Alexander.
LL
wird wahrscheinlich immer der nämliche Alexan-der unter denjenigen Englischen Künstlern ge-nannt, die sich um i8ol vereinigt hatten, dieSchönheiten ihres Brittischen Vaterlands zuschildern, und deswegen eigene Reisen unter-nahmen. Eine Frucht dieser Reisen enthält dasWerk: Leauties ok LnßstLkill LUki >VaIe5, or«lsllnestions to^OArapIiicsI, distoiical snlläescrixtive. Blatter nach ihm sind bis-weilen bloß mit N). Alexander bezeichnet.
sl. II ^ Alexander, der italienische Ma-ler, wurde mit Don Giulio, seinem Lands-manne, von Carl V. nach Spanien berufe»,vasari gedenkt ihrer nicht; dennoch sollen beydeden Unterricht von Raphael und Johann^ delUdine genossen haben. S. das Mehrere übersie in unsern Ausätzen s. v. Giulio, nach Fio-rillo IV. 65 — 66 . Was dann eben diese Zu-sätze von einem Dom Giulio Alexander, derder eigentlich Temines geheißen habe, dahlen,ist, als ein seltsames Quodlibet, so gut als fürnichts zu achten. Auch der Art- Alex. Teminiin unsern Zusätzen kann hierüber keinen Auf-schluß geben.
— — ein königlicher Münzgraveur in Böh men , der auf Befehl König Wladislaws, we-gen Verfälschung der Münze, l 5 os lebendig ver-brannt wurde; und zwar, sagt Balbin, baßsolches geschehen sey: non xer turdam et 1u-multum, seä ^ucticio 6 ato, und auf Befehleines sonst äußerst milden Fürsten. Dlabacz.
— — ( ), könlgl. Schriftschneider
der Drnckerey im Louvre, s. Sebast. Trucherin künftigen Nachträgen.
— — der Große, König von Macedonien,entwarf eigenhändig den Grundriß zu der vonihm erbauten Stadt Alexandrien in Aegypten .Er starb im Jahr vor Christi Geburt.Feßler Alexander der Eroberer.
sl. 11.^ — — s. auch Aiessandre undAlexandre, dann auch llbelesqui, im Lex.Suppl. und unten.
Alexandre (I. A. de), ein Franzose, derzufolge eines Gantkataloges 1670 eine Feder-zeichnung auf Pergament in Fol. sertigte, welcheein unter einem Baldachine sitzendes, mit einemHunde spielendes Kind darstellt.
^1. 11.^ — — s. auch Alessandro undAlexander im Lex. Suppl. und gleich oben.
— — ( ). Ein solcher erscheint in Lan-
don's cles Leaux-^rls i 8 o 3 ohne
Weiteres unter der Rubrik der damals zu Paris le-benden Miniatur - und Schmelzmaler.
l^II-H Alexandrorv ( ). Auf dem
St. Petersburger -Salon 1804 sah' man vonihm (der dort Kaiser!. Pensionair heißt): Der Vio»linspieler, eine Gruppe, von welcher geurtheiltwurde, daß solche in jedem Kabinet einen Platz (?)behaupten könnte, „wenn solche gleich etwashart ist." Jen. L. Z. r8«4 dlro. 123.
sl. Il.^j Alexejev ( ), ein Zögling
der Akademie der Künste, war lange in Italien ,hielt sich besonders in Venedig auf, wo er einSchüler von Canaletti war, in dessen Manierer jetzt (um 1800) vortreffliche perspektivischeProspekte von St. Petersburg malte. Wohlderselbe, der in unsern Zusätzen Alexeerv heißt.
Alfiano.
Alexius (Daniel), ein geschickter Maler,geb. zu Pilsen in Böhmen . In -699 fertigteer in Fresco die Kapelle zu St. Johann demTäufer in der Erzbischöflichen Residenz zu Prag ,und brachte darin auch sein eigenes Bildntßan. Dlabacz.
Alex» deMontoja, s. Monrojain unsern Zusätzen.
11.^ AI/ ( ), ist Eine Person mit
dem Eus. Joh. Alphen im Supplem. und unten.
sl.^I Alfani (Dominicus di Paris ) Lanzi(Lci. lerr. II. Zo) giebt sein Geburtsjahr in 148Zan, glaubt dann abtr, wie es scheint nachMariorri (lottere xittoi-iclie) daß derselbeum i 536 noch gelebt habe. Die einen (wieeben auch Lanzi) halten ihn für Horaz Alfa-ni's Vater, andre für dessen Bruder. IhreArbeiten werden oft verwechselt. Beyde Schü-ler von Perugino , nahmen noch eine gewissebessere Manier, als diejenige ihres Meistersan, und milderten zumal das allzuharte in derFärbung dieses letzter». S. auch den gleichff. Artikel.
, ^I-H — — (Horaz di Paris ). Derselbeübertraf noch seinen Sohn oder Bruder Do-minicus. Mehrere seiner Madonnen (so z. B.eine in der Gallerte zu Florenz : Mutter, St.Anna und die beyden Kinder), und eine anderebey dem Auditor Frigeri zu Perugio) sind vonRaphaels seinen nicht zu unterscheiden. Ueber,Haupt athmeten seine Arbeiten die Schule vonSanzio; nur daß sein Kolorit, minder stark,sich vielmehr nach einer, Barocci's ähnlichenZartheit neigte, Lu. wir. II. 20 der
sein Geburtsjahr in r 5 r» und seinen Tod in1S8Z setzt. Ein gemeinschaftliches Bild von denbeyden Brüoern (Crucifix zwischen den HH.Apollodor und Hieronymus steht man bey denConventualen zu Perugia . In A. Mariotti'slottere keruAine, wo man mehreres sie Be-treffendes findet, wird der letzt« als erstes Hauptder in i 5?3 zu Perugia gestifteten Zeichenschulenoch besonders gepriesen. Gestochen nach ihmkennen wir einzig im Umrisse die H. Familie inder Galerie zu Florenz . Vadleaux etc. UesOaler. etranA. Lad. IV. diro. 2. Die Figurder Mutter zumal ist wegen dem Ausdrucke zarterBescheidenheit, und der einfachen Zierlichkeitihres Schmuckes wunderschön.
^I-H — — (Peter). Diesen Künstler kenntdas Lex. nicht, wohl aber drey andere dieses Ge-schlechts ; darunter die zwey oben genannten Bru-der, Dominicus und Horaz , beyde Schüler vonP. Vanucci. Wohl von einem von diesen mag da-her das Bild seyn, welches unter dem Namenperers als Kunstbeute während des Revolu-tionskcieges, aus der Kirche St. Franzisc zuPerugia nach Paris gebracht wurde, und dieH. St. Francisc und Antonius darstellt,iorillo III. 696.
Alfaro (Franz). Einen solchen zählt Fio-rillo IV. i 58 unter diejenigen talentvollen Spa nischen Künstler, welche im XVI. Jahrhundertsich durch goldne und silberne Werke, Jntag-lio's, Münzen, Stempel und kunstreich geschnit,tene Juwelen hervorgethan haben.
Alfaro, s> unten anch Arreaga.
si-H Alfiano (Epiphanias de). Von ihmgezeichnet und gestochen kennt man eine Folgevon Festverzierungen, mit 1692, und ein Schrif-tenbuch mit 1607 datirt.