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Alet.
Alexander
von da an den Entschluß, sich ganz dieser Gat-tung zu wiedmen, welche er seither mit vielerGeschicklichkeit übte, wie seine mancherley Ar-beiten beweisen, die in der Kunsthandlung vonI. G. Zeller zu München erschienen sind.
sener. p. 807. „Derselbe"(heißt es im Tüb. Runstbl. 182» S. 4 « 5 ) „hältsich in seinen Nachahmungen fleißig an denCharackter seines Vorbilds, in das er sich glück-lich hineinfühlt, um es mit vieler Treue wiederzu geben. In dieser Hinsicht, und was Kraftund Deutlichkeit der Gründe betrift, sind seinebeyden Landschaften nach Ruysdael ausgezeich,net- Andere nach Everdingen, Wynanks undvan Goyen in dem im Zellerschen Verlage zuMünchen 1820 erschienenen Werke: Nachbildun-gen guter Privatgemalde u. s. f. gehören zu denbeßten dieser Sammlung, in weicher auch einBlatt nach Hondekoeter von seiner Hand rühm-liche Erwähnung verdient." In 1821 lieferte erdrey Pferdestücke nach Albr. Adam ( Pr. i fl.36 kr. das Blatt). In denselben gab er dieProben eines neuen Verfahrens mit der Ton-platte, welches vorzüglich gute Wirkung thut.l. c. 1821 S. 5 so. Sein Monogramm giebtBrulliSt (labl. gelier, l^ro. 19^6).
fl . 11 .^ Alet oder Aller (Johann Carloder Carl). Die Meister, nach welchen er ge-stochen hat, sind, neben den schon im Lex. ge-nannten: Cantarini (il Pesarese) P. le Gros,I. Passen, P. Petri, A. Pommeranzio, F. B. Zucchelli, lauter Religiöses und Legenden. Wirnennen hier nur: Leben Christi in 12 Octav-blättern, dies gemeinschaftlich mit A. von We-sterhout, und (bey dem freygebigen Brandes„schön" genannt): Ananias, der St. Paul dasGesicht wieder giebt, aus der Kapuzinerkirchezu Rom , nach Beretini. Einiges auch ohne an-dere Namen als den selnigen. Rost fällt überkeines der von ihm angeführten Blätter ein be-sonderes Urtheil. Er lebte noch 1717 und gabdamals das Bildniß von Andr. Pozzo zu einerAusgabe von dessen Perspektive.
fll-H Alex (S.). Dieser Art. in demSupplem. ist unverständlich. War Alex Maleroder Zeichner, Verleger (Unterschriftenmacher?)oder was besteht sonst für ein Verhältnißzwischen ihm und dem von Villamena gestochnenBlatte?
Alexander (Andreas), schrieb u. a. überdie Kriegsbaukunst L.OAometron ^rckitecturueVliltlaiis oder Kunst-Maaß der FreytagischenBefestigung. Arnheim i 665 quer 8. Andreasder in der Mark Brandenburg geboren wurde,kam um 1660 nach Nürnberg , lehrte hier Mathe-matik, fertigte auch mathematische Instrumenteaus Messing, ging i 665 nach Holland und starbdaselbst einige Zeit hernach. Will's Aürnb.Gelehreenlex.
— — (Johann), «in Elfenbein-Dreherju London 1776. Directory kor ide gesr-77b. 8 l.onrlon p. 7.
(>) 4« Dl-Pr. 6 Guineen.
fl. H.^ Alexander (Johann), ein schot-tischer Kupferstecher, s. Alessandro im Lex.und Supplem.
