Band 
Zweyter Theil [5].
Seite
58
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Algärver (Johann). In den Registern derDresdner -Goldschmiedsinnung, ist un-term I. 1693 eingetragen, wie sie damals »6Thaler Almosen zahlte, für den gefangenen Gold-schmied in Straßburg Johann Algeier Burge-meistern zu Keitzling (Geißlingen bey Ulm?)

-7 (Valentin), ein geschickter von Ulm gebürtiger Geschütz- und Glockengießer, der einStiefbruder von Wolfg. jJeidharr dem alternwar, und gegen Ende des XVI. Jahrh, lebte.Er stand in Diensten des Markgrafen Georg von Brandenburg , der ihn seiner Kunst halbersehr in Ehren hielt. Veyermann zJachr.von Gelehrren und Rünstlern aus Ulm .Daß Valentin noch 1606 zu Ulm Glocken goß,welche mit Figuren verziert waren, entnimmtman aus des E Frrck Ulmischen Münster4 °. Ulm i/Zi. S. 44.

Alharr (Georg), ein Steinmetzgeselle der170h zu Dresden arbeitete,

sk. n.^ Al >' amet (Franz Germain). DieMeister, nach welchen er gestochen hat, sind,unsers Wissens: F. Doucher, C. le Brun, H. Carracci , Jeaurat, le Moine, Paine, Pillement,R. E- Pine, Poilly, G. Reni , H. Robert, A.Sacchi, N. le Eueur, S. Vouet , Watteau ,Wouwermans. Wir nennen hier noch vonihm: Nach le Brun St. Carl Borromaus, dennämlichen, welchen auch Edelink gestochen hat;nach Carracci die Anbetung der Hirten (fürBoydell); nach le Moine die Verkündigung;nach Sacchi ein Pansopfer; nach le Sueur dieSteinigung Stephan! (beyde letztere wieder fürBoydell). Ueber den einzelnen Werth dieser u. a.seiner Blätter haben wir nirgends keine Urtheilegefunden; er dürfte kein großer seyn. Dochnennt seine Beschneidung nach Guido auchFüßli . Uns selbst ist er wenig bekannt.

sl. (Jakob). Paris war seinsteter Aufenthalt. Die Meister, nach welchener gestochen hat, sind unsers Wissens : St. dellaBella, N. Berghem, F- Boucher, B. Breem-berg, Cochin, Coypel, la Croix, C- Eisen,Gravelot, Grenze, I. Hackert, I-Ph. Hackert,St Jeaurat, A- van der Neer, D. Peters,P. Potter , Poussin , Teniers , de Troy, A. vanden Velde, Vernet, I. M. Dien, -Wagner,Wouwermans . Namentlich nennt Heinecte einegroße Landschaft nach Berghem, aus der Dresdner -Gallerie, als ein Blatt, das ihm Ehre mache,und der Katalog von HMkler einen nächtlichenBrand, nach Vernet, als schön; Jouberr dievier Tagsstunden, nach Vernet, als vorzüglichgeschätzte Blätter. Noch fügtet- Fußii (S. 335 ,neben andern, als bemerkenswert!) hinzu: DieReise und die Ankunft auf dem Blockbberge,nach Teniers , und den Winter-Zeitvertrieb nachvan den Velde ('). Seine Blatter tragen bis-weilen das sonderbare Monogramm k.. so.

sllJ Aliberrt (Johann Carl), geb. zuAsti 1H80 und gest. um 1740, wie es scheinthauptsächlich Maler in Fresko. Auch Lanzi. terr. V. 390 59, führt von ihm beson-ders seine Arbeiten in St. Augustin zu Asti (eine Kathechumenen--Laufe dieses Heiligen,und dessen Himmelfahrt) an. Erstre zumal nennter eine wohl idealisirte Geschichte, die darin an-gebrachte Architektur grandios, eine schwierige

