Band 
Zweyter Theil [5].
Seite
25
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Agarhodäm on.

Im T üb. Morgenbl. 1808, S. 876, heißt es:»In England gründete er sein Gluck durch denZufall. Als er sich 1800 gerade in der Schweiz befand/ starb einem reichen Engländer sein Liebtlingshund, und A. wurde aufgefordert / ihn zumalen. Der Britte war so sehr mit der Arbeitzufrieden/ daß er den Künstler mit sich nachLondon nahm. kortune se ekien! sagten diePariser.''

Agarhodämon oder Ugarhus Dä-mon, ein Mechaniker zu Alexandrisn, zeichnetedie ersten Landkarten zu der Erdbeschreibung desPtolomäus, nach der von dem Letztem angege-benen Methode. Busch, Handb. der Erfin-dungen. Er lebte im V. Jahrh, und stand sei-ner Wissenschaften und Fleißes halber in hohemAnsehen. Die Bibliothek des Vatikans will an-noch eine Origtnalkarte von ihm besitzen. Gre,gort, Gedanken von Landkarten, S. 27.

Agb 0 rne ( ), ist ein irriger Name

für Joh. Ogborne im Supplemente.

AgeIadas aus Argos. Nach, Winkel-manns Meinung ist von diesem Künstler diekolossale Muse, einst im Barberinischen Pallaste,jetzt in der Antikensammlung des H. Kronprin-zen von Bayern . Tüb. Aunstbl. 1820, S. 21.Dieselbe bezeichnet den Gipfel der Kunst in denZeiten vor Phidias ; /. 0. 102. Mit dem Ra-nachos und Aristokles soll er auch gemein-schaftlich eine Musentrias gefertigt haben, undschon in der 67sten Olympias thätig gewesenseyn, dann aber noch zehn Olympiaden spätereiner Werkstätte vorgestanden und Schüler ge-zogen haben; /. e. ,82t, S. 62. Dieser Künst-ler ist nicht zu verwechseln mit einem späternAgeladas , den das Lexicon Agelas oder Age-lades nennt, der dort ebenfalls aus Argos ge-bürtig heißt, und zur Zeit des Phidias selberum die 87ste Olympiade blühete. Von ihmkannte man einen Herakles Alexikakos zu Melite,und ein Zeusbild auf Jthoma. Nach einer Va,riante in des Romulus Amasäus Uebersetzungdes Pausanias sl.. VIII. 24.1.) könnte dieser ausSikyon gewesen seyn; L 0. 162.

si. II.)' Agelio oder Agellto (Joseph),von Sorrento (nicht Soriento). Auch Lanzi,(«6. terr.) II. 184, zählt thu unter die mittel-mäßigen Künstler.

si. II.) Agelo (Micheli) bedeutet auf Ku,pferstichen bisweilen den Mich. Angela Buo-narort.

Agellono (Pompeo). Don diesem findetman artige Handzetchnungen in dem Königl.Kupferstichkabinette zu Dresden . Dem Ansehennach zu urtheilen, können sie etwa im X VI. Jahrh,gefertigt seyn.

k Agers (Daniel), Bürger zu Frankfurt ,wurde 1610 als Munzmeister der Grafen vonEtollberg verpflichtet. Hirsch, TeutschesMünz-Archiv, VII. 412.

sll.) Aggas (Ralph), Baumeister, Form-schneider und Kupferstecher, geb. 1526. DiePläne der Städte Oxford und Cambridge gaber 1678, und i 58 o eine Karte von Dunwich.Dann hat er den Plan und die Ansicht der StadtLondon in Holz geschnitten, welche Georg Ver-tue hernach in Kupfer stach. Rost IX. Zs 33 .

Aggere (Peter), ein alter Landkartenzeich«ner, dessen Orrelius in dem Vorbertchte seineskbeatrum ordi» terrarum > 5/9 gedenkt, undVon ihm sagt, er habe zu Mecheln herausgege-

I.

