Band 
Zweyter Theil [5].
Seite
59
JPEG-Download
 

A l i o.

Allais

59

Alts (Joseph), ein Baumeister zu Wien 1791.w»enertsches Romme rztalschema. Wien 1791. 8°.

fl.^I (Mattheus). Wenn das Lex.ihn und den Thoma s, nur zu Einer Personmachen will,,so ist dasselbe ein Irrthum. Beydewaren Gebrüder, Bildhauer und Architekten,und trugen den Beynamen Gauro. VonMarrheus fuhrt man bey Beschreibung derKirche des H. Anton's zu Padua mehrere i 65 Zzum Theil mit seinem Bruder gefertigte Basre-liefs an, bezeichnet: ^t//ro Uostlc».

ttrcüettatf.; et

7 V/c>,»a^ kratres Oar/^r als 8culpt. et

Credit. lVIestiolan. faoiebant. Dann findensich von ihm (und nicht von Marrheus Larowie Rosetri sagt) in einer Kapelle der dasigenDominikanerkirche des H. Augustin die Statuedes H. Loren; Justinian , die nicht so wohl ge-rathen ist, als die daneben stehende des H. Anton,welche G Brunellt 1667 fertigte, und worüberunser Marrheus sich zu Tode gegrämt habensoll. Von Thomas Alts sieht man aber in nurgedachter Kapelle die Figuren der Hoffnung undTreue, diese von 1664 (ebenfalls irrig demMarrheus Laro von Rosern beygelegt); danndie Figuren Liebe und Hoffnung in der obbe-merkten Kirche des H Anton und endlich dieStatuen der größer« Kapelle der Benediktiner-kirche St. Benedetto vecchio.pitlure, Lculture , Xrcttitetture ä! ksäova.S. 27, 08, i 5 ti, id 5 , 260.

(Thomas), Bruder des Marrheus,s. vorstehenden Artikel.

si.) s. auch Aglto im Lex. u. oben.

A110 n, und ein dabey aus einem verschlungenenä. 6. bestehendes Monogram, (auf Kupferstichenaus der ersten Hälfte des XVI. Jahrh.) bedeu-tet vielleicht, daß dieser ä. 6. zu Lyon gear-beitet habe, und in solchem Fall nicht alsKünstlername zu betrachten sey. Neben Andermbefindet sich dasselbe auf einem Blatte, welchesLaocoon mit seinen Söhnen darstellt; im Hin-tergrund ein Porticus am Meere, von dorischenSäulen unterstützt. Eine Eopie dieses Blattesohne die Statue des Laocoon, und ohne dasWort Alton, ist, statt mit ä. 6. mit L. k'. be-zeichnet; und eben so, gleichfalls ohne dasAlton) sind es (nach Christ) Blätter zu Lyon 1686 gedruckt, was denn unsre obige Vermuthungbestätigt,

Altsch ( ), Bauinspektor auf dem

Ealzwerke bey Nehme im Fürstenthum Minden1787. Adreßkal. von Minden , Ravens-berg, Teklenburg rc. auf 1787. 12°.

sl. 11.^ Altx (Johann). Eine H. Familievon ihm, wo Maria das Kind, wie tragend,dem kleinen Johannes entgegen bringt, der ihmeinen Vogel anbietet (dasselbe, was auch Rous«seiet i 65 c>, vielleicht auch altere, wie Ch. Al-bert i 58 s und I. Matham i 5 o 5 gestochen ha-ben) soll nach Hemecke ein sehr angenehmesBlatt seyn. Von ihm kennt man auch Bildnisse,

wie z. D. des Kanonikus Robert de la Sorbonne,nach van Mol. thk-c.

fll.^I Altx (P. M.). Derselbe erscheint,unsers Wissens zuerst, als Künstler in punktirterund Tuschmanier in Landon's XlrnanaettLoaux-^rts l8oZ. Um i 8 o 5 fertigte er schöneBlätter in Kreidemanier. So z. B> den Kopfeines Weinenden nach Dominichino und nachder Zeichnung von van der -Wal in gr. Fol.Dann, gemeinschaftlich mit Madm. Denys, einBlatt: Oeoouverte Interieure clu quartierUes solllats ä komxei).

sl.^j Alkamenes , s. Alcamenes imLexikon.

Alken (H.). So soll ein englischer Malerheißen, nach welchem in unsern Tagen T. Su-therland vier bunte Blätter gefertigt habe,welche die Hauptmomente der Fuchsjagd dar-stellen; in quer Fol.

Alkofec (Adam), Bürger, Maler undWachtschulmeister zu Regensburg , wo er 16Z7geb. wurde und i 683 starb. Seifert Stamm-tafeln gelehrter Leute. Erster Theil, Stamm-tafeln seines Geschlechtes.

fl. II.^ Alls erd, s. AUard im Lex. Suppl.und unten.

Allats (Johann Alexander). Ob vielleichtein Sohn eines der Allats des Lex. oder derZusätze? Aus dem Salon zu Paris 1822 sahman von diesem dort lebenden Kupferstecher einBildniß des Präsidenten Lamoignon; dann einanderes nach Ducis: Vandyck, wie er sein erstesBild vollendet (' . Die Platte von letzterm(im Besitze der Gesellschaft der Kunstfreunde zuParis ) war von Rtbaud angefangen, und bannnach dem frühen Tode desselben von Allats zuEnd gebracht.Dieses Blatt" (heißt es imTubing. Runstbl. 1822 S. 12Z)" besitzt inden Fleischtönen nicht alle Vollkommenheit, dieman wünschen möchte; aber die Beywerke sindgut ausgeführt (Pr. 25 Frk. und 5 o vor derSchrift)"., Ebendas. S. 235 finden sich nochmehrere Rügen dieses Blattes, und wird hierder Künstler bloß ein Stecher des zweyten Ran-ges genannt, dem das Kräftige besser als dasZarte gelinge. Auch sey hier die Darstellungunverständlich: Das Mädchen deute zwar aufdie Staffelei hin; aber auf der Leinwand seyennoch bloß unbestimmte Gestatten zu sehen (^).Wohl sicher ist der Unsrige der nämliche I. A.Allats, von dem man schon um 1L0H die beydenBildnisse nach da Vinci s Joconde und la belleFerromere kannte, deren jedes i Spez. Duk.kostete. und Ob er dann

auch mit dem gleich ff. I. Allats Eine Personsey, ist uns unbekannt.

(I.), ein französischer Kupferstecherneuerer Zeit, soll zwey von I. D. Bertaux nachSwebac des Fontaines in quer Fol. geistreichradirte Blätter, die ein Kuppel Pferde, unddann eine Stutterey im Freyen, nach Anderndie Tränke (l'abreuvoir) darstellen, nachge-

(>) Nachdem dieser Künstler, auf seiner Reise nach Rom , einem schönen Mädchen, in das er sich ver-liebt hatte, -u Gefallen, zu SaveUhelm blieb, und dort ein Altarblatk für die Kirche deü OrtSmalte. Ein früheres mochte den» dock das Bildniß seines Liebchens seyn.

(,) In dieser zweyten Stelle wird der Pr. des Blattes auf ,5 fl. angesetzt.