Band 
Zweyter Theil [5].
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Aberli.

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nicht viel sagen. So weit ich Kenntniß davonhabe, so ist es nur der einzige Aber!, von Win-terthur in der Schweiz , von dem ich weiß, daßer mit vielem Fleiß und in gutem Geschmackearbeitet."

sl. n.1 Aberli, eigentlich Aaberli(Johann Ludwig). In Oel arbeitete er nur We-niges. In deutschen Galerien finden sich vonihm, unsers Wlssens, einzig zu München : Einekleine Landschaft mit einem Wasserfall zwischenFelsen, auf welchen ein Fischer angelt; und zuSchlelsheim eine etwas größere: BeseitigteBrucke, unter deren Bogen ein Fluß durchfahrt.Beyde auf Holz. Weit mehrere (wohl die mei-sten) dürfte man in Bern treffen, von Männ-lich bemerkt über ihn: »Eine Reise nach Pa-ris und der Umgang mit Freudenberger bildeteseinen Geschmack mehr aus, der vorhin etwasins Kleinliche fiel." Seine Prospekte nach derNatur taugen ungleich mehr, als seine idealeLandschaften, die nicht selten aus Theilen com-ponirt sind, die sich in der Natur nicht zusam-menfinden ; was indessen so vielen Landschaftenneuerer Zeit zur (nicht genug gerügten) Lastfallt." Mit ganzer Seele hing der Unsrige aneinem Bilde, das er kaum ein Jahr vor seinemTode für die Herzogin von Brionne anfing undwelches späterhin, so viel wir wissen, von Nie-ter vollendet wurde. Eine kleine Nachbildungdesselben findet sich im Neujahrsblatte der Künst-lergesellschaft zu Zürich , vom I. 1817. Dortauch ein wohlgeschriebener Auszug seiner schonin unsern Supplementen angeführten Biogra-phie, und in Vignette ein kenntliches Brustbild-chen, von M. Eßlinger. Gestochen nach ihmhaben B. A. Dunker, C- G. Guttenberg, G.D. Heumann, I. A. Pfeffel, M. Pfenninger,H. Nieter und A. Zingg. Lsr,-scLs. — Nichtjedermann weiß, daß der Unsrige der erste war,der die Landschaft in leichten Umrissen atzte, undmit dem Pinsel austuschte und colorirte. Tüb.Lunstbl. 1821, S. 335 .

Abesch (Anna Barbara), Tochter des Glas-malers perer Anton A. Glasgemälde auchvon ihr, so wie von ihrem Vater, befinden sichin der Aargauischen Benediktiner-Abtey Muri .Fionllo D. IV. gb.

Abignä (T. d') soll der Verfasser einesWerkes seyn, das zum Titel führt: Qs UekenseUroite yui est 1s kartistcstion Uekensivö cts-dlie sur les Principes kxcs et nouvesux lleIVl. cle Loekiorn, psr 1 e 8»r. 1 *. in-

senieur orllinaire lies etats lies krovinees-Vnies, 8. krecis 1706. Scheibe!« Ein-leitung zur mathematischen Bücherkennt-niß, I. 607.

Abilgaard oder Abei gart (AndreasLorenz), ein Seidensticker zu Meißen bey Dres-den 170Z. Das itzriebende Mrissen, 12.Dresden 1703.

sn.) — — (Clemens). Da Weinwichdesselben so wenig als sonst jemand gedenkt,so ist höchst wahrscheinlich, daß, da er, demSupplemente zufolge, nach dem nachfolgendenMklaus geätzt haben soll, aus dem Kupfer-stecher Johann Friedrich Clemens, welcher wirk-lich nach Mklaus A- gearbeitet hat, irrig einNonens geschaffen worden.

sll-H — — oder Abi!d gaard (Niklaus,eigentlich Niklaus Abraham, gewöhnlich Ntklaus),der Sohn des nachfolgenden Sären A-, geb.zu Kopenhagen - 744 - Er lernte auf der Aka-demie seiner Geburtöstadt: dort war Mandelberg

Abilgaard.

