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Macht. — Mehrere Notizzen bemerken, daß(vielleicht neben andern) wenigstens die vierEvangelisten, dann Larquin und Lucretia (einsehr freyes Blatt) von dem Unsrigen, nichtnach eigener, sondern nach der Zeichnung vonG. Penc; gestochen seyen; dann, wegen derSeltenheit des Inhalts: Titus Manlius , derseinen Sohn (durch die Guillotine) enthauptenlaßt, und den Grafen Archembaud, der, miteigner Hand seinen zügellosen Enkel erwürgt,mit der — für unsre empfindsame Zeit ärgerli-chen Unterschritt: kater , N6PU5 (ne P05t) 8UUMniorlem 6lius Ue^enersns male xcrrret,enm odstruneavit.
Brullioe will von dem Unsrigen ein Blattaus der Sammlung des Grafen von Fries inWien kennen, das bey Barrsch fehlt, welkesein geflügeltes Kind am Boden darstellt,das mit der Rechten einen Lorbeerkranz, emporhebt, und in der Linken einen Stab halt, andessen Spitze ein offenes Buch befestigt ist.
Aldegrafs einziges Monogramm war einin ein großes X eingeschlossenes kleines Ganzgleich mit demselben war freylich das, welchesBarrsch 1. IX (s. diro 12 der Monogrammevon der deutschen Schule) giebt, womit einTraum Jacobs, bann sieben Blatter von einemTodtenlanz ('), und endlich eine Wolfsjagd(lauter Blatter eines Unbekannten) bezeichnet sind.
Alben bürg, s. unten Alrenburg.
Aldendörfer (Albrecht). So wird inalten Büchern zuweilen der Name Alrorferverschrieben.
Aldendorf (Philipp) ein Goldschmied,s. unten Airendorf.
Aldenrarh, Aldenrarh, auch AI-denraad( ). Wir hallen den erstemallerdings für den richtigen Namen. Derselbe,ein in 1810 zu Hamburg lebender, doch nichtvon dort gebürtiger (?) Miniaturmaler und Zeich-ner in Silberstift und Sepia, Schüler vonGröger, mit dem er bisweilen gemeinschaftlichan einem und demselben Bildnisse arbeitete, wennder eine von ihnen abwesend war. Ein warmes,glühendes Kolorit, Wahrheit und glücklichesHervorheben des Charakters in Stellung undAusdruck, Geschmack in der Anlage der Drap-perie und eine schöne Ausführung derselben,charakterisiren, neben einer frappanten Aehnlich-keit, seine Bildnisse; und die Darstellung zarter,weiblicher Schönheit, gelingt ihm trefflich. DenEönig von Dänemark hat er dreyzehn Mal fürdsi, Dänischen Hof gefertigt. Er soll auch einsehr edler Mensch seyn. M. Bl. 18 ro, S. iob6.Be» dem Semi-Sekularfest der Hamburgischenpatüotischen Gesellschaft zur Beförderung derKünste in i8ih, sah man von ihm und sememFreunde Gröger kräftig und wahr ausgeführteBildni« in Oel und Miniatur. M. Bl. r8i5,G. ttvüx Dann heißt es in eben dieser Zeitschrift1819, S.ch?, in einer Beschreibung des Zustan-des, der Malerey zu Hamburg : „Die beydenberühmten Haler, Gröger und Aldenrath , gehö-ren uns eigentlich auch an. Denn obgleich sieHamburg während eines Zeitraums von beynahe
