Band 
Zweyter Theil [5].
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6115
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liiig -6 Pfennige; ein Zimmerer täglich so Pfen-nige; ein Maurer 24 Pfennige, und ein Tage-löhner 12 bis 20 Pfennige, und ungeachtet die-ses geringen Arbeitslohnes kam doch der Bauauf s 5,655 Gulden 5 Schillinge 2 Pfennige 3 Hel-ler zu stehen, v. Srerren S. 96. Bey demBallhausbau zu Augsburg , das der Magistratdaselbst >548 dem Bischöfe von Arras zu Gefal-len aufführen ließ, und wohin in der Folge dieStadtbibliothek verlegt wurde, war Arvitzel un-glücklich; denn da das Gebäude einstürzte, mußteer es auf seine Kosten wieder herstellen. Glück-licher war er indessen, als er den Brunnenkhurmbeym rothen Thore i 55 o erbaute. Lipowsky.

Zrvitzel (Jakob), von Elchingen gebürtig,ein Schüler von Engelberger (lebte 1499.), und warin der Folge Steinmetz zu Augsburg . L'powsky.

(Thomas). Derselbe bearbeiteteden schönen Pfeiler an der St. Ulrichs - Kirche zu Augsburg , und war vielleicht der Sohn einesder beyden Obigen. Dieser berühmte Steinmetz,st. zufolge des zweyten 162) erschienenen Theilsvon des Dvm.s) rasch: Lpttapkia AuAUstariaE. 27. in i5?o zu Augsburg .

* Zrvoel, Zrvoll oder Zrvort (L.),welcher im Lex. unter dem Namen A)orr (Z.)erscheint, ein alter deutscher Kupferstecher, vondem man, neben Anderm, eine Versuchung Christiin der Wüste, ohne andern Namen als den (ei-nigen, kennt. Christ führt sein MonogrammI >2 8. an, welches Einige für das Zeichen desLehrmeisters von Martin Schön halten; in sol-chem Fall müßte man seine Blüthezeit um i-ioosetzen. Dieses mit dem Grabstichel auf Eisengestochene Blatt (8^ 5 " hoch, 6" br.),welches der Winklersche Gantkatalog ausführlichbeschreibt, soll von äußerster Seltenheit seyn.Den Anfangsbuchstaben (L-) des Taufnamcnshab' ich einzig bey meinem sei. Vater gefunden.Ganz andere als Christ führt Hei'necke 111 . 400,das Monogramm dieses Künstlers, nämlich mitI oder 1 . A. IVl. und gewöhnlich zugleich miteinem Schabeisen bezeichnet, und dann weiter7 Blatter von ihm an: Sitzende Jungfrau mitdem Kind im Schooße; wieder die Jungfraumit dem Kinde zu den Füßen von St. Anna,die in einem Buche liest; die Anbetung derWeisen; die Gefangennehmung am Oelberge;eine Kreutzigung mit den beyden Schächern, denH. H. Weibern, St. Johann und Nicodcmus(vorn drey Soldaten, die mit Würfeln spielen;eine Pieta); St. Georg der mit dem in die Luftfliegenden Drachen streitet (die geflohene Königinauf einem Berge, und in einer Hole Knochenund Todtenköpfe). Von diesen sind besondersdie Gefangennehmung und die Kreuzigung großeBlätter von -Z" Höhe, und 9 11" Breite.Einer unserer Freunde nennt noch ein achtes:Anspielung auf die Zergänglichkeit des irrdischcnLebens, in Gestalt eines Epitaphiums. Untenliegt ein ausgestrecktes Ekelet; über demselbensteht Moses mit den Gesetzestafeln zwischen zweyTodtenköpfen; und noch höher wieder ein Todten«köpf zwischen zwey Propheten. Alle drey Figu-ren mit verschlungnen Zetteln umgeben, worauf

lateinische Schriftsprache enthalten sind. Obertist dies Blatt mit: 4. N. bezeichnet.

Einige glauben, daß dieser Künstler ein Schülerdes jungem Israels von Mecheln gewesen seyndürfte.

* § ybes (Gysbert). So hieß mit seinem Tauf««amen, u.so schrieb zuweilen seinen Geschlechtsnamender... Spbes im Lex. und in diesen Supplementen.Künftig an seinem Orte ein Mehreres über ihn,der, wie wir vorläufig bemerken, kein Kupfer-stecher sondern ein Buchhändler zu Leuwardenwar. AFrr.

Zyka ( ' ), ein geschickter Baumeister der

letzter» Hälfte des vorigen Jahrhunderts in Böh­ men . feuere Abband!, der Böhmisch . Ge-sellfch. d Wissenschaften III. S.- 58 .

* Zpl (B. van). Von ihm kennen wir meh-rere sehr mittelmäßig radirte Pläne und Nissezn folgenden im Haag erschienenen Büchern:llelution llo la Lsrnpagne <ls l'annös 17.19. 8^.1711; I. H. D. Landsberg : 1 > 1 ouveI 1 ö rns-nisre cls fortistsr les plavv8 4 °- -7!2; Dessel-ben: Xouvoau probet ll'une cicaclelle 4°. 1718-

-oder Zyi (Dirk van). So beißt bey

Fiorillo (Deutschl.) II. 482 ohne Weiteres einniederländischer Glasmaler zn End des XVI. Jahr-hunderts-

* -(Gerard). In wie fern derselbe mit

dem B- l). Roelof und Theodor van Zyl desLexikons in-Verblndung stand, und ob sie wirk-lich alle verschiedene Enlia waren, ist uns unbe-kannt. Nach ihm hat A. Blooteimg das Bild-nis des Malers G. Flink in Schwarzkunst ge-schabt.

-(Johann van). Irgendwo gedenkt man

folgenden von ihm verfaßten Werkes: Dkeatrummaeliinarum universsls, ok 6root gl^smeoniUolen - Uoek, cloor AV/rcMM- va-r Zr// , Ara-veercl van )an8cli6nlr iske Oeel. Arnscerst. 176t.gr. Fol. mit 65 Realfol. Kupfern. Mkc.

*Zylvelt, etwa auch Splvelr (Adam van),geb. zu Amsterdam -645 (s. 6. um - 645 .). Inseinen Stichen suchte er den Johann Disscher nach»zuahmen, und that solches mit vielem Erfolg.Von ihn kennt man Bildnisse, meist lauter dun-keler gelehrter Männer, theils nach R Bracken-burg, H. von Fersen, M. Gillig, I. Heimann,A. Houbracken, Sandrart und H. Derschuuruig,theils nach eigens Zeichnung denn doch z.B. die-jenigen von N. Arnold, B. Becker, und I.Gronovius; dann Meerporte nach Lingelbach,und ein bey Cadix -640 geliefertes Seetreffennach C. (a. d. M.) ComanS. Von seinen Bild-nissen finden wir die mehrern von -677 85,eines auch mit -687 datirt. Bost VI. 24245»

* Zynnde (Matthias), s. Zindr im Lex. undZündt oben.