Band 
Zweyter Theil [5].
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Zuylen.

Arbeit beholfen gewesen '), u. s. f. »Er besaß '(heißt «6 dann weiter) »eine große Leichtigkeitdes Pinsels; seine Composition ist gut und ein-fach, das Colorit trefflich; und in der Land-schaft war er eben so glücklich, wie im histori-schen Fach." Dann folgt besonders noch derPreis des erwähnten Gemäldes, das in seinemharmonischen silberfarbnen Tone Caliari's würdigwäre. Die Zeichnung hingegen halte die Prü-fung nicht aus, und der mißmuthige Blick derHauptfigur reime sich nicht mit der frohen Scene.Eine Nachbildung im Umrisse s. I.c.

Zuyken (I. van). Nach einem solchen,uns unbekannten Maler hat S. A, Lamzweerdedas Dildniß eines Menard Lamzweerde gestochen.

* Zwarte (Johann) oder Zwarte Jan.So heißt Fiorillo Deutsch !. 1 l. 48Z. einenLehrer von Adrian Traberb. Dieser Zwarre istaber wahrscheinlich kein Anderer als der JohannSchwarz, genannt vredemann, des Lex. undder gegenwärtigen Zusätze.

Zweiffel (G. D.), ein Maler, vermuthlicht» Schwäbisch Hall, nach welchem Jos. a Mon-talcgre den dortigen Salzbrunnen und einen Pro-spekt der dastgen St. Michaelskirche (dies ohneNamen der Künstler) gestochen hat; man findetbeydes in des Joh. B. Beyschlag's Buche:Geistliche Brunn-Quell. Schwäbisch Hall 1716.Vielleicht war er ein Sohn des Malers JohannDavid Zweiffel's, welcher um 1676 arbeitete,und nach dem wir (ohne einen Namen desStechers) ein Bildniß des Gottesgelehrten G- F.Gratcr's zu dessen: Xstksnael Lkristianns (dasredliche Christen-Hertz). Rotenburg u. Schwab.Hall 1676. 8°. kennen. Nach einem der Obigensoll endlich I. U Kraus das Dildniß der I. W.Wibel, Städtmeisterin zu Schwäbisch Hall, ge-stochen haben.

(Johann David ), s. vorstehnden

G- D. Zweiffel.

ZwenDhof( ), ein Wiener , unter derRussischen Kayserin Anna, hat verschiedene allego-rische Statuen im Garten des Svmmerhofs zuPetersburg in Marmor gebildet. Er st. 1744 -Meusel MisceU. XI. S- 276.

Zwetler (Joseph) aus Prag , erhielt 1808von der dortigen Gesellschaft der KunstfreunderS st. als das Acceffit zu dem zweyten Schul-preise. Dlabacz.

Zweyringer (Daniel Gottfried), ein Inge-nieur zu Berlin 1771, welcher zu dem dortigenBaudepartcmente gehörte,

Zwickau (Heinrich zu), ein Münzmeister zuAvickau, den eine Urkunde unter den dortigenRathspersonen 12^7 erwähnt. (Klatsch) ver-such einer TbursachsischenMünzgeschichrel. 21.

Zwicke! (Martin), Stadtwerkmeister zuAugsburg und ein geschickter Steinmetz, führtebort viele Gebäude, besonders an den Stadt-Mauern auf. Das Gögginger -Thor wurde r 58 rvon ihm erbaut; auch gab er den großenSpringbrunnen auf dem Perlachberge an, un-ter welcher Arbeit er aber starb, und dieser so-hin von seinem Nachfolger, Kreuzer, vollendetwurde. Lipowsky.

Zwitzel.

Zwicker (Daniel). Das HamburgifcheMagazin D. XI. 17Hz. 8°. S- 59S. nennt gele-gentlich folgende Karte: Nsbnlr» ?siuänm ?o-lt-sise, autore Hanreie ^reu'r^ero, vileä. l)oct.s Cuilelmo Honüiollo. 16H6. 6ellsni eäits.Dieser Arzt, der durch seine religiösen Meinun-gen bekannt geworden ist, wurde zu Danzig 161,geb. und st. zu Amsterdam -678. Mc.

Zwiebel (Johann Traugott). Der Zimmer«mannskunst Beflitzener aus Bautzen , zeigte aufder Dresdner -Ausstellung 1810 den Riß zu einemherrschaftlichen Wohngebäude.

Zwiüig meyer (Heinrich Julius ), Münz-wardein zu Hannover in 176Z. Er.

Zwinger (Anna Felicitas), Gattin des nach-folgende» < 5 . I S- Zwinger. Oben unterpreißler erscheint sie irrig unter den Todten.Geb zu Nürnberg 174», setzt wenigstens Men-sel III. sie (1809.) "och unter die Lebenden.Sie malte auch in Oel , und gab Unterricht inZeichnen. !. c. II. u. III.

(Christoph Johann Siegmund),(^.b. Director, s. Unlerdirector)K>er Zeichenschulezu Nürnberg um 17,"8, geb. daselbst 1744 .Derselbe war Schüler von Joh. Justin preißler,und Gatte von dessen Tochter, her vorerwähn-ten , daher auch späterhin Jnnhaber des Preiß-lerschen Kunstverlags. Lipowskp. Hkrc. Ermalte auch Bildnisse in Oel. Merisel II. III.Gchad's pinacothek. S. 198. Er lebte noch1819, und das tA. Taschenbuch von Aürnb.d. I. (S. 19-i) rühmt ihn als gründlichen Lehrerder Zeichcnkunst daselbst.

(Gustav Philipp),; Sohn der bey-

den Obigen, Zeichner zu Nürnberg , geb. daselbst,lernte bey seinem Vater, und ging alsdann nachWien , um die dortigen Gelegenheiten zu seinerVervollkommnung zu benutzen. Berruch sah dortvon ihm 180a einige gut componirte Scenen ausNathan dem Weisen und Schillers Tell. Meu,sei III. (1809.). Nach ihm hat I. Kellner, fürden Verlag von G. P. Pech, ein Folioblatt ge,stachen: Die Franzosen in Nürnberg , als Mit-arbeiter an der Teutschen Freyheit 1796. DieserStich enthält einzelne Scenen, zwischen denensich die Berechnung des Kostenschadeus findet,den damals Nürnberg wegen der Französischen Invasion zu tragen hatte, und der sich überanderthalb Millionen Gulden belief. S. auch dengleich ff. Art. ^

- (G-). Nicht unwahrscheinlich mitdem Vorstehnden Gustav Philipp (Z.) noch EinePerson, zeichnete zu des Fouquö Frauenraschen-buch. Nürnberg 1817. 12°. ein schönes kleinesvon M. Eßlinger gestochenes Blatt: Wie eingewaltiger Ritter einen großen Hund und einenBären erlegt,

Zwin;er (Sebastian), s. oben den Art.Daniel Wedekind.

Zwiyel tBernard), ein Steinmetz zu Augs­ burg erbaute dem Herzog Ludwig von Bayerndas Residenzschloß zu Landshut im I. i 5 Z 6 , undbezog als Baumeister einen Gulden Wochcnlohn,dann mit jedem Vierteljahre anfangs 10 undendlich 20 st. Ein Steinmctzgeselle hatte «vöcheichlich i Schilling 9 Pfennige; ein Junge 1 Sch>>-

r) Hier wird er übrigens mir Lnmkert Gutermann verwechselt, und wisse» wir jetzt noch Nicht, ob bicbeyden Bilder in Frankreich diesem letztem, oder einem der Güster oder Auster» ^gehören.