Band 
Zweyter Theil [5].
Seite
4
JPEG-Download
 

4

Abbö.

Abel.

1677. Anderwärts heißt es: In Banicrs Ovi-bischen Verwandlungen. Die beyden Bauhe undBouttats haben dieselben gestochen; dagegen hatC. Waumans keinen Theil daran; wohl aber sollderselbe nach Abb« das Bildniß des MalersPet. van Bredael gestochen haben.

^ll.^ Abbe ( ), hieß Johann, und

war Königlicher Architekt zu Baris. Wir ken-nen eine Vignette, die Basse für die Bücherseiner Bibliothek atzte, mit der Inschrift: LxIldl'is doannis Xrcliit. Nach

ihm ist z. B- das Feuerwerk in kl. Fol. gesto-chen, was unter der Direction des ArchitektenBeausire, der Einnahme von Tournay halber,1745 zu Paris gegeben wurde; dasselbe ist ohneAnzeige des Stechers bezeichnet: is

zeunc et p. (ilix). Uebrigens bleibt

noch anzumerken, daß das Supplement s. v.Labbö einen Künstler aufzahlt, der aber nurEine Person mit dem unsrigen abgiebt; dortfindet man somit noch andre Nachrichten überihn.

jA. 11 .^ Abbiati (Phil ). Lanzi (ed. ier/.. IV.24«) nennt ihn einen Künstler von großem Talent,und für macchinose Werke wie gemacht,, kühnvon Ideen, und entschlossen in der Ausführung.Auch was nicht vollendet war, gefiel, und würdenoch mehr gefallen, wenn er die Grundsätze tie-fer studirt hatte. An der großen Decke von St.Alexander Martyr (?) zeigte er sich als Neben-buhler von Friedrich Bianchi und andern wackernFrescanten. Besonders rühmt Lanzi seine Pre-digt des Läufers zu Sarono, wo er seinen Na-men beysetzte. Die Figuren seyen nicht zahlreich,aber schön, abwechselnd, kräftig gefärbt, undkühn toccirt; daher von großer Wirkung.

sll.^I Abbolr (I. Ph.). Auch Jac. Wal-ker soll nach ihm gearbeitet haben. S. untenLemuel Abbor, mit dem er wahrscheinlich EinePerson ist.

Abbot(J.). So nennt Fiorillo V. 844«inen Englischen Jnsectenmaler aus der letztenHälfte des XVIII. Jahrhunderts, der, nebenC- Donowan, in dieser Kunstgattung noch vonNiemand übertreffen worden.

l^H.) (Lemuel). So nennt der einzelneCatalog von Brandes einen Englischen Künst-ler (wohl einen andern als den oberwähntenJnsecrenmaler) nach welchem Earlom das Bild- des General Nelson, und I. Walker das-jenige von Thomas Erskine schön in Schwarz-kunst geschabt hat. E auch oben, und schon inunsern Zusätzen, den Art. I. Ph. Abbolr.

Ull.^ Abbr (Christoph). In diesem Arti-kel unserer Zusätze l. sür Drenrrvelr Drenrs-rvee.

s. auch unten Abr.

sll.^ Abdalha Ben Rakib, ein arabi-scher Baumeister, soll, auf Befehl des KönigesAbdelraham, die Cathedrale von Tortosa errich-tet haben, wie solches eine arabische Inschriftin derselben bezeuge. Lo^s, Vo^a^espiltorezques cl'LspsAne (dritter Brief Text zuPl. 6q). Ob derselbe mit dem Bildhauer Ao-dallab unserer Zusätze Eine Person sey, ist unöunbekannt.

