Band 
Zweyter Theil [5].
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Zuccolo.

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zuccoIo ( ), ein, wahrscheinlich Italiens

scher Künstler, der in >809 von der Regierung, zurAufsicht der Nachgrabung von Kunstwerken zu Aqui-leja und Abzeichnung derselben gebraucht wurde.Oeffentl. LZachr.

Zucker (Johann Daniel), ein Porzellain-rnaler zu Anspach 1807, damals 29 Jahr alt./l/55.

*Zöberlin, auch Ziberlein (Jacob).Derselbe war von Tübingen gebürtig. Sein Mo-nogramm bestand in einem kleinen Zuber, oder auchin den vcrschlungenenen Anfangsbuchstaben seinesNamens. Von ihm kennt man z.B- in Holz ge-schnitten die Titelblätter zu M. Crusius: HnnslesHuevici L. Vol. i'ol. 694- 8. V.

Dann die Bildnisse zweyer Aerzte: Daniel Moeg«ling und Jacob Schegkius. Anderwerts (beySchereiing I. S. ) wird der Unsrige vielmehrols Zeichner angeführt: Daß er nämlich die vonEllas Alt, auf Befehl des Herzog Ludwigs vonWürtemberg gemalte Bildnisse der TübingischenProfessoren von 167796. auf Birnbaum gezeich-net, und nachwcrts Jacob Lederlein solche ge-schnitten habe. So erschienen sie 4°- Vnb. 696.mit Eiogien von Erh. Fell, unter dem Titel: Ima-8>ass Professorinn Vubin^. mit den Monogram-men U. (Ueliss)^. (der Unsrige) und l.l»Zeichnung und Holzschnitt sollen mittelmäßig, odergar schlecht seyn. Diese Notizzen giebt ursprüng-lich der kundige (ssloehsen, und werden dadurchdie bey Christ S. 267. u. 28Z. angeführten, sonstunverständlichen Monogrammate 1 . 2 . und ö.völlig erläutert.

Zück (Vernarb), aus Schwaben , war ein Ma-ler zu München . Von ihm ist das Piafondgemäldein bee Pfarrkirche Mariahülf in der Vorstadt Au.In der ehemaligen Klosterkirche zu Rairenhaslachist folgendes von ihm: a) Das Choraitarblatt:Mariens Himmelfahrt, b) Der H. Benedikt, undc) Der H. Bernhard. Liporvsky.

-(Jamerius), ein Bruder des Vorigen,

hielt sich längere Zeit in München auf. Er fertigtedie schönen Freskogemälde in Rembrandts Ge-schmack in dem Bibliotheksaale der ehemaligenAbteiRaitenhaslach, und wurde am ChunrierschenHofe zu Koblenz als Kammerrath und Hofmalerangestellt. Liporvsky. Die Lebenszeit dieser bey-den Künstler Zück wird von L. nicht angegeben.

Zuelly ( ). Ein schlechter Kupferstecher

zu Dresden (oder vielmehr auf dem Vorwerke Ostragleich bey Dresden wohnend), gegen und in derMitte des vorigen Jahrhunderts. Er stach dieBildnisse der Gottesgelehrtcn C. C. Jünger, V.E.Löscher; das Vorschriflbuch des I. F. Geißler:Anleitung zu dem Dresdener-Cantzley-Ductu,29 Blatt qu. Fol.; Titelblätter rc. rMc.

Zündt ^ (Matthias). Von diesem deutschen Stecher aus der zweyten Hälft« des XVI.Jahrh,kennt man zwey Bildnisse: Johann von Raleta,Großmeister zu Malcha (i 566 .) und Ludwig IU-von Dourbon-Condö (1668.), beyde, ohne weitemNamen, bloß mit dem (einigen bezeichnet, und end-lich eine Ansicht der Stadt Grodno in Lithauen(1668.); diese nach der Zeichnung von JohannAdelhaufer (87*' sp" br. 10" 3 '" hoch). Die bey-den Bildnisse fanden sich in seinem eignen Verlage.IX. p. 5 äo Ö2.

Zuercher ( ), Maler und Vergoldcr zu

Zuernich.