fein erster Lehrer (wie Ramdohrs Studier»auf einer Reise nach Dänemark , I. 106,besagen), und erhielt von dieser 1764 einen PrelSim Zeichnen nach dem Modelle, so wie 1765,1766 und 1767 (damals die goldne Medaille)dergleichen in der Malerey. Spater ging er,mit Beyhülfe seines erlangten Reisestipendiums,von 1772 bis 1777 nach Italien , wurde nachseiner Zurückkauft Professor der Akademie undstarb endlich als (seit 1807) Direktor derselben,und Mitglied des Danebrog-Ordens, zu Ko-penhagen 1809. Nicht allein, daß er ein großerKünstler war, so war er auch einer der wissenschaft-lichst gebildeten Geschichtsmaler Europens, wieseine Werke bezeugen. Neben seinem noch in Rom gemalten Phtloctet, lobt man auch seine histori-schen Staffeleygemälde für den Rittersaal desalten Schlosses Christiansburg. (Diese wurden1794 durch Brand vernichtet.) Ein Mehreresüber seine Kunstprodukte kann in der Minerva ,Jahrg. Z 7 gr Monat Juli S. n 3 , und inRam-dohrs Studien S. 93-101, nachgelesen werden.lDernwich, Lunsthiftorie i Damnark, S.-85 u. ff. — In der allgem. Encyclopädie vonErsch und Gruber sagt man, er sey 174z ge-boren, und habe von 177s bis 1777 in Italien verweilt. Diejenigen Werke, die seinen Ruhmder Nachwelt übergeben würden, wären: Sokra-tes, von Clemens gestochen; Jupiter, der dieSchicksale der Menschen abwiegt; die Schöpfungder Welt, nach Orpheus ; Culmins Schatten,in dem er sich der Mutter zeigt; und ein Cu-pido, der dermalen sich in Spanien befände.Seine Künstlerlaufbahn habe er mit vier großenGemälden beschlossen, die eben so viele Scenenaus den Lustspielen des Terenz darstellen. Außer-dem besäße man von ihm eine unzählbare Mengevon Monumenten, Dekorationen, Allegorienu. s. f., bey deren Entwurf ihn seine lebhafteund fruchtbare Einbildungskraft, seine Gelehr-samkeit und die Hülfsmittel seiner schätzbarenBibliothek unterstützt hätten. Seine tüchtigenEinsichten in der Theorie und Geschichte derKunst, bewährten auch seine von i ?85 bis 1798erschienene» Schriften. Das harte Urtheil, wasfernoro in: Leben des Lünstlers A. I.Carstens, über ihn ausgesprochen, habe ihmbey keinem Unbefangenen geschadet; er sey einDänischer Künstler der ersten Größe, der vonder Natur mit seltenen Anlagen begabt wurde. —Ein talentvoller Künstler, der mehrere Jahrein seiner Nähe lebte, urtheilte freylich ebenfallsfolgendermaßen über ihn: »Abildgaard besaßeinen festen Charakter, war aber ein großerEgoist, der wenig Mittel verschmähte, um seineEndzwecke zu erreichen. Unterdessen mußten auchseine Feinde die große Geschicklichkeit und dasGenie anerkennen, was er zur Kunst besaß; undsie mußten gestehen, daß nur er derjenige war,dessen durchgreifende Festigkeit die Kopenhager-Akademie von ihrem Verfalle rettete, wenn erauch bey alle dem sich wenig mit seinen Schü-lern (zu den vornehmsten derselben gehören derberühmte Thorwaldson, bann der unglücklicheFlink, Wahl, Hoyer rc.) beschäftigte, und ge-gen dieselben sich mehr vornehm als zugänglichfinden ließ. Seine Zeichnungen sind vortrefflich;doch zeichnete er in frühern Zeiten seine Figurenzu lang. In der Malery hatte er das Beson-dere an sich, daß er nicht, wie andere Maler,von dem Lichte ausging zu den Schatten, son-dern daß er umgekehrt verfuhr. Das Letzteresoll die Ursache seyn, warum seine Arbeiten zwareinen dunkeln, nichts desto minder aber einenwarmen und kräftigen Ton an sich tragen. SeineManier war in Kopenhagen Modemanier gewor-den." - Der Dänische Graatskalenderauf 1789 nennt ihn als Königlichen (ersten) Hi«