Band 
Zweyter Theil [5].
Seite
49
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Gegenstände aus dem alten Testament .

- - - neuen Testament .

Madonnen und HeiligeAus der weltlichen ältern u. neuern Geschichte

Mythologische.

Tugenden und die ihnen entgegenstehenden

Laster (').

Mannigfaltiges:

Der Glaube.

Die Unmäßigkeit.

Die Stärke ......

Die Todes-Erinnerung ....

Des Todes Macht (-) ....

Das Glück..

Die Hochjeittanzer . . . .

Wieder andre dergleichen

Noch andre.

Der Lautenschläger.

Die beyden Liebenden ....

Der Soldat.

Der Soldat und seine Familie

Der Fahndrich.

Noch ein solcher.

Der Mönch und die Nonne, vom Soldat

überrascht.

Eben dasselbe mit etwas Veränderung^)

Die Nacht(H.

Bildnisses).

Vignetten, Laubwerk u. a. Gegenständevon Goldschmiedsarbeit:

») Ohne Datum.

t>) Datirte von i 523—1553 !nel. . .

Zweifelhaftes Blatt ....Blatter, die ihm falsch zugeschrieben wordenEin Holzschnitt von Aldegrever

Bl.

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Summa: 2g2(0)

Ein alter datirtes Blatt, als eine Vignettemit zwey Kindern, und in der Mitte ein Che-rubskopf (1622), ist keines vorhanden. Hinge-gen kennt Bartsch zehn Blätter, mit 1555 da-tier, will aber nichts von Blattern mit i 558bezeichnet, und noch viel minder von sechsen von1K2, wie Rost, wissend).

Barrsch nennt des Unsrigen Grabstichel genauund zart; die Drapperie tadle man als zu go-

thisch, und die Falten zu enge gehalten; undRost,meint, daß man in seinen Umrissen undGewändern Leichtigkeit und edeln Vertrag ver-misse. Seyen wir indessen zufrieden mit dem,was er wirklich geleistet hat.

Unter jenen 292 Blättern findet sich ein ein-ziges bloß geätztes, mit 1528 datirt: Orpheus und Euridice ; und ein einziger (sehr schöner)Holzschnitt ohne Datum: Mann, zwischen zweyandern, die seine Knechte zu seyn scheinen. Er halteinen Stock in der Hand, und beutet auf eineFrau auf den Knieen, die ihn um Hülfe zu bit-ten scheint. Im Hintergründe ein runder Thurm.

Das Maaß dieser Blatter betreffend, sind über-haupt die größten, und, fast allgemein anerkannt,auch die schönsten, die Bildnisse; zumal die be-rühmten Anabaptisten Lucas von Leyden undVernarb Knipperdolling (^) (11" 7/" hoch, 8"4"^ br.) i 536 . Dann von gleichem Maaße dasvorzüglich geschätzte des Herzog Wilhelms vonJülich; ferner Luthers und Melanchtons (diese6 " 4"' hoch, 4" 7 ", br.) i 54 o. Unter den übn,gen die Darstellung eines Dolches, und aufdemselben ein Mann abgebildet, der einen andernmit dem Stein aus einer Schleuder zu Bodenwirft (12" hoch, 2" 11"/ br.); dann mehrere,ungefähr wie ein Marcus Curtius und ein Murtius Scevola, von 5 " 6—7"^ Höhe, und 5 "io—ii<" Breite; denn, wohlverstanden, dasberühmte Wiedertäufer-Bad, welches 12" 5 ^"in die Höhe und 10" 4 "/ in die Breite halt,wird von Barrsch nicht anerkannt, und möchtewohl von dem Unsrigen gezeichnet, soll abersicher von virgil. Solls gestochen (eyn(?).

Ueber den Werth der einzelnen Blätter bemer-ken wir vörderst, daß Barrsch darüber, nachseiner Gewohnheit, so gut als keine Urtheilefällt. Bost nennt, neben den Bildnissen, alsschön beendigt, und aber schwer zu finden, diedreyzehn Arbeiten des Herkuls (i 5 bo), und einigevon den emblematischen Vorstellungen der Tu-genden und Lasier, von sehr gutem Geschmacke.Der Brandes'sche dann, wie gewöhnlich, weitmehrere; wie z. B. die Geschichten Loths undder keuschen Susanna, des barmherzigen Sa-mariters und des bösen Reichen; die Verkündi-gung, die Geburt, u. die acht Blätter: Des Todes

(>) Die Tugenden — aufrecht stehend, die Laster auf — Thieren.

(») Diese Blätter (bemerkt mein sei. Vater) seyen genau dieselben, die sich auch in Hslbekn» Todten-tanze befinden: Erschaffung der Eva; Verführung; Verjagung aus dem Paradiese; Adam zurFeldarbeit verurtheilt; der Tod beym Pabste» beym Kardinal, beym Bischof und beym Abt. Sietragen das Datum von -541.

(3) Beyde schlüpfrig und äußerst selten. Eines derselben ist mit -zzo datirt.

( 4 ) Ebenfalls sehr frey.

(5) Des Künstlers eigenes zweymal, r«r. 28 (>530) und aer. zz (>537).

(6) Woher das Lexikon von 3Z0 wisse, und daß Mariette gar (einige Sopien mit berechnet) 8?» selbstsoll besessen haben, die nach seinem Tobe für >79 LivreS verkauft worden, ist unS unbekannt- Vol-lends aber nennt Ioubert daS ganze Werk (zgo Ll.), welche bey der Versteigerung von St. UveSfür 66» Franken losgeschlagen wurden.

(7) Herren und Damen, in verschiedenen Handlungen, vom Tode begleitet. Sartsch kenn- solche Blät-ter überall nicht; wohl aber Heinrcke, welcher, doch ohne die Johl dieser Folge zu bekennen, solcheklüglich mit 155- — oder -56- datirt. Auch der Katalog von winkler nennt füife davon, alsausdrücklich mit >z6r bezeichnet, und charakterisirt solche als von ungemein kräfttzem Grabstichel.Der Katalog von Brandes nennt eine Folge von sechs Blättern Octav: 6010x0,««» ä konun«, eräo kennue,, er gui äsurcal äe, pa, rie äem, aber ohne ihres Begleiters oder einer Jahrszahlzu gedenken, und mit der Bemerkung: parat»,«nr oopt«», was vielleicht daS ganze Räthsel löst.Doch vielleicht die noch sicherere Lösung, s. in der Schlußanmerkung zu gegenwärtigem Artikel.

(8) Wahrscheinlich zu ihrem Preise' Auf der Rechten des letztem, oben zu« Seite, erscheint eine mitdem Schwerdte bewaffnete Hand mit einer Lorbeerkron« umwunden.

ts) Beyder Namen finden sich daraus; A. mitten auf dem Blatte, 6>. seiner unten. In einigen Ab-drücken ist letztrer ausgekratzt, und dürfte daher der (wohl vorsetzliche) Irrthum entstanden seyn.

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I.