Band 
Zweyter Theil [5].
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60
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hends in Aquatinta überarbeitet haben. Un-sicher ist er nur Eine Person mit dem gleichvorstehenden Ioh. Alexander A.

sl. Alla > s ( ), der Bildnißmaler,

hieß L. I- und ist derselbe, der, nach unsernZusätzen, das Epitaph des Herzogs Ludwig von Orleans (st. 1722.) gestochen hat. Von ihm istauch das Blatt: Das Kindischthun nach C.Huet ('). Hinwieder hat Aveline nach ihm dasTitelblatt zu einem Andachtsbuche Lro morsIna etc., und St. Fessard das Bildniß desArztes I. A. Peissonnel gefertigt. Ob aber nichtüberhaupt der Maler und der Stecher Maisin dem gegenwärtigen Art., so wie in demSupplemente, zwey Personen ausmachen, istnoch die Frage?

sll.^ ( ). Der Baumeister der

Zusätze. Seine, gemeinschaftlich mit Derour-nelle und vaudoyer besorgte Herausgabe der6rancls prix U'^rcditecture hatte das großeVerdienst, daß diese bisher in den Portefeuillesgebliebene schöne Blatter für den Unterrichtbrauchbar gemacht wurden. Meusel's Ar-chiv l. 4. is 5 .

sll .4 Allan (David), st. zu Edinburgh .Der A. D. Merk. Iahrg. 1796 Dec. S. 394 ,der von ihm gleich dem Suppl. spricht, nenntibn Allen. Ob er vielleicht mit dem Allen,eben auch des Suppl. Eine Person seyn dürfte?Die vier römischen Carnavalsscenen nach ihm(in Brandes Gantkatalog spezificirt) sind vonSandby (1787) schön in Aquatinta gefertigt.Noch nennt der Katalog von Winkler nach ihm:Den Ursprung der Malerey (pinx. 1776), ausdem Cabinek Byres, von Dom. Cunego gestochen.Und eben so kennt man, nach seiner Zeichnung,Vignetten, die zu Campbell'S Geschichte derPoesie in Schottlands ) geetzt wurden, undungemein viel Geist verrathen. Fiorillo V.

Lvl 802 .

(W.), ein berühmter englischer Gatstungsmaler neuester Zeit. Von ihm sah' manauf der Londner - Kunstausstellung 1822 die zer-brochene Geige, eine Scene in einem Fischer-dorfe bey Edinburgh . Von diesem Bilde heißtes im Tüb. Bunstblatre 1822 S. 211:Wirwünschen uns und dem Künstler Glück, sowohlwegen der Vortrefflichkeit seiner Leistung, alsauch wegen der Wahl seines Gegenstandes, unddaß dieselbe das komische Gebiet erfaßte, inwelchem er die gleiche Kraft entfaltet hat, diewir in seinen ernsteren Darstellungen finden.Der Künstler brachte uns oft in das Haus derKlage und Trauer oder vielmehr der Schmach,und wir blicken mit Freude nun auf diese Scenedes Frohsinns und der Laune, wie zu einerverwandter» und tröstendem Ansicht dec Mensch-heit, wo Lust, und auch Possen, Seufzern undThränen vorzuziehen sind. Neben dec geschick-ten Ausführung, welche den Pinsel dieses Künst-lers stets charakterisirte, wußte er sich die mög-lichst malerischen Formen eigen zu machen, nebstAllem, was in das Gebiet dieser Kunstgattunggehört; in Einklänge damit ist der sanfte, har-monische Farbenton. Das Gelächter, die Ver-wirrung in dem Dorfe, das eine zerbrochene

Geige, und ein Kopf, welchen fast dasselbeSchicksal traf, verursachen, das Schreyen undSchelten, Spotten und Zanken dazwischen, vol-lenden das Komische dieser Scene. Wir könn-ten vielleicht, technisch zu sprechen, bemerken,daß mehr Ruhe in dem Total - Eindrucke seyndürfte; allein die Ruhe hat nichts mit dem Ge-genstand zu thun, und dieser nichts mit jener,und wir sind zufrieden, das Ganze so zu sehen,wie es ist."

sl.II.^ Alland (Abraham), ein falscherName des unten folgenden Abraham AUard.

sl. H.^ AUard (Abraham). Auf einervor uns liegenden nummerirten Folge mit fran-zösischem und zugleich auch holländischem Titel:I.es villes ste Prise, exaotement clessin^eset Aravees par ä I.c^cle

ober Pierre van äer ^a(^), ist dieser Titelin so weit irrig, daß diese Blatter von Folkemagestochen (dessen Bezeichnung: po/äsm«

seulx. findet sich stets aber so versteckt ange,bracht, daß eine genauere Betrachtung zu der-selben Auffindung nöthig ist), dann aber mitexe. adressirt sind. Der letztere hattealso nur den frühern Verlag, ehe sie in dieHände des v. d. Aa gelangten. In G. Hoyer'sGeschichte der Kriegskunst H Göttingen -799 8°.S. 3 Vo (wo übrigens irrig Alland statt AUardsteht) citirt man noch von ihm (wie es scheintals Verleger und Herausgeber): l.es Princi-pales torteresses et villes kortes ä'LspsAne,ste la krance, ä'llc»llan6e, ck'Italie, ste 8a-vo^c, tlUleniSAne etc. par^6ra/-sm^//sr^,kc>1. Qe^äe i 6 g 5 . Der winklersche Gantka-talog nennt von ihm 5 Karrikaturen von Hol-ländischen Bauern und Bäuerinnen für C- Al-lards Verlag.

sl. ll.^ (Anton). Daß dieß ein völligfalscher Name für Abraham Ä sey, haben wirgleich oben Not. 3 gesehn.

sl. n^> (Carl), welcher im Lex.unter dem Art von Abraham Ä. erscheint.Für seinen Kupferstich-Verlag haben viele (meistmittelmäßige) Meister gearbeitet, als Joh. vanden Aveele, Gouwen, L. Scherm, R. Zeemann rc.Solche Blätter, auf denen er sich selbst alsKupferstecher benennt, sind mir noch nicht zuHanden gekommen, dagegegen aber mehrereLandkarten (in denen wie es scheint sein Haupt-verlag und Hauptgeschäft bestand) worauf ersich ausdrücklich entweder als Zeichner (z. B. aufeiner Karte des Herzogthums Brabant) oder alsGeograph angiebt. In Gregor«'« «turiösenGedanken von Landkarten S- 83 heißt erein geschickter Künstler, der einige Jahre herzu Amsterdam nicht allein viele Sphären undkostbare Globo's, sondern auch mit eignen Hän-den Landkarten gefertigt habe-Sein OrbisHrrarum oder planispkaerium terrcstre",fährt unser Autor fort,ist mit vielen mathe-matischen Anmerkungen sehr nett gezeichnet undso sauber abgedruckt, daß ich meines Wissensdergleichen noch nie gesehen, und es zeugt diesesBlatt von dem geübten Geiste dieses Mannes.

(>) Somit ist das Suppl. hier zu berichtigen, wo es irrig sagt, daß Huet nach dem Unsrigen gestochenhabe, und solches denn doch ». v. Huet selbst widerlegt.

(2) - Vol. 40. Ein äußerst seltenes Werk, von welchem nur 90 Exemplare abgedruckt wurden.

( 3 ) Heinrek« nennt diese (1-) Blättergenau gezeichnet." Unsre Ausätze eignen dieselbe» irrig demnachfolgenden Anton einem Nonenö zu-