Agnese. 25

bin: Orbis terrsrum tz^pum, Xguils com-preliensurn.

fll.) Agincousr (I. B. L.G. Graf von),starb 18... Seine, zum Theil erst nach seinemTode bey Treuttel und Würz zu Straßburg ge-druckte , und nunmehr (1822) so gut als vollen-dete Hisloire se I'^rt wird in sechs Bänden(24 Heften, das Heft auf Unterschrift zu 25 Fr.)Z25 Blätter nebst ausführlichem Text enthalten.

sll.) Agis ( ), hieß Peter, und

lebte noch 18 l8 zu St. Petersburg als Bronzeurder dasigen Akademie. I'ableau Aeneral se lagranse loge Lstree ü I'O.'. se 8t. Vctersdourg58 'As, 8°, S. 4 Z.

Aglio (Andreas Salvatorn). So hieß 1755ein Königl. Hofmarmorirer zu Dresden . Säch-sischer Hof- und Sraarskalender.

(Anton). Ebenfalls Königl. Hofmar-morirer, vielleicht des Obigen Vater, starb zuDresden , 45 Jahre alt, 1741. Sächs. Lu-riofltäten-Babinet 174». S- 254.

- (Peter Bernhard), Antons Bruder,wurde 1733 oder 34 Königl. Hofmarmorirer zuDresden . In 1746 ward er als Mitaufsehecbey den herrschaftlichen Statuen angestellt.Sächs. Hof- und Sraarskalender. In Ge-sellschaft seines Bruders arbeitete er an demHofaltar der katholischen Kirche (daselbst) mitsechs Seitenaltären, der Ballustrade und denMarmorstufen von 174« bis »756; wofür er23,370 Thaler erhielt. Zu Borna , bey Liebstadt,verfertigte er den Altar von dasigrm Marmor1764. Einen großen künstlich polirten Marmor-spiegel , mit schöner Garnirung, mußte er auch1762, auf Befehl des Königs, in's Naturalten-kabinet riefern. Sachs. Magazin, Th. H-S. 682 und H a sche, umständliche Beschrei-bung Dresdens , I. Th. S. » 45 . Er starbzu Dresden 1766 drey und sechzig Jahre alt.Sächs. Luriofiräten-Labiner 1756, S. 208.

sl.) ( ), S. auch Alis im Lex. und

unren.

AgnelIl ( ). So nennt Lanzi, Lsir.

terr. V. 387 einen Römischen Maler, der imachtzehnten Jahrhundert den Hof in Turin be-dient, in einen von Cortona's und Maratti'svermischten Styl gearbeitet, und neben Andermeinen Saal ausgemalt habe, der von ihm sei-nen Namen trug.

si. II ) Agnello, eigentlich Agnelli (Friedrich). Derselbe war auch Buchdrucker undVerleger, wie folgendes Werk bezeugt: visnteseile Litla, pisrre s Oastelli lortilicsti inguesto stato si lVlilano ece., sa von 6 iov.Latt. 8 esti. In Alilsno, per, scut-tore e stampatore 17114° Die Kupfer die-ses Werkes sind nach Gesti's Zeichnungen vonAgnelli (bey dem schon 1707 eine frühereAuflage davon erschienen war) schlecht gesto,chen. Noch kennen wir auch andere Blätter, dieer für eignen Verlag sehr mittelmäßig geatzthat; wie z. B. die Farads des Mayländer-Do-mes, nach Karl Tutio, Fol.; den Grundrißdieses Domes, Fol.; die Ansicht desselben,gr. quer Fol.; den Grundriß der Stadt May-land, quer Fol.

sll.) Agnes, Aebtissin zu Quedlinburg.S. Helena von Rossow im Suppl.

Agnese, aus dem Markgraflichen Hause vonMeisten, Aebtissin von Quedlinburg (starb um