fll.^ — — (William) welcher in unsernZusätzen s- v. M N>. Alexander erscheint.Von demselben spricht Fiorillo V. 731 —35 aus-führlich , wie folgt: „Derselbe reifte mitdem Lord Macartney nach China , und liefertedie Gemählde, nach welchen die Kupfer indes Baronet Staunton Beschreibung der britti-schen Gesandtschaftsreise ausgeführt wurden (').Eine andere Sammlung (^), die er von interessan-ten Gegenständen jenes, in seiner Art einzigenReichs und der Einwohner desselben an Ortund Stelle entworfen hatte, gab er gleich nachseiner Rückkehr heraus. Zeichnung, Stich undIllumination sind von ihm allein, und machendem Geschmack und Talenten des Künstlersgroße Ehre. Unter diesen Blättern empfiehltsich besonders eins, das eine schön komponirteBauernfamilie im nördlichen China darstellt.Ein Dauernmädchen prunkt mit schön gesticktenSchuhen an ihren kleinen Füßen, obgleich ihrübriger Anzug sehr ärmlich ist. Die letztenNummern scheinen mit größerer Sorgfalt aus-gearbeitet zu seyn, als die ersten. Die Sittenund Gebrauche der Chinesen, in wie fern sieein Gegenstand der zeichnenden Künste werdenkönnen, sind hier überaus charakteristisch darge-stellt. Zu diesen Werken Alexander's überChina gehören noch 22 kolorirte Blätter , dieden Titel: Leibesstrafen der Chinesen (H führen.Aber gleich das erste Blatt gewährt einen sowidrigen und eckelhaften Anblick, daß man sichwirklich über eine solche Herabwürdigung derKunst, wie hier der Major Mason (so heißtder Herausgeber) verschuldet, sehr empört füh-len muß. Außer den Gemählden, die Alexan,der in China verfertigt hat, und den späternKupferstichen, welche das Costüme der Chinesendarstellen, kennen wir von ihm eine Sammlungvon 52 Aussichten, welche von Pouncy in Kupfergestochen, und mit großem Beyfall aufgenommensind. Natürlich ist es bey manchen, vielleichtden meisten dieser Blätter, weit weniger aufhistorische Treue, als nur auf Befriedigunggaffender Schaulust abgesehen. Seit ein paarJahren beschäftigt sich der Unsrige mit denägyptischen Alterthümern im brittischen Museum,die nach seinen Copieen von Medland in Kupfergestochen werden. Bekanntlich mußten die Fran-zosen alle ägyptischen Denkmäler, welche ihrInstitut zu Cairo gesammelt hatte, dem LordHutchinson ausliefern; auch kaperte Lord Nelson im Mittelmeer ein Fahrzeug, das nicht wenigerals 27 Lasten mit auserlesenen Ueberbleibseln deralten griechischen Sculptur, besonders aus Athen ,am Bord hatte. Sie waren von Zeit zu Zeitvon dem franz. Bildhauer Fauvel gesammeltworden. Diese Kunstsachen erscheinen nun durchdie vereinten Bemühungen jener Künstler, diesich eines besondern Schutzes Sr. Majestät desKönigs zu erfreuen haben Ebendas. S. 829
(,) Loslume, ,7974. Jedes Kupfer hat eine Beschreib, von John Barrow.
(Z) kuuirkmenrs ok Lliias ero. kol.
(4) S. Lngrsviogz wirk s üescriplive Account ok Mooumems in rbs Lririsd Museum, col-
leckell I>7 rbe kreucli luslirurc in Lg^pr, soll surrenäcrecl ro rlie Lrilisil korces. Ich« Oi-swiugsI17 . ^//e-ean^ee, Snä tlis Lugraving» I>7 /k/e^/a,!^. XII. Hefte. Folio. Hie l'onil» ok Xlexrmllei,
s Oisseilsrion on rtie Lsroopbsgus !>rougiir kroin Xlexsoclris soll uovr in tbe Lririsli Museum. L7D-/»-a^ Dame/ t 7 /aeäe. Mit Kupfern. Außer dem bekannten Stein mit dreyfacher Inschrift,bestehen die von dem Capitain Turner aus Egypten nach England gebrachten, und dort im britti-schen Museum aufgestellten Alterthümer aus zwey großen porphyrnen, in« und auswendig mitHieroglyphen bedeckten Wannen, mehreren Sarkophagen, einer cvloMen Hand, zu einer Statuegehdrig, die 150 Fuß gemessen hoben muß, einem herrlichen Jupiter AmmonS oder Widderkopfe,und mehreren kleinen Obelisken.