11
Accursi.
Holzeinleger im Dome zu Orvieto i 33 i und1337 ; damals erhielt er täglich 6 Soldi 6 De-nar! als Lohn. Der Arbeiten, welche unser L-onound sein Vater Accolro (von dem wir sonst,außer dieser Anzeige, kein anderes Wort inunserer Quelle finden) in Orvieto fertigten,hat bisher noch niemand gedacht. Uebrigensvermuthet die gedachte Quelle, daß Liono derVater des berühmten Andreas di Ltoni, ge-nannt Drgagna, sey. (Das kexicon nennt alssolchen s«. v.) den Ll'one, einen Florentiner-Golhschmieb, und fügt in einer Anmerkung bey:Mit Recht beklagt sich piacenza in seiner Aus-gabe des Baldknuccr l. sHo über diesen letztem,daß, anstatt den wahren Namen des Ciono,Vaters des Vrgagna beyzubringen (wie letztrersich auf mehr als Einem seiner Bilder zu Flo-renz nennt), er denselben Sohn eines uns ganzunbekannten Jacobs nennt. L-orr«
Orvrsro. In Koma i/gi, 4" p. no,s/b, 38 1 .
sl.) Accursi, s. Acursi im Lex.
Accurzio (Buzio di), wird schlechthin alseiner der Künstler genannt (vermuthlich war eraber ein Bildhauer), die i 3 si an dem Dome zuOrvieto beschäftigt waren.
— — (Loren; di), ein Künstler von Siena ,
der iZZl im Dome zu Orvieto mit eingelegterHolzarbeit beschäftigt war. etc. x. 38 i.
— — (Sivero di), ein Bildhauer, welcherebenfalls bey dem Dombaue zu Orvieto 138 /beschäftigt wurde. Lrosr's etc. p. 285.
Acebedo (Manuel), ein Spanischer Künst-ler, geb. zu Madrid 1744 und gestorben 1800.Derselbe soll die beßten Muster fleißig studirtund nachgeahmt haben, und auf diesem Wege(dem gewohnten) zu großem Ruhme gelangt seyn.Seine Arbeiten befinden sich fast sämmtlich inPrivathänden; doch sieht man auch einen St.Johann den Täufer und einen St. Francescobey den Nonnen de la Latina. Fiorillo, IV.S- 421.
sll.) Acerbi ( ), der bekannte neuere
Reisebeschreiber durch Schweden , hatte, nebenseiner übrigen bekannten Dreistigkeit, auch die-jenige , in seine zu London veranstaltete Heraus-gabe dieser Reisen, verschiedene Copien nachBlättern aus des Obersten A. F. SkjöldebrandsVcr^SAe pittores^ue au Oap IVorll beyzurü-cken, und die Worte: clelin. darunter
zu setzen. Es.
Achamn, er oder Alchammer (Johann),Kaiserlicher Stückgießer zu Wien , der 1711 ausden bey dem Wiener -Entfalle 168a erobertentürkischen Kanonen, auf Befehl Kaiser JosephsI. die bekannte große Glocke des Wiener St.Stephans-Thurmes goß. Ihr Gewicht ? ohneKlöppel rc.) betragt 354 Centner, 5a Pfund;ihre Höhe und Weite 10 Wiener -Schuh, undihr Umkreis Zi Schuh 2 Zoll. -Man sieht an der-selben den H. Joseph, den H. Markgraf Leo-pold , die unbefleckte Empfängniß Mariä, Wap-pen, Inschriften u. s. f. Fuhrmanns Be-schreibung von NAen, m. 411 u. ff. Bre s-I au er-Sammlung, Jahrgang 1721. Nov.S. 496.
