Band 
Zweyter Theil [5].
Seite
24
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Bildniß eines jungen Frauenzimmers in reicherKleidung, mit doppelter Perlenschnur um denHals; in der Rechten halt sie ein Nasckuch.

p. ii.^ Aertsens (Gerard). Peters desLangen Sohnssohn. Seiner wird auch schonim Lexikon am Schlüsse des Artikels seines Va-ters, perers des Jüngern, bloß ohne Tauftname, gedacht.

(Hendrik, d> h.Heinrich), einMaler; s. Arrs im Supplemente.

sl.^ (Peter), genannt der langeperer. Andre geben sein Geburtsjahr schon ini 5»7 an. In Deutschland besitzt von ihm, un-sers Wissens, einzig die Galerie zu Wien einlebensgroßes Kniestück auf Höh ( 3 " 8" breit,2^ II" hoch): Bauer und Bäuerin, die aufeinem Markte Geflügel u. s. f. feil bieten- ImHintergründe ein Platz. Dann sieht man vonihm in der alten Pfarrkirche zu Amsterdam meh-rere in i 555 gefertigte Glasgemälde; wie z. B.den Englischen Gruß, die Verkündigung derHirten, u. s. f. Fil. vonZesen, Beschrei,düng von Amsterdam . Das. 1664, 16° S.464. Die vier Blätter, welche Matham nachihm gestochen hat, sind unter dem Namen dervier Kuchen bekannt, und zweye derselben spie-len auf das Gleichniß von dem bösen Reichenan. Sie sind, so wie ein ähnliches Blatt vonH. Bary, nach ihm, selten, /e.

sll.^ Aesculap; s. Tosorchus den Ae-gvpter in unsern Zusätzen.

Aeslinger (Johann), «in Bildhauer desXVI. Jahrhunderts zu München . S. oben denArtikel Johann Aernhofer«, seines Schülers.

Aetiu« aus Antiochien, mit dem Beyna-men Athen «, lebte im IV. Jahrhundert undwar eln Goldschmied, der zu seiner Zeit sich alsKritikus, Redner und Arzt bekannt machte,obwohl Jöcher seine Gelehrsamkeit eben nichtloben will.

Po. kiguz) Veline., und 1 ^.inciäit. So ist ein Bildniß des B. Geffi vonBologna bezeichnet, was sich in einem Werkedesselben befindet, das 1671, 4°, in gedachterStadt erschien. XIX. 241, wo man

vermuthet, es möge Heinrich Haffner darun-ter zu verstehen seyn. Anderwärts zeigt manden Titel des gedachten Buches an, wie folgt:blemoiie e Uitrslli Lelatitos, und sagt,das von Tinti gtstochne Bildniß sey bezeichnet:

Po. kiguz); s. gleich oben

sl. II.) (iviicli.), eine Abkürzung desNamens Mich. Angelo (Bonaroti) auf verschie-denen Blättern.

Agapiri (Peter Paul), ein Maler, der inEoluccis XnticUita kicene als von Masaccio gebürtig angegeben wird, wo er noch i 53 i ge-malt haben soll, nennt sich hingegen selber ineinem kleinen Gemälde zu St. Augustin in Sas -so(erato (mit der Jahrzahl i 5 » 4 ) einen dortigenBürger, und erscheint in diesem Stücke zwarnicht als ein Künstler der neuen, aber doch alsein wackeres Mitglied der ältern Schule. L-r^r,«clir. II. 87.

