Band 
Zweyter Theil [5].
Seite
51
JPEG-Download
 

Aldobrandini .

Alemanni .

61

Der Mosaiker Buzio di Aldobrandino, dereben daselbst i 33 x und i 36 o erscheint, ist dochwohl nur Eine Person mit ihm.

L/r 0^«-rs-o, Z8'4 ew.

sl. llJ Aldobrandini. S. auch Aldro-vandln, im Lexicon, in den Zusätzen und gleichunten.

sl. III Aldorfer, s. Alrorfer im Lexikon,Supplement und unten.

Aid red ( ). Erzbischof Stubbes er-

zählt in seiner Geschichte der Bischöfe von Dort,daß derselbe i. I. 1060 die ganze Kathedraledaselbst vom Presbytorio bis zum Thurme neuaufgebaut, und die künstlich zusammengesetzteDecke der Kirche mit Vergoldung und Malercyenverziert habe. Fiorillo, V. 3 g.

sl. III Aldrovandin,' oder Aldo-vrandrni (Joseph), Vater des Dominicusund Tbomas dieses Geschlechts. Nach Hein-ecke (vict. s. v.) lebte er um 1680 und noch1727, wenn es nach eben diesem Schriftstellerrichtig ist, daß in letzkgemeldtem Jahr A. Rossiein damals nach seiner Erfindung auf dem Eam-pidoglio zu Rom aufgeführtes Feuerwerk gesto-chen habe. Damals aber müßte er an die 94Jahre gezählt haben, da nach Zanorri die Ge-burt seines nachfolgenden Sohnes Thomas ini 65 Z fällt. Dieses veranlaßte uns wohl nichtohne Grund, in unsern Supplementen einenJoseph Aldrovandm, den jüngern zu erschaf-fen. Auf alle Fälle scheint (nach Zanolti) derUnsrige sich nur wenig mit der Zeichenkunst ab-gegeben zu haben. 6/Es^e. i. 422.

sl-H oder Aldovrandini (Mau-rus), von Rovigo gebürtig, aber zu Bologna geboren, Josephs Bruder. In dem Stadlhausezu Forli malte er Beywerke zu den dortigenArbeiten des Cignani. (ell. terr.) v. 21,.Er, und sein nachfolgender Sohn, Pompejus Äugustin , kamen unter König August ll. nachDresden , wo beyde bey den Arbeiten an demgroßen Opernsaal u. s. f. angestellt wurden.

sl. III oder Aldovrandini

(Pompejus Augustin ), des Maurus Sohn. Lanzi(. terr.), V. 211, setzt seine Geburt (zu Bo­ logna ) in 1677 und seinen Tod in 1789. dasLexikon hingegen, nach Zanorri, H. 253 , in,735 zu Rom an, wo er lange, und, seines selt-same» Humors wegen, kümmerlich soll gelebthaben. Aus seiner Schule gingen ein Paar wa-ckere Ornatisten, Joseph Orsoni und StephanOrlandi hervor. Er selbst lernte bey Thomas,seinem Geschwisterkind (Vater-Bruderssohn),nicht Oheim, wie das Lexikon sagt. Als nachihm, nennt Heinecke (viel. s. v.) die Triumph,bogen zu Ehren der Päbste Clemens XII . undJnnocenz xm. gestochen von I. Messt, und einendritten, zu Ehren Benedikt Xlll. von A. vonWesterhout.

sI -4 oder Aldovrandini (Tho-mas), Josephs Sohn. In dem Stadthause zuForli malte er, neben Maurus, seinem Oheim,die Beywerke zu dortigen Arbeiten des Cignani ;und mit diesem letztem selbst Vieles gemein-schaftlich zu Bologna und Parma . Unter denAugen eines solchen Kunstlichtes, wußte er sichso sehr zu dessen Manieren zu bequeme», daß,zumal in Absicht auf das Helldunkel, Alles dasWerk dieses letzter» zu seyn schien. Weder inseinen Lichtern noch Schatten sah man die Um-risse, sondern bloß Wahrheit, wie solche sichdem Aug« dargestellt. Ueberhaupt kannte er die

Kunst, sich nach dem Style der Meister zu rich-ten, deren Arbeit er mit seinen Beywerken zierte,und somit bald angenehm, bald stark u. s. f. zuerscheinen. Eanzi (esir. terr.) V. 2ii. BeyHemecke (Oiciionn. s. v.) ist sein Tod durchDruckfehler in 176Z, statt 1726 angesetzt.

slJ Ale oder Ale (Egidius), von Lüt«tich. Lanzi (. terr.), II. 280, nennt ihn einenguten, geistreichen, angenehmen und zierlichenZögling der Römischen Schule, dem seine Ge-mälde, welche er in Fresco und Oel, in derSakristey der Kirche dell' Anima zu Rom ,wetteifernd mit Morandi, Bonatti und Romarneüi gefertigt, Ehre machen. Gestochen nachihm hat B- Fariat das Wunderbild der Madonnadella Fornace zu Rom .

Aleaume, s. unten Alleaume.

sl. III Alecci 0, s. Alesio im Lexikon unddem Supplemente.

sll.^ Alefounder (Johann). Nach ihmhaben Bartolozzi : keter tke wilck Uc>^, as Keappearecl in tke Vesr 1782 in roth punktirterManier, und C. H. Hodges den SchauspielerEdwin, als Lingo, in der angenehmen Ueberra-schung, in Schwarzkunst, beyde (1784) schöngefertigt,

sllJ Alegre, ein Spanischer Künstler;s. Sarus im Suppl.

Aleman (Mateo und Nicolao). So nenntdie Spanische Kunstgeschichte zwey berühmteGoldarbeiter, welche um 1609 zu Sevilla lebten,und dort Kirchen - und Klostergeräthe fertigten.Indessen vermuthet Fiorillo, IV. 149, daßsolche leicht zwey Deutsche seyn könnten, dieman in ihrem Vaterland unter ihren LausnamenAicolaus und Mathias kannte.

sl. III Alemania (Johann de). DieserKünstler ist der nämliche, den wir in unsermSupplemente zweymal s. v. Johann Alamanno,und dann wieder s. v. Zoane (d. i. Johann) ru-brizirt haben. In den Gemälden, von dem dasLexikon spricht, die er gemeinschaftlich mit An-ton da Murano gearbeitet hatte, nennt er sichin dem einen loannes rle , in dem

andern xiaivLnus»' und noch ein drit-

tes von ihnen, zu St. Pantaleon in Venedig ,ist bloß e eis P6N5«

1444 unterschrieben Nach 1447 erscheint er nichtMehr. (eil. terr.) III. ist.

sl. III (Justus de); s. Justus «mLexikon und in unsern Zusätzen.

sl. II.^ S. auch Alamanni eben;dann Alamanno im Supplemente und oben,und Alemanna im Lexikon.

Alemann (Sophia), verehelichte Klocken«bring zu Hannover . Von derselben gezeichneteStickmuster u. dgl. finden sich in Sem drittenToilettengeschenke für Damen auf 1807, Leipzig ,quer 4°; in dem Musterbuche zum Sticken undStricken, Leipzig l8io, u. in «.Werkenmehr. Un-streitig bezieht es sich auf dieselbe, wenn man inden Hannöverischen Anzeigen, Jahrg. 1800,S. 283i, die Anzeige liest, wie man sich beyBestellungen an die Königl. Hofstickereyfabrik zuHannover , nur an die geheime Kanzley-Eekre-tairin Rlockenbri'ng, geb. Alemann, zu wendenhabe.

slJ Alemanni, siehe AUemanni im Le-xikon.

k?

.'r

- t

'A.-