Achen,
Acharius (Erich) Doktor; ein großer Bo-taniker, Schüler von Linne und noch 1803 zuWadstena am Wetternsee in Schweden am Le-ben. Er verfertigte „mit seiner Meisterhand"die Zeichnungen zu einem Kupferstichwerke vonWestring, in welchem alle die Lichenen darge-stellt werden sollten, die zu Farben brauchbarsind. Weber und Mohr, narurhiftorischeReise durch Schweden, Göttingen 1804, 8 ".Acharius fertigte zu mehrern Schriften, dieer herausgab, die botanischen Zeichnungen, wiez. B. zu: Lletkolluz IHioue 8 , 8 tockkoIk».i 8 e> 3 , 8 °, von Akrel gestochen und kolorirt. Auchin verschiedenen deutschen botanischen Werkentrifft man Blätter, die Besemann, F. Braueru. a. nach ihm geätzt haben.
Achbauer (Franz), Maler zu Prag , der1812 gelegentlich erscheint. Es.
— — (Johann Georg). So hieß ein Bau-meister in der kleinen Residenzstadt Prag , wo erum 173» seiner Kunst wegen in gutem Ansehenstand. Dlabacz u. Es.
sl. II.) Achen, eigentlich Aachen (Jo-hann von). Sein Name ist auf die mannigfal-tigste Weise verstümmelt worden; wie z. B. inAaken, Abach, Ach, Aken , Dac, Dach,Janachen, Jauchen u. s. f. Sein Geburtsrund Todesjahr setzen Fiorilko, Dlabacz u. a.ganz anders als das Lexikon; ersteres nämlichin i 552 und letzteres in 1615, beydes der Grab-schrift gemäß, welche seine Gattin, Regina deLasso, in der St. Veitskirche zu Prag ihm ge-setzt habe. Auch erzählen sie aus verschiedenenQuellen Manches von ihm uns bisher Unbekann-tes. Der Familienname seines ersten Lehrers,den vermrnder Jerigh (Georg) nennt, ist un-bekannt. Neben dem Unterricht in der Kunsthaue er eine Art gelehrter Erziehung erhalten.Schon ehe er nach Italien kam, hatte er andem Hofe zu Prag vorzüglich die SprangerscheWeise angenommen, ohne im Geringsten dieNatur oder die Alten zu Rathe zu ziehn, so daßer ein Maniererist wurde, doch ohne darum indas Gezwungene jenes Meisters zu verfallen.Hierauf ging er, 22 Jahre alt, nach Italien ;zuerst nach Venedig . Dort behandelte ihn seinzweyter Lehrer, Caspar Rems, ebenfalls einKöllner, anfänglich sehr geringschätzig, und wiesihn an einen italienischen Pfuscher, Moret('),der mit Gemälden zu handeln pflegte. Alleinein Bildniß, das er von diesem letzter» in lachen-der Stellung vor einem Spiegel fertigte, geriethihm so gut, daß er sich bald wieder Rems vollsteAchtung erwarb. Nach etlichen Jahren begaber sich nach Rom. Dort malte er für die Je-suiten eine Geburt, welche Sandrart noch inder Kirche nächst am Capitolium sah, und soviel Anderes, wovon besonders sein eigenesBildniß, wie er hinter einer Lautenspielerin,Madonna Venusia genannt, ein volles Wein-glas hält, für sein Meisterstück geachtet wurde.Späterhin kehrte er wieder auf eine Weile nachVenedig zurück, und fertigte daselbst ;. B. eineVerspottung Christi, eine St. Catharina, eineDanae in Lebensgröße u. s. f., welche allge-meinen Beyfall erhielten, und wovon Mehreresvon R. Sadeler, damals zu Rom , in Kupfergebracht wurde. Ueberhaupt hätte man gerne,zu Rom sowohl als zu Venedig , den Unsrige»zurückbehalten >?). Aber seine Vorliebe für Va-
(-) Also schwerlich, wie Üipswsky H. 86 Not. ** meint, Alex. Bonvicinv, Moretto genannt.
(r) Descamps I. 221, spricht auch von seinem Aufenthalte zu Florenz , oü il k,r (wird dann sortgedahlt)le porlrLic tle Llslloiill» I.aur», <n>i oicclloic ell Hiltte er lieber dort und zu Rom nach den
Antiken gezeichnet!