Band 
Zweyter Theil [5].
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setzung voll künstlicher Stellungen und Gruppi-rungen, und von vielem Effekt. Diese GattungMalere» entschuldigt die mindere Sorgfalt, dieauf das Detail gewandt ist, und das vernach-laßigte Studium der Natur. Um die gleicheZeit arbeitete Agricola an einem andern Bildsin Del (Justinian , der den Senatoren sein Ge«setzbuch überreicht), welches (nach dem Sbozzozu urtheilen, zu den besorgtem gedachter Samm-lung gehören mochte. Morgenbl. 1812, S.1016. Dieser Agricola ist es wahrscheinlich,von dem es im Tüb. Lunstbl. 1821, S. >04heißt, daß derselbe als Custos der Akademie vonSt. Lucca kürzlich gestorben sey.

sT. 11 .^ ist eine Abkürzung, deren

sich Agöstino Carracci auf seinen Blätternbediente.

Aguado ( ). So nennt I. A- Llo,

renke einen kenntnißreichen Spanischen Bau-meister neuester Zeit. Tübing. Lunstblat»1821, S. 90.

Ull.^ Agucchia oder Agocchia (Johann).Brulliot nennt ihn Baumeister und Kupferste-cher,^ und will auch Ansichten von Pallästen,Lusthäusern u, s. f. von ihm kennen. Sein Mo-nogramm 6. finde sich auf dem Piedestaldes schönen Portals eines alten Gebäudes;wahrscheinlich des schon in unsern Supplemen-ten erwähnten Domes zu Mayland. Kein Ge-ringerer als Aug. Carracci hat eine Cartouchefür die Erben des Unsrigen gestochen: Ein Herz,über demselben ein doppeltes Kreuz; mitten imHerzen die gedachten Buchstaben 6. ä., undrings um die Cartouche die Worte: Lredi diOlovanlii e 8korra in kc>-

iloANL ( 5 " 3," hoch, 4 " br.). S.

xvm. x. »55.

^ Aguero oder genauer Agüero (Bene-dikt Emanuel d'). Derselbe ahmte seinen Leh-rer Martine; del Mazo mit der größten Treuenach. Unter seinen Arbeiten kennt man auchSchlachten. Heilige Geschichten, dergleichen manmehrere von ihm in Kirchen findet, wollten ihmnie gelingen. Er war übrigens sehr geistreichund witzig; daher auch Philipp IV. sich oft mitihm unterhielt, wenn er seinen Lehrer Mazobesuchte. Liorillo IV. 29293.

I^liJ Aguesseau (d), ein Dilettante; s.Savon in dem Supplemente.

. Agufe (van der). So wird, in dem:Ltat des odjets d'arts envo^äs aux diversinusees kran ^ais, et ecrn-zuis par les urmeesde la ttexubliczue Pendant la guerre de lalidertö, p. 289, wohl apokryphisch ein Künst-ler genannt, von welchem ein Paar Landschaftenaus dem Kabtnet des Prinzen Statthalters inHolland damals nach Paris gingen.

Aguilar , s. unten Zauregm.

Aguillon (Franz), ein Jesuit aus Brüssel ,der zu Douay und Antwerpen Philosophie, Theo,logie und Mathematik lehrte. Seine Opticorumlibri VI, Xntverp. r 6 i 3 , kol. c. ÜA-, nenntScheibe! (Einleitung zur mathematischen-cherkenntntß, IX 3io, X 438 ) eine sehr weitläu-fige Optik in engerer Bedeutung, und sonst einfür die Geschichte der Perspektive wichtigesWerk. Er war der erste, der das Studiumder Mathematik unter den Jesuiten in den Nie-derlanden einführte, und st. zu Antwerpen >6,7sei. 5i.

Agusttn (Franz), ein spanischer Künstlerum 1800. Nach seiner Zeichnung hat B. Amett-ler das von B. Murillo gemalte Hauptaltarblatrder Kapuziner zu Sevilla, Maria mit dem Kinde,in 4° gestochen.

si.j Adaltab, s. Aholiab im Lex.

Abammer (Anton), ein alter Künstler zuJena . Daselbst malte er hinter dem Altare derKirche St. Johannes des Täufers, wie er sichin der Inschrift ausdrückt, der Kirche zu Ehrenund sich selbst zum Gedächtnisse, 1897, eingroßes Kruzifix. Lrnr; ^.rckilectus Ik>-nensis, leua 1687, 6°, p. üg 3 .

Ab l (Jonas Niklaus). Zwey von einem sol-chen geätzten Blätter finden sich in der zu Upsal

1787 gedruckten: Oissertatio botaniea de Llo-raes, yusm xraeside 6. k. HluuberK publiceexarniiiandam sistit 2acli. iüoiliander, 4^-

Sollte Abi etwa nur eine Namenskürzung seyn,und dann der Unsere etwa ein Anverwandterdes folgenden Ablberg seyn?

Ablderg (Johann) wird 179? unter denAgreirten der Stockholmer Kunstakademie, alsDirektor und akademischer Zeichenlehrer zu Upsal genannt. Xrißs- voll Livil-Lalender

1797 Slockbolm -6°.

Abner (Johann Daniel), Hofmäurermei-ster zu Berlin , der in dem dortigen Adreßka,lender von 1766 genannt wird, in dem von

1788 aber nicht mehr erscheint.

Aborn ( ). So heißt der geschickte

Künstler aus Konstanz gebürtig, der, nach Thorswaldsens Modelle, den kolossalen Löwe» zuLuzern , vortrefflich in Stein gefertigt hat.

sll.^j Abrend, s- Arndr im Supplementund unten.

sTI.1 Abrens, eigentlich Arens (Joh.August), geb- zu Hamburg . Schon 1787 sandteer an die Berliner-Akademie vier akademischeZeichnungen, welche den »«getheilten Beyfallderselben erhielten. Monarschrifr der Arad.der Rünste zu Berlin , 1788, I. 5 o. Seit1788 erscheint er als Baurath und Architekt zuHamburg , wie auch als Ehrenmitglied der Kö-niglich Preußischen Akademie der Künste zu Ber-lin. Nach Meusel III. studirte er anfänglichzu Kopenhagen , gewann die vier Preise derdortigen Akademie, und machte alsdann,, vonden Hamburgern unterstützt, eine fünfjährigeKünstlerreise durch Frankreich , Italien undDeutschland . Den Titel eines Bauraths truger auch bey dem Herzoge von Weimar ; viel-leicht, daß er bey dem dortigen Schloßbaue half.Er lebte noch 1806. in-o.

( ), Bauvoigt zu Göttingen 1802.

Hannöv. Staarskalender.

l ), Hoftischler zu Hannover >763.Ebend.

sl.^I s. auch Arenw im Lexikonund unten.

Aichhammer (Johann), ein Gießer; s.oben Achammer.

Atchl (Johann Santini), Baumeister, Bür-ger der Residenzstadt Prag , starb bort 56 Jahrealt 1723, und hatte den Ruf eines geschicktenMannes, der den größten Theil seines Lebensin seiner Heimath zubrachte. Dlabacz.