Agar (Jacob d ). Nach Walpole (wirglauben aber irrig) starb er in England 172Z.In Dänemark diente er unter den beyden Köni-gen Christian V. und Friedrich IV. Der erstrcgab ihm den Titel eines Kammerherrn; und

nach dessen Wunsche sandte er sein Bildniß ndchFlorenz für die dortige Galerie. Dasselbe trägt(risuln tonest.) zur Selbst - Aufschrit: LtE-liistinAuor et arte. -

8eren. Vot. van. et dtorv. Hegis IVoLr/Lk

ei krimsrius kietor bis eoloriku» äe-

xinxit X. L. 1693. Friedrich IV. dann (der 1699zur Regierung kam) erlaubte ihm, nach Englandzu gehn. Die dort von ihm gefertigten Bild-nisse, welche Lob verdienen, sind: Die Herzoginvon Montagu«, die Gräfin von Rochefort,Franciscus Cornar«, die Gräfin von Sunder-land, Thomas, Graf von Strafford, Catharina,Königin von England u. s. w. Don seinemSohn, der sich ebenfalls der Malerey gewidmethaben soll, sind uns keine Arbeiten bekannt.Fiorillo, V. 53 h 336 . Gestochen und geschabthaben nach ihm I. Faber, H. Schaken, I.Simon, I. Smith, Vertue; von den gleichoben bey Fiorillo genannten: I. Simon dieje,nigen der Herzogin von Montague, der Gräfinvon Sunderland, und des Grafen von Straftford (dieß ein Kniestück); Smith der GräfinBessey von Rochefort und Franz Cornaro's;R. Pozzi, des Künstlers eigenes nach seinemselbstgemalten Bilde in der Galerie zu Florenz .

Agar (I. S-, gew. I. auch T ). So nennt maneinen geschickten Kupferstecher in punktirter Ma-nier, der zu London um 1812 lebte; und vondem man folgende Blätter kenne: Georg III. nach dem Grafen Münster, Fol.; die PrinceßAmalia, nach der Mistreß A. Mee, Fol.; Hein­ rich VIII. und Anna Boley , nach T. Uwins, kl.qu. Folio; Gegenstück, die Taufe der Tochterder A. Boley, nach demselben; die Gräfin Za-moisky, Prinzeß Czartorisky, nach Jsabey, Fol.(liegt vor uns und ist schön gezeichnet, aber nochschöner gestochen); der GrafSranlsl. Zamoisky,nach Augustin zu Paris , R. Ackermann exe., inMed. kl- Fol.; Andres nach Westall, u. s. f.Um 1814 sah man von ihm, gemeinschaftlichmit Cardon und Schivereeke, nach Mistriß Mee,aus Familiengalerien, die berühmtesten Toasts (?)und Schönheiten. Tüb. Morgenbl. Extra-Beylage S.n, und, nach Graf Münster , dasoben erwähnte Bildniß des verstorbenen Königs,dem er früher stets in der Nähe war, und dener kurz vorher malte, ehe er von seiner letztenKrankheit befallen ward. Wie unverständlichder Anfang der zweitletzten Notiz sey, brauchtwohl kaum der Erwähnung.

(d'), eiy Sohn des im Lextcon genann-ten Jakob d'Ägar, war, so wie dieser, einMaler; doch kennt man in Dänemark nichtsmehr von seiner Hand. weinn, ich, Runst-historie i Danmark, S. 88.

Agasias. Gicklers Vermuthungen überden eigentlichen Gegenstand seines Borghefischc»Fechters (den er für den Agenor, Antenors Sohn,wie er gegen den Achilles ankämpft, hält); s.das Tüb. Morgenblatt 1817, S. 33 34 .

sll.^I Agasse ( ), Sohn eines Uhr-

machers zu Genf . Derselbe bat sich in der dor-tigen öffentlichen Zeichenschule gebildet, undzeichnete sich nachher in der Thiermalerey sehrVortheilhaft aus. Vor ungefähr zwölf Jahrenhielt er sich in England auf. Dort hatte er,neben Andern», gemeinschaftlich mit C. Turner,die Rüstung zu einem Pferderennen und denFortgang desselben, in mehrern Blättern dar-gestellt, welche mit lautem Beyfall aufgenom-men wurden- Fiorillo, V. 841- Nach ihm sollle Bacher ein Blatt: Die Weide, in gr. Foliogeschabt, und N. Schenker sechs Landschaftenmit Pferden, qu. Folio, schön gestochen haben.