Band 
Zweyter Theil [5].
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6112
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ZugaUi (Caspar), ein Baumeister, der >685von München nach Salzburg berufen wurde, wo erdie Theatinerkirche und die des DomcapitclschenSpitals erbaute. Hübner's Beschreib, vonSalzburg I. s 8 o. 409.

oder Zucallus (Heinrich). Nachfeiner Zeichnung hat Jer. Renner die innere Ansichteiner Kirche ziemlich schlecht in Fol. radirt. Ermag um der Mitte des XVII. Jahrhunderts inSchwaben gelebt haben.

( ), ein Jtalianer, Rath und

Oberbaumeister des Churfürsten von Bayern , indem ersten Diertheil des vorigen Jahrhundertsob etwa Eine Person mit vorstehndem Caspar?Derselbe erbaute die schönen Lustschlösser Schleis-heim und kustheim. Die innere Eintbeilung derZimmer, Stiegen rc. von Schleieheim, hat jedochder Rath und Churfürstliche Baumeister Estnerangegeben, welcher auch die Umänderung und Ein-richtung des allen Lustschlosses zu Dachau (unweitMünchen ) besorgte. Der letztere, den sein Herrdie Baukunst zu Paris hatte erlernen lassen, warvon abgedachtem Dachau gebürtig und 172z »ocham Leben. Relation von denen /estivitärenbey der Vermählung des Churprinzen vonBayern , Carl Alberr. Aus dem Französischen.Augsburg 1728. Fol.

Zugk (Sims, Gottlieb), «in Architekt, der1732 als Conducteur bey dem Bauamte zu Dresden bestallt wurde. Um 1/55 versetzte ihn der damaligeKönig von Pohlen und Churfürst von Sachsen, alstheatralischen Hofbaumeister, nach Warschau , undgab ihm zum Gehülfen den Conducteur JohannAugust Simon. Da er in Warschau , wo er 180..starb, 1000 Dukaten zu dem Kostenbedarfe der,auch von ihm selbst dort 1777 erbauten LutherischenKirche schenkte, so ließ die Lutherische Gemeinde1781 eine Medaille zu seiner Ehre prägen, welcheverschiedentlich abgebildet worden ist. Ohne Zwei-fel ist dies die nämliche Schaumünze, von welcheres bey Bernouilll VI. 268. heißt, daß solche vonL.P. Holzhäuser auf den Bau gedachter Kirche seygefertigt worden.

* 3 ugiri (Franz), welcher im Lex. s.v. Giugnierscheint, und von dem gleich folgenden wett neuernZugno wohl zu unterscheiden ist, st. 62J. alt (nicht1606 sondern) 1621. Von ihm heißt es bey /.a«Lr(L8. rei-2.) III. 2ß546.Derselbe kam zwarseinem Lehrer Palma in schönen Formen und Bewe-gungen nicht bey, übertraf ihn aber noch in derFülle seines Colorits, und in der Liebe, womit erseine Werke ausführte. Sein Meistes war al Fresco,und nicht selten mit Perspektiven von dem hierinsehr verdienten Sandrini begleitet, mit welchem erim Säle des Podesta und Capitano zu Venedig ,und in einigen Villen arbeitete. Auch seine BilderinOel hatten nicht geringern Werth, wie z. B. seineDeschneidung alle Grazie, und zu St. Francisc ei-nige kleineFiguren rings um einen Chor ^csntoris),die mit vielem Geiste gedacht und toccirt waren.

-Zugno (Franz). Nach ihm hat Franz Zucchiviele Vignetten und auch etwas größere Blättergestochen, M-c.

Zulian(Hieronynius), ein VenezianischerAde-lichcr, In der letzten Hälfte des X VIII. Jahrh. Ge-sandter der Republik bey dem Päpstlichen Studie,«in Freund und Beförderer der Wissenschaften, ließauf seine Kosten eine Topographische Karte vonPadua (wo er vielleicht verburgert war) unter Lei-tung des Professors der Mathematik an dortiger

Universität, Grafen Stratico's, mit großer Ge-nauigkeit stechen. M/r'Lr'a.terL I. 555.

zuIian Fornastero, ein Bildhauer. S. For,nastero im Lex.

