Algärver (Johann). In den Registern derDresdner -Goldschmiedsinnung, ist un-term I. 1693 eingetragen, wie sie damals »6Thaler Almosen zahlte, für den gefangenen Gold-schmied in Straßburg Johann Algeier Burge-meistern zu Keitzling (Geißlingen bey Ulm?)
-7 — (Valentin), ein geschickter von Ulm gebürtiger Geschütz- und Glockengießer, der einStiefbruder von Wolfg. jJeidharr dem alternwar, und gegen Ende des XVI. Jahrh, lebte.Er stand in Diensten des Markgrafen Georg von Brandenburg , der ihn seiner Kunst halbersehr in Ehren hielt. Veyermann zJachr.von Gelehrren und Rünstlern aus Ulm .Daß Valentin noch 1606 zu Ulm Glocken goß,welche mit Figuren verziert waren, entnimmtman aus des E Frrck Ulmischen Münster4 °. Ulm i/Zi. S. 44.
Alharr (Georg), ein Steinmetzgeselle der170h zu Dresden arbeitete,
sk. n.^ Al >' amet (Franz Germain). DieMeister, nach welchen er gestochen hat, sind,unsers Wissens: F. Doucher, C. le Brun, H. Carracci , Jeaurat, le Moine, Paine, Pillement,R. E- Pine, Poilly, G. Reni , H. Robert, A.Sacchi, N. le Eueur, S. Vouet , Watteau ,Wouwermans. — Wir nennen hier noch vonihm: Nach le Brun St. Carl Borromaus, dennämlichen, welchen auch Edelink gestochen hat;nach Carracci die Anbetung der Hirten (fürBoydell); nach le Moine die Verkündigung;nach Sacchi ein Pansopfer; nach le Sueur dieSteinigung Stephan! (beyde letztere wieder fürBoydell). Ueber den einzelnen Werth dieser u. a.seiner Blätter haben wir nirgends keine Urtheilegefunden; er dürfte kein großer seyn. Dochnennt seine Beschneidung nach Guido auchFüßli . Uns selbst ist er wenig bekannt.
sl. — — (Jakob). Paris war seinsteter Aufenthalt. Die Meister, nach welchener gestochen hat, sind unsers Wissens : St. dellaBella, N. Berghem, F- Boucher, B. Breem-berg, Cochin, Coypel, la Croix, C- Eisen,Gravelot, Grenze, I. Hackert, I-Ph. Hackert,St Jeaurat, A- van der Neer, D. Peters,P. Potter , Poussin , Teniers , de Troy, A. vanden Velde, Vernet, I. M. Dien, -Wagner,Wouwermans . Namentlich nennt Heinecte einegroße Landschaft nach Berghem, aus der Dresdner -Gallerie, als ein Blatt, das ihm Ehre mache,und der Katalog von HMkler einen nächtlichenBrand, nach Vernet, als schön; Jouberr dievier Tagsstunden, nach Vernet, als vorzüglichgeschätzte Blätter. Noch fügtet- Fußii (S. 335 ,neben andern, als bemerkenswert!) hinzu: DieReise und die Ankunft auf dem Blockbberge,nach Teniers , und den Winter-Zeitvertrieb nachvan den Velde ('). Seine Blatter tragen bis-weilen das sonderbare Monogramm k.. so.
sllJ Aliberrt (Johann Carl), geb. zuAsti 1H80 und gest. um 1740, wie es scheinthauptsächlich Maler in Fresko. Auch LanziLä. terr. V. 390 — 59, führt von ihm beson-ders seine Arbeiten in St. Augustin zu Asti (eine Kathechumenen--Laufe dieses Heiligen,und dessen Himmelfahrt) an. Erstre zumal nennter eine wohl idealisirte Geschichte, die darin an-gebrachte Architektur grandios, eine schwierige
Perspektive sehr gut beobachtet, die Figuren vollAusdruckes, und überhaupt den Styl zwischendem römischen und bolognesischen schwebend.Der l). della valle in seinen l-ettere 8ene«ewill gar die Manieren aller großen Meister inseinen Werken finden; Lanzi indessen (l c.)sagt, sehr artig: Daß ihm die Zeit gemangelthabe — so viel Leute dort anzutreffen. Manwollte ihm auch das ganze dortige Dom zu malengeben; als er aber i 5 Jahre Zeit dazu fodertc,vertraute man Andern, geschwinder» Künstlerndie Arbeit, und er fand nicht Ursache solche zubeneiden.