Abdoulrahman, der Stifter des König-reichs Cordova, in der Mitte des VIII. Jahr-hunderts. Unter seiner Regierung blühten dortdie Künste herrlich empor- Er verschönerte dieHauptstädte seines Reichs, und legte, neben

Anderm, den Grund zu der berühmten Moscheezu Cordova, die nach dem Muster derjenigenzu Damascus errichtet wurde. Sie ist 600 ^lang, 200 ^ breit, und enthalt 2g Schiffe in derLänge und 19 in der Breite; das Ganze ruhtauf 109Z marmornen Säulen. Sie hatte 24mit Bronze kunstreich verzierte Eingänge, undein Hauptthor, das mit goldnen Platten belegtwar. Auf dem Gewölbe waren drey goldneKugeln und auf dem höchsten Gipfel ein Gra-natapfel und eine goldne Lilienblume. In derNacht wurde sie mit 47 »» Lampen erleuchtet,die jährlich 20,000 Pfund Oel erforderten, undmit Weihrauchwolken erfüllt, wozu man jährlich60 Pfund Aloeholz und eben so viel grauenAmbra brauchte. Als die Christen sie aus einerMoschee zu einer Kirche machten, und zu demDienste des wahren Gottes einweihten, verschö-nerten sie dieselbe nicht. Sie benutzten nur et-liche ihrer Abtheilungen, um einige Hauptcapellendaraus zu machen. Eine von den letzter» hateinen Platfond, der noch ganz so schön zu seynscheint, wie er unter Arabischer Herrschaft war.Die Säulen sind von schwarzem Marmor undhaben sich sehr gut erhalten. Weil sie in keinerununterbrochenen Reihe stehen, so entsteht einwunderbarer Anblick. Sie reichen nicht bis andie Decke hinauf; ihre Höhe erstreckt sich nurbis auf 10 oder 12 Fuß; sie haben wederFußgestell noch Capital, und sind unter einan-der vermittelst doppelter Bogen von Stucc ver-bunden, die selbst auf einem dicken übergypstenGrunde ruhen. Seit 1782 sind auf Befehl derSpanischen Regierung Grundrisse und Abbildun-gen dieses und anderer Arabischen Gebäude ge-gefertigt worden, Liorillo, IV. si - 22.

Abeck (Johann Heinrich), ein Schreiner zuNürnberg , dessen Bildniß in Kupferstich (»687Set. 56 ) gefunden wirb. Oanzer, Aürnb.Bildnisse.

sJ. 11.^ Ab eele (P. van), der Holländi-sche Medailleur; s. denselben im Lexicon und denZusätzen s. v. vabeele.

Abel (Alexander Dionys Joseph) von Va-lenciennes (1810 26 I. alt), Schüler von Da-vid, erhielt damals den zweyten großen Preisin der Malerey mit dem Bilde: Zorn desAchilles.

suJ (August), s. Leopold AugustA. im Supplemente und unten.

sl. Il.^j - - (Ernest August). C. G.Geyser hat nach ihm das Bildniß des Göttin-,Zischen Gottesgelehrten Gottfr. Leß, und Wickerzu Frankfurt a. M. dasjenige des Arztes A.Reichard gestochen, Tkko.

sl. II -4 (E. H.). Von einem sol-chen in Miniatur gemalt, sollen sich ehedem inder Sammlung des Kapellmeisters Bach zuHamburg die Bildnisse Carl Friedrich Abelsund Joh. Christian Bachs befunden haben, wieder Anhang des zweyten Theiles von GerbersLexicon der Lonkünstler S- 6061 meldet. Daunsre Quelle aber reich an Druckfehlern ist, sofragt es sich, ob dieser Artikel nicht etwa aufden obigen E. A. Abel zu beziehen sey?

(Gottlieb Friedrich), Königl. Würtem-bergischer Hofkupferstecher zu Stuttgart seit1786 (Zögling der hohen Carlsschule, Vvrnäm-lich Joh. Gotkh. Müllers), geb. daselbst 176z.Von ihm nennt Meusel tii. (1808) zwey großePlane von Hohenheim und der Solitüde, nach derZeichnung des Hauptmanns Fischer; bann eineFolge von solchen, zur Geschichte des siebenjähc