Simonetti, F. Solimena, I. B.Tiepolo , Tintoret, Andr. Vincentino, Ant. Visentini,F.Zugno."

Zucchi.

Zucchi oder Z uccho (Franz), von Bergamo ,den das Lex. nicht kennt, ein Schüler von Campiin Cremona , und von Moroni in Bergamo . Vonletzterm lernte er, wahrhaft beseelte Bildnisse malen,und von Paul Caliari die Weise, sie seltsam zu klei-den. Auch in heroischen Bildern ahmte er den Paolooft bis zum Täuschen nach, so z. B. in einer Geburtund in einer Epifania an derOrgel bey St-Gotthard(zu Venedig ). Anderemale wollte er dem Cavagnaund Talpino gleichen und wetteiferte bisweilenglücklich mit ihnen, wie z. B. in seinem St. Diegoalle Grazie und an dem Hauptalkar bey den Kapu-zinerinne». Bisweilen indessen hakte man ihmbessern Farbenimpast gewünscht, und kam er hierinjenen Trefflichen seiner Schule nicht bey. Er st.1627. (Lcl. tei-2.) III. 280- 5 l.

oder Zucca (Jakob), geb. um 1841.Derselbe arbeitete unter Vasari , und zwar so, daßman die Eile dieses letztem nicht an ihm erkennenkonnte, und er ihm in seinem Beßten und Gebildet-sten nachzueifern wußte. Er lebte lange Zeit zuRom unter dem Schutze des Kardinals Ferdinandsvon Medici, arbeitete in dessen Pallast, undnoch mehr im Pallaste Ruccelai mit unglaublichemFleiße. Eine Geburt St. Johann des Täufers inSt- Giovanni decollato wird für das beßte Bilddieser Kirche gehalten, so daß er darin als einNachfolger von del Sarto erscheint. Besondersgraziöse waren seine jugendlichen und Kinder-Figuren. (L6. tsr-r.) I. lgi. Fiorillo I.

im Register citirt ihn unrichtig, so daß wir im Textihn nicht auffinden konnten. Nach ihm gestochennennt ein Verzeichniß meines sei. Vaters: Agarvon Abraham zurückgesendet, Joseph von seinenBrudern verkauft, und Moses im brennenden Busch,alle dreye von P.A.Kilian; Marter von St. Johanndem Evangelisten, und eine Gaiathea, beyde vonPh. Thomassin, auch etwas Ungenanntes von F.Villamena; der Winklersche Ganlkatalog ein soge-nanntes Tutti i Santi, wieder von Thomassin.

* (Joseph), Kupferstecher und Kupfer-

etzer, des obigen Franz Zucchi's desKupftrstechersjüngerer Sohn, geb. zu Venedig um 17Z2. heißt esbey Rost I V. 21012. wo er offenbar mit obigemAnton Zucchi, dem Gatten der Angelika Kaufmann ,dann wieder bey Anzeige seiner Blätter mit demfrüher angeführten Joseph Zocchi verwechselt ist,und ihm einige Blätter zugeschrieben werden, welcheschon oben diesem Zocchi zugeeignet sind; dannaber auch andere, welche wahrscheinlich ebenfallsdem letztem gehören. So z. B. die Musen Eratound Urania ; das Symbol der Einfalt, als einMädchen mit Tauben; Ealypso ruft Himmel undErde zu Zeugen ihrer Zuneigung zu Ulysses an; alleviere nach A. Kaufmann (woher dann die zuerstgenannte Verwechslung rühren mag). Ferner:Maria, das Kind und Johannes, zwischen zweyHeiligen, nach Fra Bartholomeo; die Veriäug-nung Petri nach Guercino ; Aeneas flieht mit Didoin die Grotte, nach Guido; Jupiter mit der Europa ,von Liebesgöttern umgeben, schwimmt durchs Meer,nach S. da Pesaro (verschieden von dem unterZocchi angeführten). Der Unsrige arbeitete auchzu dem oben unter Anron Zucchi bemerkten archi-tektonischen Werke des R. und I. Adam.

* (korenz), Stecher mit der Nadel und

dem Grabstichel, geb. zu Venedig in >704, und gest.zu Dresden in 1779, Sohn des vorstehndenAndreas, der ihn, als er in 1726 nach Dresden berufen wurde, um einige Oper-Dekorationen zumalen, mit sich nahm. Loren; hatte die Anfangs-

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>) Gandellinl führt eine Menge Titelblätter von ihm an. Dann 24 Ansichten von Venedig für den 171»gedruckten! vore«lieie iUunUllLl» intoivo 2tl« cc>!« üi <jenn «illu.

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