sll.^j AIiberti ( ), genannt der Abt
Ailberri, Johann Carls Sohn. Ob er etwa mitdem, nebst ihm, in unsern Zusätzen angeführtenJoseph Aliberri Eine Person sey? Wir ver-muthen es. Seine H. Familie al Carmine zuTurin , deren auch das Suplement gedenkt,läßt sich recht gut sehen: »Obschon" (sagtLanzi L6. lerr. V. 591) „dieselbe in jenesGrünlichte fällt, das zu seiner Zeit in Italien Mode war, und noch heut zu Lage dort in ge-wissen Kunstwerkstätten erblickt wird."
Airbrand,' (Hieronymus), geb. zu Messma,470 von einer bürgerlichen Familie, aber liberalerzogen, und anfänglich für das Studium derRechte bestimmt, dem er aber bald dasjenige derKunst vorzog; hierin Schüler zuerst in Messmaselbst, dann späterhin zu Venedig jenes AntonellovonMessina, Freunds von Giorgione , von welchemderselbe Alles gelernt hatte, was je einen vor-trefflichen Künstler bilden kann. In dieser Schuleblieb der Unsrige viele Jahre, und ging dannnach Mailand in diejenige von da Vinci, wo ernoch einige Harte in seinem Styl verbesserte.Um i 5 i 4 kehrte er (heißt es) gen Messma zu-rück. Wo er sich, seit da Vinci's Abgänge vonMailand (1499) aufgehalten, ist ungewiß- Ir-gendwo heißt es, daß er in dieser ZwischenzeitRaphaels und Correggio's Bekanntschaft benutzthabe, was sich aber mit der damaligen Jugendvon beyden (da der eine, geb. >485 nur nochein hoffnungsvoller Jüngling, und der andere,geb. >494 vollends noch Kind war) nicht wohlreimen laßt. So viel ist gewiß, daß des Unsri-gen Styl je dem Beßren seiner Zeit gliech. Soz. B- in der Kirche della Candalora zu Messnain einer 24 sizilianischer Palmen hohen Reini-gung Mariä, welches allerdings für Grazie,Colorit, Perspektiv — kurz für Alles, was dasAug bezaubern kann, das schönste Bild in ge-dachter Stadt ist. Auch schätzte Polydor Cal-dara dasselbe so hoch, daß er eine Abnehmungvom Kreuz in Leimfarbe (a guarro) als Deckedafür malte, unter welcher solches noch auf diespäte Nachwelt gekommen ist. Dann st. Hiero-nymus, für so viel Kunst viel zu frühe, ander Pest l 52 <j. tLll. terr.) II. 3 o 3 not. s.
Dies ist durchaus die einzige Kunde, welche wirbisher von einem so seltenen — hienieden ebenauch nur kurze Zeit weilenden Kunstlichte zuerhalten gewußt.
sll-H Alighieri oderAligberi(Johann).Die Miniaturen in dem Codex eines Virgils,deren unsre Zusätze gedenken, datiren sich von
-198 kaAionslnento ckei Inclole
etc. cke k'erraresi t8lo p. 74.
Aligny ( ). Auf dem Salon j»
Paris 1822 befand sich von einem dort lebendenMaler ein Bild: Daphnis und Chlor.
(>) Indessen dürfen wir nie vergessen, daß die Urtheile über den Werth einzelner Landschastsblüttervon unglaublicher Unsicherheit sind.