Zuliani (G-Anion). In: Opera sei 8i^norHch. ?ietro IVletastasio. Venesia 1781-85.presso Tlmt. Xstta 8°. 16 Theile stnden sich sehrmittelmäßige Kupfer von einem solchen, unddann auch von einem G-Zukam'gestochen; welch«beyde wir jedoch nur für Eine Person halten.

-Zumbood.Zummo (Cajetan Julius). AlsZummo führt ihn auchFioriUo l. § 65 66 . unge-fehr gleich dem Lex. auf. Neben dem dort schonbeschriebenen Bilde der Verwesung sthrte er fürden Großherzog Cosinus III. welcher ihn in sein«Dienste nahm, noch eine andere Gruppe aus,welche das Schauspiel einer Pest, in der That sehrscheußlich darstellt. Unter dem ersten hatte er ineinem Winkel sein eigenes Vildniß nebst seinemNamen angebracht. Dann fleht man in dem Mu-seum zu Florenz einen Schädel, dessen innere Höh-lungen zum Theil aufgedeckt sind, und der vielleichtdemjenigen völlig ähnlich ist, welchen er nachherauch in Frankreich gemacht. In Genua , wo ersich von Florenz hinbegab, hinterließ er eine Geburtdes Heilands und eine Abnehmung vom Kreuze,zwey wahre Meisterstücke, welche de pries be-schreibt < und wovon das letztere von Cberon gesto-chen ist. In Frankreich verfertigte er den oben er-wähnten anatomischen Kopf, der dem Könige ver-kauft ward (liist.. 6e äes Sciences 1701.

p. 57-). Irgendwo Wird dieser Künstler ein Sizi-lianischer Geistlicher genannt, und behauptet, daßer der Erfinder solcher anatomischer WachSpräva-rake gewesen. Allein der Art. Jac. Vivio des Lex.und der gegenwärtigen Zusätze zeigt genugsam dasGegentheil.

-Zummo, s. den gleich vorstehnben Art.

Zumpe (Gustav Ludwig, gewöhnlich Gustav).Der Sohn eines OberamtslAktuars, geb. zu Dres­ den 1793, lernte auf dortiger Akademie bey demUnterleyrer Fechhelm die Zeichenkunst, und setztedies Studium seit 1811 bey dem Professor Schubertweiter fort, um sich zu einem Zeichner und Kupfer-stecher für Buchhändler zu bilden. Auf den Aus-stellungen 18tu und iSn sah man von ihm zweyKöpfe in Kreide, nach Hutin und van Dyck; dann1814 (als Schüler von Schubert) Johannes denTäufer, eine Zeichnung nach P. Battoni. Späterbestimmte er sich zur Kupferstecherkunst und lernt«dieselbe noch 1818 bey dem Professor E.G. Krüger.Die Dresdner -Ausstellung dieses Jahres, wiesvon «hm eine Kopie nach einem Blatte von Callot .

Zumper( ), ein Maler von Wien , dessenName uns nur aus dem Einschreibe-Buche derDresdner -Bildergalerie bekannt ist, welcheer i 75 d besichtigte.

Z u mpffMichael), Maler in der AltstadtPrag,st. 60 I. all 17,7 und ward in der St. Valentin-kirche begraben. Dlabacz.

Zu mpr (Heinrich Wilhelm) zu Berlin , erscheintin dem Berliner - Adreßkaiender, aufl 8 o 5unter der Rubrik der Conduckeur's, ohne jedochselbst schon diesen Titel zu fuhren.

*Zundr, s. obenZündr, und im Lex. Zindr.

>) Wir denken denn doch eher, das Ler. (nach Kosettt) dürfte Recht habe«.