Band 
Zweyter Theil [5].
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Albrecht.

Ueberdies war er ganz ein kunstreicher Mei-ster mit Hobeln, Drehen, und was dergleichenwar mit seinen Handen zu arbeiten. Er hattegroße Lust hieran, so oft er Muße dazu fand",u. s. f.

sii.sj Albrecht ( ). Dieser Name

ist von ReUern falsch geschrieben worden; essoll der von ihm S. 14 angeführte HeinrichAlbert seyn, der bereits auch im Supplementund oben befindlich ist.

sl. Il.sl — — S. auch Albert und Al-bern' im Lexikon, Supplement und oben, undAlbertus im Suppl- und oben.

Albrier ( ). AufdemPariser-Salon 1819

befand sich von einem dort lebenden, uns bisherunbekannten Maler dieses Namens : Narciß undCypariß, und auf demjenigen von 1822, Amynth,welcher Sylphien von einem Satyr befreyt,und nun alle Muße hat, die Reitze seiner Ge-liebten — selbst zu betrachten. 2-'s«r7/.

Albrizzi (Gräfin Jsabelle Tertochi) vonVenedig , gab um 1810 eine Beschreibung allerWerke von Canova, worin sie die Urtheile ver-schiedener Gelehrter und Künstler über dieselbenzu berichtigen suchte. M. Bl- 1810. 40.

A lc. Abkürzung des folgenden Alcantara.

Alcancara (F.) zeichnete, nebst parerius,die Kupfer zu der von I. A. Pellicer in achtBündchen besorgten Ausgabe des Don Quixote,Madrid 1798—2799, 12°, die von Moreno Te-xada und B. Ametller gut gestochen sind. Alcan-rara kürzt sich zuweilen mit ab; auch istsein Name einmal verstorben in

Alcazar, s. unten parer.

sn .4 Alcrar 1 (Andreas), starb 58 Jahrealt. Sein Sinnbild des mit Reliquien belade-nen — Esels findet sich auch unter den Emble-men des Zürchers, Christoph Maurer,

Das Blatt von I. Sadeler, dessen unsre Sup-plemente gedenken, ist nach des Stechers eige-ner Erfindung. 7-^/7-?,-.

sl. H.sj Alcmaer (Franz von). S. FranzMeneon im Lex. u. den Suppl. Die vier Blät-ter aus der Geschichte Loths, sind nicht bloß,wie das Lexikon s. v. Menrcm sagt, nach sei-ner Erfindung, sondern auch von ihm selbst mit.Geschmack und Geist geatzt.

— — (Zacharius von). Bey Fiorillo626, wird er unter Corn. Corneliszvouügliche Schüler gezählt.

Alcock ( ). So heißt bey Fiorillo,

V. 619, ein Englischer Miniaturmaler aus derletztemHalfte des XVIU. Jahrhunderts,, dersich zuBath niedergelassen hatte, und ihm übri-gens, nur nach Brxant's Observstious onkowlc^'Xpoems, II. p. 475, durch denUmstand seiner genauesten Freundschaft mit demunglückliches Cyatterton bekannt wurde.

Ald ( >). In <5. (6. Eindners teut-

schen Gedichten, erste Sammlung, Breslau u.Leipzig >743, g^8. S. 85, heißt es, man fändein dem größten Zimmer des Gräflich Schaf-gothsch'en Schlosses zu Hermsdorf in Schlesien

A l d e g r a f.

das gezeichnete Wappen der Grafen von Schaf-gvtsch, nebst einem dazu geschriebenen Wunsche,was man als ein Meisterstück ansähe. DerVcrferkiger von beyden habe Aid geheißen, undsey ein »«gemeiner Schreibekünstler gewesen.

(^macki 8 klc), inv. et 80.pro primo, so sollen, wie ein Gantkatalog be-sagt, zwey schöne Landschaften in gr. 4° bezeich-net seyn. ^0.

sllJ A ld e (Heinrich von). Unter den Bild-nissen M. Mouzlns nach ihm, befindet sich das,jenige des Admirals Michael Ruyters, mit Zie-rathen.

sl. n.sj Aldegraf oder Aldegrever (Heinrich), auch Albert von westphalen ge-nannt'). Derselbe war Schüler von Dürer imMalen und Stechen. Als Maler besitzen vonihm in Deutschland die Galerie zu Wien : EineBeschneidung; dann den Evangelisten Lucas, demdie H. Jungfrau mit einem Kind im Arm, vondrey kleinen Engeln getragen, und von zweyandern bekrönt, in einem Wolkenkreise erscheint.Er malt dieselbe vor einem Pulte knieend, wo-bey ihm ein Engel die Hand führt; im Hinter,gründ eine prächtige, mit Arabesken verzierteArchitektur. Auf Holz, jedes 3 ^ 7" hoch, 2^7"breit, ganze Figuren, im ersten ein Drittheil,im zweyten halb lebensgroß. Dann eine kleine1- 5" breite und n" hohe Landschaft: Der erstenEltern Vertreibung aus dem Paradiese, von einerMenge herumwandelnder Thiere und Insektenbelebt, welche, gleich der Landschaft und ihrergebirgigten Ferne, mit wunderbarem Fleiß aus-geführt sind. — Die Galerie zu München hatvollends vier Bilder von dem Unscigen: Mannin schwarzer Kleidung, der Geld zahlt, Halb-figur auf Leinwand; alter Mannskopf in weis-sem Kopfgerust, auf Holz (jedes i r" hoch, 8bis 9" breit); dann zwey Scenen auS der Ge-schichte des barmherzigen Samariters: Wie erdem Verwundeten Oel in die Wunden gießt,und wie er ihn im Wirthshaus unterbringt undverköfligt, auf Holz (jedes 5 " 6'" brett, 5 " 1'"hoch(2). Schleisbeim hat ebenfalls zweyerDie drey Männer im Feuerofen, ganze Figurenauf Holz ( 5 < 4" 6'" hoch, 1' 2" t?" breit);auf der Rückseite: Jonas, der im Schatten sei-ner Kürbispflanze den Untergang von Ninive —erwartet; dann: Christus am Kreutze, untenSt. Johann und die H. Frauen, ganze Figurenauf Holz, von gleicher Höhe wie das vorige,aber breiter. Auch die Galerie des H. Landge-richtsadvokaten Schmidts zu Liel (1809), willvon ihm haben: Die drey Grazien, in Gesell-schaft von zwey — geharnischten Kriegern, undnennt solches sehr schön. Dann rubrizirt derGantkatalog der Blrkenstockischen Sammlung(Wien rLro) von ihm: Schöne auf Holz ge-malte 7'/-" hohe, 9'/-" breite Landschaft mitdem barmherzigen Ritter; im Walde Hirschen,Hasen und Einhörnchen; im Hintergründe Woh-nungen. Sandrari endlich (Th. II- S. 2)4)beschreibt von ihm, neben Anderm, eine Geburt,und zwey Seitenflügel an einem Altarblatte vonDürer . — Die reichste und zugleich richtigsteLiteratur von Aidegrevers Stichen ist — woanders, als bey Barrsch, VIII. 562—455, zufinden? Derselbe zählt von ihm auf:

(>) 6andrnrt schreibt ihn irrig Albert Aldegraf.

(-) Von Männlich sagt von dem Unsrigen sehr gut, daß er seinen Lehrer nachgeahmt, und — folglichnictik erreicht habe, und nennt seine Bilder gewöhnlich hart und trocken.