Abondio.
8 Abilgaard.
storienmaler, Professor der Kopenhagner- undEhrenmitglied der Berliner-Akademie, und legtihm den Rang (doch nicht die der Kunst abge-kehrte Stelle) eines Justizrathes, wie das Sup-plement besagt, bey. Das Bildniß seines Freun-des A. I. Netz zu desselben: Odservatione«dotanicsc, lüp«. 1791, Fvl., hat nach ihm F.G. Schmidt 1790 zu Dresden schön in Foliogestochen; auch soll L. Hoppe ein Blatt unterdem Titel Ossian, in Folio, nach ihm gelieferthaben. Daß Abilgaard, wenigstens einigeKleinigkeiten, selbst ätzte, bezeugt der folgendeArtikel seines Bruders perer Christians. Inder Hall. A. L Z. rdio, S. gZ), werdennamentlich König Svends Loskaufung als dasBild für seine Aufnahme in die Akademie, unddann als Schriften von ihm, außer mehrernStreitschriften (?): Erklärung der Marmortafelmit dem Bild der Sonne, in der MatthäischenSammlung zu Rom (i/gZ), und einige Nach-richten von einem Bilde des Correggio (beydein der Dänischen Minerva) genannt. Er hin-terließ eine aus seinen eignen Gemälden beste-hende Galerie, welche seine Wittwe noch 182»besaß. Die hinterlassene Büchersammlung die-ses gelehrten Künstlers wurde für die Akademieerkauft.
Abilgaard (Peter Christian), der Bruderdes vorstehenden Mklaus, geb. zu Kopenhagen i 7 -jo, und hier als Professor der Universität undSekretair der Gesellschaft der Wissenschaften 1801gestorben. Mittelst seiner umfassenden Kennt-nisse der Naturgeschichte, der Naturlehre, derArzney- und der Thierarzneykunde, erwarb ersich mannigfaltige Verdienste um sein Vaterlandund machte auch als Schriftsteller seinen Na-men rühmlichst bekannt. Auf den Reisen, dieer durch Norwegen, Italien und Spanien un-ternahm, entdeckte er in der Gegend von Rom ein antikes Grabmal, was der nicht unbekannte(oder wie Ersch sagt »berühmte") dänische Ma-ler Cabot (Ltucciri ü^urati, csistenti irr unantico «cpolcro kuori ckelle muru «II Koma.Koma 1795) beschrieben hat. Ersch und Gru-dere allgem. Encyklopädie , und N)e ku-rv ich, Aunsthistorie S- 168. Wir gedenkenseiner aber deshalb, weil wir in der Vorredevon C. F. Rottboells Vescrlptionc« et Icone«plantarum, erl. nova c. tad. XXl aen., Hav-
uiae »78(1, Fol., lesen, er habe nicht allein andem Texte gebessert, sondern auch die neunzehnTafeln der botanischen Abbildungen fein, nachden Regeln der Kunst gezeichnet. Gestochenwären aber diese Kupfer von den beyden Söh-nen des Universitäts -Kupferstechers Haas desältern, mit Ausnahme des zehnten Blattes, wasvon dem Bruder perer Christians (dem abge-dachten Nikiaus) sey u. s. f.
— — (Sören), ein in Norwegen 1718 ge-borner Maler, welcher von 17Z7 an auf derSchule zu Christiansand sich der Zeichenkunst,der Naturhistorie und der Oekonomie befliß.Mit dem Geheim-Archivar Langbeck reiste er175z und 17hg nach Schweden und in die Ge-gend von Ostersoen , um alte Denkmäler zuzeichnen; so wie er auch gleiche Mühe auf diein Dänemark befindlichen Alterthümer verwandte,nachdem er bey dem Königl. Dänischen Archiveals Zeichner angestellt worden war. Die schö-nen Zeichnungen, die er von den letzt gedachtenlieferte, sind dermalen in der Universikärs-Bib-liothek zu Kopenhagen aufbewahrt. LVein-rvich, Kunsthistorie S- >68. Sören gabeine Beschreibung von Stevens Klint in däni-scher Sprache heraus, welche auch ins Deutsche (Kopenhagen u. Leipz. 1764, 8.) übersetzt wurde.