zwanzig Jahren häufig und auf lange Zeit ver-ließen, sind sie doch immer wiedergekehrt, undseil einiger Zeit einheimisch geworden. Bekannt-lich pflegten früher beyde Künstler gemeinschaft-lich in Sepia zu malen; hatte der eine die An-lage gemacht, so führte sie der andere aus, odersie arbeiteten auch an Bildern abwechselnd, jenach Lust und Laune. Seitdem hat H. Grögerdie Oelmalerey gewählt, H. Aldenrarh aberdas Miniaturmalen vorgezogen. Beyde habenihren Ruf festgegründet; ihr Attelier ist bestän-dig voll der interessantesten Gegenstände, da sieselten im Stande sind, die übermäßigen Auf-träge zu befriedigen." Um 182c» erschienen zuHamburg verschiedene von A. auf Stein gezeich-nete Bildnisse; wie z. B. dasjenige seines Leh-rers Gröger. Zwar ist nur der geniale Kopfausgeführt, und alles Uebrige bloß scizzirt, dasGanze aber zum Vollendetsten gehörend, wasdie Sciz;e nur zu liefern vermag. M Bl. 1820,S. Zoo. Aehnlichen Ruhm verdiente um gleicheZeit ein Bildlich von Friede. Gerstäcker; sehrkräftig in den Schatten, so daß die Behandlungfast der Schabemanier glich. Diese Weichheitschien die Folge einer durch andere als gewohnteSäuren bewirkten Zubereitung zu seyn, von wel-cher aber noch die Frage war, ob sie eine ebenso bedeutende Anzahl von Abdrücken gebe, undnicht am Ende eine gänzliche Verschwarzung derdunkelsten Stellen erzeuge, l. «.Hu. Eben sorühmt die Schrift: Görhe, über Runft undAlterthum 1kl. 2. E. die Bildnisse des Ober-baudirectors Hansen, Carls von Villers, desH. Herzogs von Holstein-Oldenburg , und derbeyden Grafen von Stollberg (letztere als Titel-blätter zu der neuen Ausgabe ihrer Schriften),alle von Aldenrarh nach seinem unzertrennlichenFreunde Gröger lithographirt. Diesen fügtBärtiger im M Bl- -821, Z99, noch dasje-nige des Herzogs Adolfen von Cambridge hinzu,und bemerkt diejenigen der Grafen Stollbergals einen Seitenbeweis, daß gerade die Manierdes Unsrigen, deren stärkere Vervielfältigungmanchem Zweifel unterliegen konnte, wenigstensin der Steinplatte eben so viel (?) Abdrückeaushalte, als eine Kupferplatte, wenn sie nichtentkräftet und verblichen seyn seyn sollS). Nochwird in diesem letztem Aufsätze beyläufig sehreinsichtig bemerkt, daß die Lithographie sich füreinzelne Köpfe von beträchtlicher Größe vor vie-len Andern ganz vorzüglich eigne, und z. B-dem Kopfe von und nach A- Dürer , aus derMünchner -Galerie, vor den so viel theurern engli-schen Bildnissen, nach Holdem, welche Bartolozzi inpunktirter Manier gestochen hat, unbedenklichden Vorzug gebühre.
sl. IlI pinx, auch
(d. h. der alre Franck) xinx. Sosind die sieben Werke der Barmherzigkeit bezeich-net, welche B- Baron zu London 1728 auf sie-ben Blättern in gr. Fol. stach, und wovon H.Fletcher mittelmäßige Kopien (der Gegenseite)in Fol. lieferte. Man sieht, daß hier von einemder Künstler die Rede ist, welche Lexikon undSupplement s. v. Frank rubriziern.
Aldobrandini (Buccio) ein Mosaiker,der ia-45 am Dome zu Orvieto bedienstet war.
(>) Mit 1562 batikt; was wohl am sichersten den Irrthum derjenigen erklärt, welche Blätter von Al-degraf noch von ermeldtem Jahre kennen wollten.
(2) Im Lübecker Adreßbuch >8o> erscheint bereits ein dortiger (wahrscheinlich auch dort geborner)Jakob Heinrich Aldenrath , als Kunst- und Bildnißmaler daselbst. Ob derselbe der Unsrige, oderetwa dessen Vater sey, ist uns unbekannt.
(z) Wenn nämlich nicht mehrere Steinplatten für Ein Blatt gefertigt worden sind. Anmerkung derRedaktion des Morgenbiattr».