Salzburg 179z. Besonders geschickt war er imLackiren der Kutschen. Hühner s Beschreib,v. Salzburg II. 612.

Zuerner (Adam Friedrich ), Magister; derSohn eines Pfarrers, geb. zu Marieney bey Oels-nitz in Sachsen , und nachgehends selbst Pfarrerzu Skassa bey Großenhayn . Da er eine besondreNeigung zur Erdmeßkunst in sich verspürte, sobewog ihn solches seinen Lanbsherrn, den Königvon Pohlen u. Churfürsten von Sachsen , August II.mit dem Gesuche anzugehen, durch ihn Chursachsenausmeffcn und in richtige Karten bringen zu lassen.Der König willigte ein; Zurner legte iein Predjgt-amk nieder, ward zum Hofgeograpb und Land- undGränzkommissair ernannt und betrieb sein Geschäftmit den ihm beygegebnen Gehülfen von 17121702.Er versichert selbst, daß er in diesen 20 Jahren171800 Meilen durchreis t und über 900 Gene-ral, und Spezialkarten gezeichnet habe. PeterSchenk lieferte u.a. nach ihm.ohne jedoch Zürner'sNamen zu nennen) den bekannte» aus §9 Karteninnbegriffen Prospekte bestehnden Atlas vonSachzen, der zu seinerzeit für ein non plus ulrrsder anschaulichen Geographie ausgegeben wurde,heut zu Tage aber nicht ganz mehr so in Achtungsteht. Ein besonderes Verdienst erwarb er sich umsein Vaterland dadurch, daß auf feinen Betrieb j»demselben Post- und Meilensaulen errichtet wurden.Er starb zu Dresden 1742. Mehr von ihm undseinen Werken sagt der Dresdner gelehrteAnzeiger Jahrg. 177z. S .85 ff. u.Adelu ng'sVerzeichnis der Landkarten u. topographi-schen Blarrer Sachsens . Einige seiner Karten,die in Originalen vor uns liegen, hat er artig ver-ziert, mlt Lanöschafrchen und Figuren die in Wasser-farbe gemalt sind. Nach seiner Zeichnung brachteauch Nicl. Zucchi das berühmte 1700 gehalteneLustlager bey Zeithayn auf m Bl. Royalfol. inKupfer; wie Per. Schenk 1716 das CarlS-Bad inBöhmen , dann Töplitz rc. In ,780 ließ das Ober-postamt zu Leipzig ein Aoemssement ergehen, daßL. C. Lotter zu Augsburg die große ChursächstschePostkarte des Unsern nachgestochen habe, unter demfalschen Vorgeben, als sey die Originalplatte abhan-den gekommen. Da dieses der Fall jedoch nichtwäre, so würden alle Exemplare gedachten Nach-siichs in Chursachsen konfiöcirt, u. s.f.

(Carl Friedrich), ein Conducteur,s. oben Hans Siegm. Ulrici.

(Johann Friedrich), ein Conducteur,s. oben Hans Siegm Ulrici. Er - der vermuth-lich ein Bruder von Carl Friedrich, so wie beydeetwa Söhne von Adam Friedrich waren starbals pensionirler Ingenieur-Lieutenant zu Dresden 1798, 80 Jahr alt. Dresdner -Anzeiger,Jahrg. 1799. z. wo er übrigens Irrig Zornecgeschrieben wird.

( ), ein Ingenieur-Geograph

der neuern Zeit. Eine aus vier Blattern bestehndeKarte von Steiermark , Kärnthen, Crainrc., sollnach seiner Zeichnung beyArtaria zu Wien (wann?)erschienen seyn (Preiß 4Flor.).

Zuernich (Anton), erscheint zu Wien 1786,als Kaiserlicher Hofmaler und Vergolder beydem Stalle (d. h. so viel, daß er das Malen derWappen rc. an den Kaiserlichen Wägen auf sichhatte). Hof- und Seaars - Schematismusvon VDien 1786. In 179Z kommt er, vielleichtAbstcrdens halbex, in dieser Anblicke nicht mehr vor.

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i) Das Lei. schreibt ihn Zindt.

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