Man findet in derselben einige Prospekte undnaturhistoriscbe Gegenstände nach feiner Zeich-nung, die (wenigstens in der Uebersttzung) voneinem Anonymus geätzt sind. Irgendwo führtman zwey bunte Blätter in quer Quart an: b el-le« Olaerle und kelle« liloorslcab, welche beizeichnet sind Inv. und 6. «e. (d. h. ^bli-guarcl luv., Diemen« sc.), die entweder vonihm oder seinem Sohne LZiklaus herrühren.
Abilgaard oder Abilgar ( ), ein
Maler, der unstreitig um 1709 zu Zittau in derLausitz lebte. Wir kennen ihn einzig aus Ot-tos Lexicon der Ober-Lausitzer Schrift-steller und Künstler, wo es «. v. Joh. Geo.Knoblauch heißt, derselbe Knoblauch habe inDruck gegeben: Betrachtungen über heilige Bil-der, eine Gedenkschrift auf des KunstmalersAbilgar's Eheliebste. Zittau 17Z9, Fol. — DasTitelkupfer von I. B. Carpzvvs ^nalecta ka«-torum Littavien«um 1716, Fol., ist bezeichnet«c. und auch /. o. 8c. Ver-
muthlich ist dieser Abilliar und der obige Abil-gar nur Eine Person; und eben so vermuthlichhat der Kupferstecher Menyel seinem Namen,statt äelineav. aus Versehen den Ausdruck »c.beygefügt.
Abilliar, s. vorstehenden Artikel.
sn.^l Ableirner(Balthasar), wahrschein-lich des nachfolgenden Johann A. Sohn, warChurfürst!. Bayerscher Hofbildhauer, und lebtenoch 1696. Liporvsky, II. 2»«», so daß sein(I. c. I. 2.) angegebenes Todesjahr um 162bvielleicht seinen Vater angeht. In der HerzogMar. Hofkapelle sind die zwey zum heil. Grabegehörigen Statuen der Geißelung und Verspot-tung Christi; in der Hofkirche zum heil. Kajetandie auf dem Familienchristi-Altar aus weißemMarmor gebildete Maria von Ettal, dann dievier Evangelisten am Tische des hohen Altarsaus Holz geschnitten; und in derselben Sakri-stey aus braunem Holze geschnittene Figuren:Christus an der Säule ^ die heil. Dreyeinigkeit,die Portraite des Churfürsten Ferdinand Maria ,und der Churfürstin Adelheid, dann einiger Prin-zen und Prinzessinnen, von seiner Arbeit.
— — (Johann), wahrscheinlich des Obi-gen Vater. Liporvsky setzt seine Geburt zuMünchen , wohl zu frühe, ins XVII. Jahrhun-dert. Derselbe zierte mit seiner Dildhauerarbeitviele Kirchen seiner Vaterstadt und seines Va-terlandes. Don ihm befindet sich z. B. ein St.Paulus, in der Sr. Peters Pfarrkirche zu Mün-chen , nächst dem hohen Altar.
Ab 0 ndi (Georg), ein Gypsarbeiter zu Prag um 1807; von ihm kennt man schöne Figurenund Vasen.
sl.^I Abondio (Alexander), varer undSohn. Nach Prag wurden beyde von KaiserRudolph II. berufen, und Ersterer arbeitetenoch daselbst iboü. Auch Bäume, Blumen,n. dgl. waren Gegenstände seiner Kunst. Nachdes Kaisers Tode trat Letzterer 1612 in dieDienste des Herzogs Maximilian von Bayern ,ging aber späterhin nach Prag zurück, und starbdaselbst. Dlabaczk. Von ihm ist das berühmt«wächserne Vesperbild, welches einst der klei-nern lateinischen Congregation zu München ge-schenkt wurde. Dort arbeitete er von 1614 bis1641. Er hatte einen Schüler, Johann Männ-lich, der um löäb zu Augsburg als Wachspos-sirer ansaßig war, nachwarks ebenfalls in Bayer-sche Dienste kam, und den Rarhstitel erhielt-Dieses letzter», von seinem Lehrer in Wachs