Perspektive sehr gut beobachtet, die Figuren vollAusdruckes, und überhaupt den Styl zwischendem römischen und bolognesischen schwebend.Der l). della valle in seinen l-ettere 8ene«ewill gar die Manieren aller großen Meister inseinen Werken finden; Lanzi indessen (l c.)sagt, sehr artig: Daß ihm die Zeit gemangelthabe so viel Leute dort anzutreffen. Manwollte ihm auch das ganze dortige Dom zu malengeben; als er aber i 5 Jahre Zeit dazu fodertc,vertraute man Andern, geschwinder» Künstlerndie Arbeit, und er fand nicht Ursache solche zubeneiden.

sll.^j AIiberti ( ), genannt der Abt

Ailberri, Johann Carls Sohn. Ob er etwa mitdem, nebst ihm, in unsern Zusätzen angeführtenJoseph Aliberri Eine Person sey? Wir ver-muthen es. Seine H. Familie al Carmine zuTurin , deren auch das Suplement gedenkt,läßt sich recht gut sehen: »Obschon" (sagtLanzi L6. lerr. V. 591)dieselbe in jenesGrünlichte fällt, das zu seiner Zeit in Italien Mode war, und noch heut zu Lage dort in ge-wissen Kunstwerkstätten erblickt wird."

Airbrand,' (Hieronymus), geb. zu Messma,470 von einer bürgerlichen Familie, aber liberalerzogen, und anfänglich für das Studium derRechte bestimmt, dem er aber bald dasjenige derKunst vorzog; hierin Schüler zuerst in Messmaselbst, dann späterhin zu Venedig jenes AntonellovonMessina, Freunds von Giorgione , von welchemderselbe Alles gelernt hatte, was je einen vor-trefflichen Künstler bilden kann. In dieser Schuleblieb der Unsrige viele Jahre, und ging dannnach Mailand in diejenige von da Vinci, wo ernoch einige Harte in seinem Styl verbesserte.Um i 5 i 4 kehrte er (heißt es) gen Messma zu-rück. Wo er sich, seit da Vinci's Abgänge vonMailand (1499) aufgehalten, ist ungewiß- Ir-gendwo heißt es, daß er in dieser ZwischenzeitRaphaels und Correggio's Bekanntschaft benutzthabe, was sich aber mit der damaligen Jugendvon beyden (da der eine, geb. >485 nur nochein hoffnungsvoller Jüngling, und der andere,geb. >494 vollends noch Kind war) nicht wohlreimen laßt. So viel ist gewiß, daß des Unsri-gen Styl je dem Beßren seiner Zeit gliech. Soz. B- in der Kirche della Candalora zu Messnain einer 24 sizilianischer Palmen hohen Reini-gung Mariä, welches allerdings für Grazie,Colorit, Perspektiv kurz für Alles, was dasAug bezaubern kann, das schönste Bild in ge-dachter Stadt ist. Auch schätzte Polydor Cal-dara dasselbe so hoch, daß er eine Abnehmungvom Kreuz in Leimfarbe (a guarro) als Deckedafür malte, unter welcher solches noch auf diespäte Nachwelt gekommen ist. Dann st. Hiero-nymus, für so viel Kunst viel zu frühe, ander Pest l 52 <j. tLll. terr.) II. 3 o 3 not. s.

Dies ist durchaus die einzige Kunde, welche wirbisher von einem so seltenen hienieden ebenauch nur kurze Zeit weilenden Kunstlichte zuerhalten gewußt.

sll-H Alighieri oderAligberi(Johann).Die Miniaturen in dem Codex eines Virgils,deren unsre Zusätze gedenken, datiren sich von

-198 kaAionslnento ckei Inclole

etc. cke k'erraresi t8lo p. 74.

Aligny ( ). Auf dem Salon j»

Paris 1822 befand sich von einem dort lebendenMaler ein Bild: Daphnis und Chlor.

(>) Indessen dürfen wir nie vergessen, daß die Urtheile über den Werth einzelner Landschastsblüttervon unglaublicher Unsicherheit sind.